Kleine Martha aus Thüringen entführt: Ermittler schnappen in der Nacht zu – in Norwegen

Die Frau, die mit ihrer Tochter aus Weimar verschwunden war, wurde gefunden.
Die Frau, die mit ihrer Tochter aus Weimar verschwunden war, wurde gefunden.
Foto: Polizei

Weimar. Die Suche nach einer Mutter und ihrer Tochter aus Thüringen hat ein Ende gefunden – in Norwegen.

Mutter nimmt Tochter zu Ostern in Weimar mit

Am Ostermontag hatte die 38-Jährige die kleine Martha in Weimar entführt. Die Ermittler sprechen offiziell allerdings nicht von Entführung, sondern von "Entziehung Minderjähriger". Die Mutter hatte nur ein begrenztes Umgangsrecht mit ihrer dreijährigen Tochter.

Großaufgebot sucht nach Martha und ihrer Mutter

Einen begleiteten Osterausflug nutzte die Frau dann, um mit dem Mädchen zu verschwinden. Offenbar nutzte sie einen Gang zur Toilette dafür. Die Flucht sei "geradezu generalstabsmäßig" geplant gewesen, heißt es bei der Polizei. Eine großangelegte Suche begann.

Bei der Fahndung wurden auch Fotos der beiden veröffentlicht, um Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten. Auch bei "Kripo live" im MDR wurde der Fall vorgestellt.

Mutter setzt sich mit Tochter aus Thüringen ins Ausland ab

Schon früh hatte Marthas Vater befürchtet, dass sich die Mutter mit der Tochter ins Ausland absetzen könnte. Und so kam es dann offenbar auch.

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Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurden die Frau und ihr Kind nun in Norwegen gefunden. Spezialisierte Fahnder der Kripo in Jena hätten die Spur bis nach Skandinavien verfolgt.

Festnahme in Norwegen – Behörden nehmen Martha in Obhut

Die Behörden in Norwegen hätten die Dreijährige schließlich in der Nacht zum Dienstag in Obhut genommen, sie sei wohlauf. "Die Mutter wurde zunächst inhaftiert, eine mögliche Auslieferung nach Deutschland wird nun auf justiziellem Weg initiiert", schreibt die Polizei.

Details zu dem Einsatz und dazu, wie genau die Ermittler der 38-Jährigen auf die Spur kamen, nannte die Polizei zunächst nicht. (maf)