Eitrige und blutige Wunden - Zuchtbetrieb muss Tierschutz einhalten

Mehrfach soll ein Zuchtbetrieb im Unstrut-Hainich-Kreis gegen den Tierschutz verstoßen haben. (Symbolbild)
Mehrfach soll ein Zuchtbetrieb im Unstrut-Hainich-Kreis gegen den Tierschutz verstoßen haben. (Symbolbild)
Foto: dpa
  • Schweinezuchtbetrieb im Unstrut-Hainich-Kreis muss Tierschutzauflagen einhalten
  • Gericht fordert zur Umsetzung Auflagen auf
  • Betrieb hatte mehrfach gegen Tierschutz verstoßen

Ein in die Kritik geratener Schweinezuchtbetrieb im Unstrut-Hainich-Kreis muss mehr für den Schutz der Tiere tun. Ein Gericht entschied, dass entsprechende Auflagen des Landratsamts umgesetzt werden müssen. Sie seien offensichtlich rechtmäßig und von den Anforderungen an die Haltung von Nutztieren gedeckt, entschied das Verwaltungsgericht Weimar laut einer Mitteilung vom Freitag (1 E 1005/18 We).

Zuchtanlage verstieß wiederholt gegen den Tierschutz

Bei einer Kontrolle in der Schweinezuchtanlage im Dezember 2017 waren laut Gericht zum wiederholten Mal Verstöße gegen den Tierschutz festgestellt worden. Gegen die daraufhin im März angeordneten Auflagen ging der Betrieb per Eilantrag vor.

Blutende und eiternde Wunden bei Säuen

Das Landratsamt hatte dem Betreiber unter anderem untersagt, Zuchtsauen in verschmutzten Ställen mit erhöhter Ammoniakkonzentration in der Luft zu halten. Er sollte er kranke Tiere absondern, sie in besonderen Krankenbuchten halten und blutende und eiternde Wunden vom Tierarzt behandeln lassen. Tiere, bei denen offensichtlich ist, dass sie nur unter Schmerzen und Leiden weiterleben könnten, sollten getötet werden.

Gericht besteht auf angemessene Haltung

Gegen diese Anordnung sah das Gericht keine Bedenken. Nach dem Tierschutzgesetz müsse jedes Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden, erklärte es. Die Eilentscheidung vom 13. Juli ist rechtskräftig.