Polizei beendet Rechtsrock: Massive Ausschreitungen und Verletzte in Apolda

Schon vor offiziellen Veranstaltungsbeginn des Rechtrock-Konzertes um 19 Uhr sei es laut Polizei in Apolda zu Ausschreitungen gekommen. Knapp eine Stunde später wurde die Versammlung wegen massiver Ausschreitungen aufgelöst.
Schon vor offiziellen Veranstaltungsbeginn des Rechtrock-Konzertes um 19 Uhr sei es laut Polizei in Apolda zu Ausschreitungen gekommen. Knapp eine Stunde später wurde die Versammlung wegen massiver Ausschreitungen aufgelöst.
Foto: Sebastian Haak/dpa
  • Ausschreitungen bei Rechtsrock-Versammlung in Apolda
  • Mindestens fünf Verletzte
  • Polizei löst Versammlung auf

In Apolda ist es am Samstagabend offenbar zu massiven Ausschreitungen auf dem Rechtsrock-Konzert gekommen. Wie Augenzeugen über Twitter berichten, wurde das Konzert vorerst unterbrochen, um 19.45 Uhr bestätigte die Polizei die Auflösung der Versammlung.

Vor Start erste Ausschreitungen am Marktplatz in Apolda

Bereits vor dem offiziellen Start um 19 Uhr meldeten die Beamten einen ersten Durchbruchsversuch an der Schleuse zum Versammlungsgelände am Marktplatz. Die Beamten setzten hier laut eigenen Angaben Pfefferspray ein. Dabei wurde ein Versammlungsteilnehmer leicht verletzt.

Zeit-Journalist dokumentiert Live über Rechtsrock in Apolda

Knapp eine halbe Stunde später sei es im Versammlungsraum erneut zu massiven Ausschreitungen gekommen, wie das Social-Media-Team twitterte. Teilnehmer aus dem rechten Spektrum hätten mit Flaschen und Steinen um sich geworfen und laut Polizei mindestens vier Einsatzkräfte verletzt.

Polizei bestätigt Auflösung der Versammlung in Apolda

Polizei beendet Rechtsrock in Apolda

Gegen 19.45 Uhr hat der Polizeiführer in Abstimmung mit der Versammlungsbehörde die Auflösung der Versammlung beschlossen. Um 19.55 Uhr wurde das Ende der Veranstaltung per Lautsprecher durchgeben.

Wir berichten in Kürze mehr.

Twitter-Video aus Apolda

750 Rechte zum Veranstaltungsauftakt am Freitag in Apolda

Bereits am Freitagabend kamen rund 750 Angehörige der rechten Szene zusammen. An den Gegenprotesten in Magdala und Apolda beteiligten sich 100 Menschen. Der Start des Rechtsrockk-Festivals verlief vergleichsweise harmlos zum zweiten Tag der Veranstaltung.

Keine Festnahmen am ersten Konzert-Tag

Festnahmen gab es am Freitag nicht, es wurden aber elf Anzeigen gestellt, unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, drei Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz sowie zwei Beleidigungsanzeigen gefertigt. Die Polizei kontrollierte die Personalien von 109 Konzertbesuchern und zehn Demonstranten. Drei Platzverweise wurden erteilt. Unterstützt wurde die Polizei Thüringen von Beamten der Bundespolizei sowie von Polizisten aus drei anderen Bundesländern.