Weimar: Schüler besuchen ehemaliges KZ Buchenwald – abscheulich, was sie danach machen

Die Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald.
Die Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald.
Foto: dpa

Entsetzliche Vorkommnisse nach einem Schülerbesuch in Weimar!

Eine Schülergruppe aus Hessen war am 15. Oktober zu Besuch in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Buchenwald in Weimar. Auf der Rückfahrt aus Weimar spielten sie im Bus antisemitische Lieder ab. Und sangen auch noch mit.

Die Schulleitung der Theo-Koch-Schule im hessischen Grünberg hat Anzeige gegen drei Schüler erstattet. Es werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen die 14-Jährigen ermittelt, sagte ein Polizeisprecher in Gießen am Montag.

Weimar: Antisemitische Lieder im Bus – Anzeige gegen Schüler

Der Kreis Gießen in Hessen stellte sich in einer Mitteilung an die Seite der Schulleitung. Da es um den Verdacht der Volksverhetzung gehe, sei die richtige Konsequenz gewählt worden, sagten Landrätin Anita Schneider (SPD) und Schuldezernentin Christiane Schmahl laut Mitteilung vom Freitag. Vorkommnisse mit solch strafrechtlicher Relevanz müssten bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden.

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„Hetzerische Lieder und Beleidigungen sind kein Kavaliersdelikt. Den Jugendlichen muss deutlich vor Augen geführt werden, dass wir so etwas in unserem Land nicht dulden“, erklärte der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU).

Ermittlungen laufen

Die Polizei hatte am vergangenen Dienstag die Ermittlungen aufgenommen. Am Montag gab es zunächst keine weiteren Erkenntnisse in dem Fall, wie der Sprecher sagte.

Den Angaben des Landkreises zufolge wurde die Theo-Koch-Schule bereits mehrfach für ihre Arbeit in der Extremismus-Prävention ausgezeichnet. In den neunten Klassen werde seit Jahren ein viermonatiges Projekt zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus durchgeführt.

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Der aktuelle Vorfall verdeutliche die Wichtigkeit von Initiativen gegen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Gewalt in allen Bereichen der Gesellschaft, erklärte die Landrätin. (dpa)