Weimar: Rassismus-Vorwurf gegen Busfahrer! Betroffene: „diskriminierend und erniedrigend“

In einem Bus in Weimar soll es zu einem rassistischen Vorfall gekommen sein. (Symbolbild)
In einem Bus in Weimar soll es zu einem rassistischen Vorfall gekommen sein. (Symbolbild)
Foto: imago images / Thomas Müller

Weimar. Schockierender Vorfall in Weimar! Ein Busfahrer aus Weimar steht unter dem Verdacht, einer dunkelhäutigen Frau die Weiterfahrt im Bus verwehrt zu haben – obwohl sie eine Fahrkarte hatte.

„Es war diskriminierend und erniedrigend“, schildert die Betroffene die Situation.

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Weimar: Busfahrer verweigert Frau Weiterfahrt

Was genau war in Weimar passiert? Laut Thüringer Allgemeine Zeitung wollte die Frau, die in Erfurt promoviert, Mitte Mai in einen Bus in Weimar steigen – der Busfahrer habe ihr jedoch die Beförderung verweigert.

Sein Grund: Die Frau besaß zwar eine gültige Immatrikulationsbescheinigung, aber nur einen abgelaufene Studentenausweis. Dieser konnte wegen der coronabedingten Schließung der Uni nicht erneuert werden.

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Erst als die Polizei hinzukam und erläuterte, dass die Kombination coronabedingt für die Beförderung ausreiche, durfte die Frau ihre Fahrt fortsetzen. Doch dann kam es noch dicker!

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„Vorfall in höchstem Maße für diskriminierend und erniedrigend“

Statt einer erwarteten Entschuldigung habe die Betroffene eine Woche später dann ein Schreiben der Polizei Weimar erhalten, in dem ihr Hausfriedensbruch vorgeworfen wurde. „Dieser Vorfall war für mich schrecklich, und ich halte ihn in höchstem Maße für diskriminierend und erniedrigend“, schildert die Betroffene gegenüber der Thüringer Allgemeinen.

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Mittlerweile ist das Verfahren gegen die Doktorandin eingestellt worden. Jetzt soll ermittelt werden, ob der Busfahrer rassistisch gehandelt habe – bestätigt sich der Verdacht, sollen Konsequenzen gezogen werden.

Den ganzen Bericht >>> hier in der Thüringer Allgemeine Zeitung. (fno)