Rechtsrock in Thüringen: Neonazis wütend! Denn auf diese Sache müssen sie verzichten

Thüringen besteht wieder ein Rechtsrock-Festival bevor. Vorab liefern sich Politik und Veranstalter bereits juristische Scharmützel. (Archivbild)
Thüringen besteht wieder ein Rechtsrock-Festival bevor. Vorab liefern sich Politik und Veranstalter bereits juristische Scharmützel. (Archivbild)
Foto: dpa

Themar. Dass es auf dem geplanten Rechtsrock-Konzert in Themar keinen Alkohol geben wird, hat die Polizei Thüringen bereits klargestellt – und die Neonazis damit offenbar ziemlich wütend gemacht. Doch das ist längst nicht alles, worauf die Veranstalter nicht verzichten wollen.

Gegen das Alkohol-Verbot hat der Veranstalter nun Rechtsmittel beim Oberverwaltungsgericht in Weimar in Thüringen eingelegt.

Doch damit ist der Veranstalter nun gescheitert. Das Oberverwaltungsgericht hält am teilweisen Alkoholverbot fest. Am Freitag darf Leichtbier ausgeschenkt werden, am Samstag gibt es gar keinen Alkohol.

Rechtsrock-Konzert in Thüringen: Rassistische Liedtexte streng verboten

Auch gegen das Verbot von Liedern rassistischen Inhalts klagen die Rechtsrocker. Eine Entscheidung soll in den nächsten Tagen Fallen. Das Rechtsrock-Konzert ist für Freitag und Samstag geplant.

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Die thüringische und die sächsische Landesregierung versuchen unterdessen mit allen Mitteln, gegen die Neonazis vorzugehen. Es sollten "alle Mittel des Rechtsstaates genutzt werden", um den Einfluss der Rechtsextremisten in Deutschland so weit wie möglich einzuschränken.

Thüringen ist Zentrum solcher Veranstaltungen

Die Thüringer Polizei musste in der Vergangenheit immer wieder wegen Rechtsrock-Konzerten ausrücken. Der Freistaat hat sich in Deutschland zu einem Zentrum von Veranstaltungen der rechten Szene entwickelt.

Im vergangenen Jahr hatte es 71 belegbare Konzerte und Liederabende von Rechtsextremen in Thüringen gegeben. (fno)