Bei Buchenwald-Gedenken: Rose beklagt Rechtsruck in Europa

Das Lagertor der KZ-Gedenkstätte Buchenwald.
Das Lagertor der KZ-Gedenkstätte Buchenwald.
Foto: dpa

Weimar. Anlässlich des 74. Jahrestags der Befreiung des NS-Konzentrationslagers Buchenwald hat der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, einen spürbaren Rechtsruck in Europa beklagt.

Antisemitismus und Antiziganismus seien weit verbreitet, sagte Rose am Sonntag bei der Gedenkfeier auf dem Ettersberg nahe Weimar.

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Mit Blick auf die Europawahl am 26. Mai und mögliche Wahlerfolge von Rechtspopulisten sagte er, Europa stehe am Scheideweg.

An der Gedenkfeier nahmen Überlebende aus 19 Ländern teil. Im KZ Buchenwald und seinen Außenlagern wurden rund 56.000 Menschen ermordet oder starben durch Krankheit, Hunger, Zwangsarbeit und medizinische Experimente. Mehr als 8.000 sowjetische Kriegsgefangene wurden erschossen.

Das KZ Buchenwald war eines der größten auf deutschem Boden. (dpa)