Fridays for Future: In Thüringen streiken jetzt auch Eltern mit

Fridays for Future: Weltweit gehen junge Menschen für einen besseren Klimaschutz auf die Straße. In Thüringen stellen sich jetzt auch Eltern und Wissenschaftler hinter den Protest. (Symbolfoto)
Fridays for Future: Weltweit gehen junge Menschen für einen besseren Klimaschutz auf die Straße. In Thüringen stellen sich jetzt auch Eltern und Wissenschaftler hinter den Protest. (Symbolfoto)
Foto: Erwin Scheriau / APA / dpa

Weimar. Die Bewegung "Fridays for Future" bekommt immer mehr Anhänger. In Thüringen schließen sich jetzt auch die ersten Eltern dem Klimastreik der Kinder und Jugendlichen an. Die "Parents for Future" wollen ebenfalls demonstrieren.

In Weimar hat sich in dieser Woche nach eigenen Angaben eine entsprechende Gruppe gegründet. "Inspiriert vom großartigen Engagement Hunderttausender junger Menschen wollen wir uns nun ebenfalls in die Proteste einbringen und uns für mehr Klimaschutz engagieren – lokal wie auch als Forderung an die Politik", heißt es in einer Mitteilung.

"Parents for Future" aus Thüringen engagieren sich für Klima

Die "Parents for Future" wollen den Protest der Schüler so breiter in die Gesellschaft tragen. Die Demos sollen eigene Akzente setzen, der Jugendbewegung aber gleichzeitig auch nichts überstülpen.

Die Gruppe aus Weimar ruft deshalb alle Bürger dazu auf, sich dem Anliegen anzuschließen. Die nächste Demo in der Klassikstadt sei für Freitag, den 29. März, geplant.

Fridays for Future: Forscher aus Jena schließen sich Protest ebenfalls an

Auch Forscher aus Jena haben sich jetzt hinter die internationalen Jugendproteste für mehr Klimaschutz gestellt. "Die jungen Menschen haben recht: Was derzeit getan wird, um die Erderwärmung zu begrenzen und das massenhafte Aussterben von Tier- und Pflanzenarten aufzuhalten, reicht bei Weitem nicht aus", erklärte Jürgen Popp, Leiter des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), in einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung.

Scientists for Future: Forscher schließen sich Klimastreik an

Zugleich schlossen sich die Jenaer Wissenschaftler dem Aufruf der "Scientists for Future" an. Darin unterstützen mehr als 23.000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den unter dem Motto "Fridays for Future" immer freitags stattfindenden Klimastreik.

Wissenschaftler aus Jena sehen Zukunft in Gefahr

Mit der Feinstaubbelastung in der Luft, der Verschmutzung von Böden und Gewässern oder mit der Verbreitung multiresistenter Keime sind die Wissenschaftler des Leibniz-IPHT nach eigenen Angaben in ihrer Arbeit alltäglich konfrontiert. "Wir sehen es als unsere gesellschaftliche Verantwortung, darauf hinzuweisen, welche Folgen es hat, wenn wir uns jetzt nicht konsequent auf Nachhaltigkeit ausrichten", erklärte Popp. Ohne tiefgreifenden Wandel sei die Zukunft der jungen Menschen in Gefahr, warnten die Experten. (maf, dpa)