Weimar soll "Sicherer Hafen" für Flüchtlinge werden – als zweite Stadt in Thüringen

21 Professoren der Bauhaus-Universität wollen, dass Weimar Flüchtlinge aus Seenot aufnimmt (Symbolbild).
21 Professoren der Bauhaus-Universität wollen, dass Weimar Flüchtlinge aus Seenot aufnimmt (Symbolbild).
Foto: imago images / Müller-Stauffenberg

Weimar. Wird Weimar künftig zu einem "Sicheren Hafen" für Geflüchtete? 21 Professoren der Bauhaus-Universität sind jedenfalls dafür, berichtet die "Thüringer Allgemeine". Sie haben einen Offenen Brief an den Stadtrat geschrieben.

Gerade jetzt, wo die EU die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer eingestellt habe und viele Regierungen die Seenot-Rettung kriminalisierten, wäre das "ein Zeichen der Solidarität und Mitmenschlichkeit", heißt es.

Schon mehr als 90 Städte haben sich inzwischen der Potsdamer Erklärung angeschlossen und gelten als "Sicherer Hafen" – aus Thüringen ist bisher nur Jena dabei.

Sicherer Hafen - was bedeutet das?

  • Die Stadt setzt sich dafür ein, dass Menschen in Seenot auf dem Mittelmeer gerettet werden.
  • Die Stadt erklärt sich bereit, Geflüchtete aufzunehmen, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind.
  • Damit fordert die Stadt, das Völkerrecht einzuhalten und Menschenrechte zu gewährleisten, indem Menschen auf der Flucht Schutz gewährt wird.

Hier findest du noch mehr Infos über die Potsdamer Erklärung der "Städte Sicherer Häfen". Sie solidarisieren sich mit der Initiative "Seebrücke". (ck)

In der ersten Version hieß es, aus Thüringen sei noch keine Stadt dabei. Das war falsch und wurde korrigiert. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.