Schlagstock-Attacke in Weimar: Mann muss in den Entziehungs-Knast

  • 25-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt
  • Mann muss für vier Jahren und sechs Monaten Haft
  • Hintergrund: Schlagstock-Attacke in Weimar

Nach einem Angriff auf einen anderen Mann ist ein 25-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung vom Landgericht Erfurt zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Angeklagt war der Mann ursprünglich wegen versuchten Mordes.

Staatsanwaltschaft Erfurt rückt von Mordvorwurf ab

Doch laut Urteil vom Donnerstag konnte ein Tötungsvorsatz nicht nachgewiesen werden, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Auch die Staatsanwaltschaft sei in ihrem Plädoyer von dem Mordvorwurf abgerückt, den der Angeklagte selbst von Anfang an bestritten habe.

Unbekannten in Weimar mit Stock attackiert

Der Mann musste sich wegen einer Attacke im Mai 2018 vor Gericht verantworten. Mitten in der Nacht soll er auf einer Straße in Weimar einen ihn unbekannten Mann mit einem Schlagstock angegriffen haben. Mehrfach soll er auf den anderen Mann eingeschlagen haben. Er soll erst von ihm abgelassen haben, als dieser schon am Boden lag und Passanten hinzukamen, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

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Die Entziehungsklinik wartet

Das Gericht sei mit dem Urteil der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe gefolgt. Die Verteidigung hatte dagegen auf Freispruch plädiert, wie der Sprecher sagte. Der Richterspruch von Donnerstag sieht nach Angaben des Behördensprechers zudem vor, dass der 25-Jährige wegen Alkoholsucht in einer Entziehungsklinik untergebracht wird. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa)