Bürgermeister verhindert Rechtsrock und erntet Müll - Polizei ermittelt

Nachdem die Gemeinde ein Rechtsrock-Konzert verhindert hatte, landete vor dem Haus des Bürgermeisters von Magdala eine Ladung Essensreste. (Symbolbild)
Nachdem die Gemeinde ein Rechtsrock-Konzert verhindert hatte, landete vor dem Haus des Bürgermeisters von Magdala eine Ladung Essensreste. (Symbolbild)
Foto: dpa
  • Rechtsrock-Konzert in Magdala verhindert
  • Mutmaßlicher Übergriff auf Bürgermeister von Magdala
  • Polizei ermittelt

Nach dem verhinderten Rechtsrock-Konzert in Magdala (Kreis Weimarer Land) will die CDU einen Vorfall mit abgeladenen Speiseresten vor dem Haus des dortigen Bürgermeisters Mario Haßkarl (CDU) zum Thema im Innenausschuss des Landtags machen. Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Fiedler wertete den Vorfall am Mittwoch als Übergriff auf die Privatsphäre des Kommunalpolitikers. „Wenn die Übernahme politischer Ämter zum Risiko für den privaten Bereich wird, ist Gefahr im Verzug“, sagte Fiedler.

Rechtsrock-Konzert in Magdala verhindert

Die Gemeinde hatte am Freitag kurzfristig ein Nutzungsverbot für die Zufahrt zum privaten Konzertgelände durch die Konzertveranstalter erwirkt. Die Rechtsextremen mussten die Veranstaltung daraufhin absagen, die beiden Konzerte am Freitag und Samstag wurden nach Apolda auf den Marktplatz verlegt. Am Samstag kam es dort zu Ausschreitungen durch Neonazis und zum Konzertabbruch.

Essenreste landen vor Haus des Bürgermeisters

Die Essenreste vor dem Haus des Magdalaer Bürgermeisters waren am Montag vor dem Privatgrundstück abgekippt worden. Nach Angaben der Landespolizeidirektion laufen deswegen Ermittlungen, bislang aber nicht wegen Bedrohung. Es könne sich auch nur um eine Ordnungswidrigkeit nach dem Lebensmittel- oder Abfallrecht handeln, sagte ein Sprecher am Mittwoch.