Mord an kleiner Stephanie: Verurteilter legt Revision ein

Foto: Jan-Peter Kasper/dpa, Polizei

Der gewaltvolle Tod der zehnjährigen Stephanie aus Weimar könnte ein Fall für den Bundesgerichtshof werden. Der wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte 66-Jährige hat Revision gegen das Urteil des Landgericht Gera eingelegt.

Das sagte eine Sprecherin des Gerichts am Donnerstag auf Anfrage.

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Mann verurteilt

Das Gericht hatte den Mann für schuldig befunden, das Kind im August 1991 in Weimar entführt, es sexuell missbraucht und von der Teufelstalbrücke an der Autobahn 4 rund 48 Meter in den Tod gestoßen zu haben.

Angeklagter wollte Nacktbild von Stephanie schießen

Auf einem Waldweg habe er ein Nacktfoto von der Zehnjährigen machen wollen, davon aber abgesehen, weil das Kind eingenässt habe. Danach habe er Stephanie Beruhigungstabletten gegeben, sie später an der Teufelstalbrücke an der Autobahn 4 ausgesetzt und zurückgelassen, sagte der Mann. Anders als von der Staatsanwaltschaft dargestellt, habe er das Kind jedoch nicht von der Brücke in den Tod gestoßen. Vielmehr sei es plötzlich verschwunden gewesen.

Der Beschuldigte hatte im Prozess vor dem Landgericht den Mordvorwurf zurückgewiesen. (dpa)