Alles nur Fassade in Weimar – Bauhaus-Museum wird doch nicht gläsern

An der Fassade des zukünftigen Bauhaus-Museums, das im kommenden Jahr eröffnet werden soll, ist in einem Schriftband "bauhaus museum" zu lesen (Archivbild).
An der Fassade des zukünftigen Bauhaus-Museums, das im kommenden Jahr eröffnet werden soll, ist in einem Schriftband "bauhaus museum" zu lesen (Archivbild).
Foto: Martin Schutt/dpa

Neue Etappe auf dem Weg zum Bauhaus-Museum: Der Stiftungsrat hat sich für den seit einem Jahr vorliegenden alternativen Fassadenentwurf entschieden. Das Bauhaus-Museum, das am 5. April 2019 in Weimar eröffnen soll, bekommt damit doch keine Fassade aus Glas, sondern aus Sichtbeton. In diese sollen Lichtbänder integriert werden, die mit Glasscheiben abgedeckt werden.

Änderung der Baugenehmigung

Die Bauarbeiten für das Bauhaus-Museum - ein minimalistischer Kubus mit fünf Ebenen und 2.250 Quadratmetern Nutzfläche - hatten im November 2015 begonnen. Anlass für die Eröffnung im April 2019 ist die Gründung des Bauhauses in Weimar vor 100 Jahren. Um die Fassade fertigzustellen, ist eine Änderung der Baugenehmigung nötig.

Parallel gibt es Diskussionen um eine andere Weimarer Institution: Die Klassik Stiftung möchte am Schiller-Museum den Museumsladen und weitere Bereiche umbauen lassen.

Ein Punkt des Bauantrags wurde allerdings nicht genehmigt, wie ein Sprecher der Stiftung am Mittwoch sagte. Dagegen hat die Stiftung Widerspruch eingelegt. Das Schiller-Museum steht unter Denkmalschutz. In der Stiftungsratssitzung am Dienstag stand dieses Thema allerdings nicht auf der Tagesordnung, wie Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) am Mittwoch informierte. (dpa)