Millionen Euro und Kisten: Was Coca-Cola in Weimar plant

Auf dem Gelände von Coca-Cola in Weimar wird sich einiges ändern. (Archivfoto)
Auf dem Gelände von Coca-Cola in Weimar wird sich einiges ändern. (Archivfoto)
Foto: imago/Karina Hessland
  • Coca-Cola bleibt mit Logistik-Standort in Weimar
  • Grundstück an Schwanseestraße hat neuen Besitzer
  • Was jetzt auf dem Coca-Cola-Areal passiert

Fast ein Jahr nachdem Coca-Cola in Weimar die letzte Flasche abgefüllt hat, investiert der Getränkehersteller wieder in seinen Standort in Thüringen. Das Unternehmen kündigte am Dienstag eine Millionen-Summe an – um Millionen von Brause-Kisten in Weimar lagern und umschlagen zu können.

Coca-Cola beendet Produktion in Weimar – und investiert

Im Februar 2018 hatte Coca-Cola die Produktion in der Klassikstadt aufgegeben. Die Entscheidung hatte für Kritik gesorgt, ein Großteil der Mitarbeiter war davon betroffen. Übrig blieb ein Logistik-Standort, nur 31 von 178 Beschäftigten konnten in Weimar bleiben.

Coca-Cola schaute sich danach nach einem neuen Platz für seinen Lager- und Umschlagplatz in Thüringen um. Doch weder ein Neubau, noch andere Objekte hätten den Ansprüchen genügt, heißt es nun. Deshalb bleibt Coca-Cola, wo es vorher schon war: in der Weimarer Schwanseestraße.

Coca-Cola verkauft Gelände in Schwanseestraße in Weimar

Allerdings gehört das Areal seit dem Jahreswechsel nicht mehr dem Softdrink-Giganten aus den USA: Coca-Cola verkaufte das etwa 81.000 Quadratmeter große Grundstück an Investor Udo Pfeifer, der auch als Getränkefachgroßhändler in der Region tätig sein soll. Der Brausehersteller mietet nun wiederum etwa ein Fünftel der Fläche zurück, mehr Platz benötigt der Standort nicht mehr. Für die restlichen Flächen gebe es ebenfalls bereits Interessenten. Wer sich dort künftig einmietet, ist allerdings noch unklar.

Coca-Cola sorgt seit Langem für Kontroversen:

Bauarbeiten rund um Coca-Cola in Weimar

Zunächst soll sich an der Schwanseestraße aber einiges verändern. Gebäude werden abgerissen, Böden und Straßen erneuert. Coca-Cola selbst baut sich außerdem unter anderem eine neue Regal-Anlage ein. Sowohl Grundstückseigentümer Pfeifer als auch der Getränkehersteller wollen nach eigenen Angaben jeweils etwa eine Million Euro in die Hand nehmen.

Coca-Cola geht davon aus, dass in Weimar künftig etwa 2,8 Millionen Kisten umgeschlagen werden. Verantwortlich für den Logistik-Standort soll Doris Grosse sein. Die 58-Jährige kommt aus Weimar und ist bereits seit 23 Jahren bei dem Konzern angestellt. (maf)