Weimar: Fotos von KZ-Überlebenden verunstaltet – so widerlich nutzen die Täter das Coronavirus für ihren Hass

Die Ausstellung „Die Zeugen“ in Weimar zeigt das Schicksal von 16 Menschen, die die Hölle von Buchenwald überlebt haben. Zwei mal wurde die Ausstellung nun schon Ziel perfider Attacken. (Archivbild)
Die Ausstellung „Die Zeugen“ in Weimar zeigt das Schicksal von 16 Menschen, die die Hölle von Buchenwald überlebt haben. Zwei mal wurde die Ausstellung nun schon Ziel perfider Attacken. (Archivbild)
Foto: imago images / Schöning

Weimar. Erneut haben Unbekannte in Weimar die Foto-Ausstellung der Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald verunstaltet.

Auf den Porträts seien fünf Flugblätter mit Bezug zur derzeitigen Corona-Pandemie angebracht worden, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale auf Anfrage. Der Vorfall in Weimar sei bereits am Donnerstag entdeckt worden, die Flugblätter seien entfernt worden.

Weimar: Polizei ermittelt nach Verunstaltung

Der Organisator der seit etwa einem Jahr gezeigten Freiluftausstellung hatte am Samstag berichtet, dass es schon vor gut einer Woche einen ähnlichen Vorfall gegeben habe.

Dabei seien mehrere Porträts mit Aufklebern mit der Aufschrift „Risikogruppe“ verunstaltet worden. Auch diese wurden entfernt. Die Polizei geht nach Angaben des Sprechers derzeit von einer Ordnungswidrigkeit aus.

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Die Ausstellung „Die Zeugen“ mit 16 Foto-Porträts ehemaliger Gefangener des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar säumt die Straße vom Weimarer Hauptbahnhof bis zum neuen Bauhaus-Museum. Am 11. April hatte sich die Befreiung des KZ durch US-Truppen zum 75. Mal gejährt. (ck)