Heller Stern neben dem Mond? Was der helle Punkt am Himmel wirklich ist

Mond und Venus stehen derzeit am Morgenhimmel nah beeinander und funkeln hell.
Mond und Venus stehen derzeit am Morgenhimmel nah beeinander und funkeln hell.
Foto: Michael Frömmert
  • Mond mit hellem Begleiter am Morgenhimmel
  • Funkelt da ein Stern mit dem Erdtrabanten um die Wette?

Nicht überall ist der Blick an den morgendlichen Himmel in Thüringen derzeit ungetrübt. Aber wer wolkenlose Sicht hat, wird mit einem besonders schönen Anblick für frühes Aufstehen belohnt.

Mond von hellem "Stern" begleitet

Der Mond zeigt sich Anfang des neuen Jahres mit einer schmalen Sichel. Er ist lange Zeit in der Nacht allerdings nicht zu sehen, taucht erst am Morgen über dem Horizont im Südosten auf. Was den Blick gen Himmel derzeit so besonders macht: Ein heller Punkt begleitet den Erdtrabanten auf seiner Bahn.

Venus leuchtet mit dem Mond am Morgenhimmel

Was wie ein leuchtender Stern aussieht, ist in Wirklichkeit ein Planet: die Venus. Von Januar bis Ende Juni ist unser innerer Nachbarplanet am Morgenhimmel vertreten. Danach bleibt die Venus einige Wochen nachts unsichtbar und taucht Ende Oktober am Abendhimmel wieder auf. Ihre Rolle als Abendstern spielt sie dann bis Mai 2020.

Neben Sonne und Mond erscheint die Venus derzeit als hellster Punkt am Himmel über Thüringen. Doch schon jetzt bekommt sie Konkurrenz.

Jupiter erscheint nahe Mond und Venus

Morgens taucht nämlich auch Jupiter knapp über dem Horizont auf, "verfolgt" Mond und Venus förmlich. Noch ist der Riesenplanet deutlich dunkler als die Venus, doch bis zum 10. Juni wird er zum dominierenden Gestirn am Nachthimmel. Er nimmt dann seine kleinste Entfernung zur Erde ein. Es trennen ihn dabei 641 Millionen Kilometer von uns, also mehr als die vierfache Distanz zwischen Erde und Sonne.

Das Licht von Jupiter benötigt zu dieser Zeit 35 Minuten und 38 Sekunden zu uns. Bis Anfang November kann er am Abendhimmel beobachtet werden. Am 27. Dezember steht er dann hinter der Sonne und ist tagsüber nicht mehr zu sehen. (maf, dpa)