Weimar: Familie will sich Eigenheim einrichten – dann schlägt das Schicksal gnadenlos zu

Innerhalb weniger Monate ist das Leben der kleinen Familie aus Weimar auf den Kopf gestellt worden.
Innerhalb weniger Monate ist das Leben der kleinen Familie aus Weimar auf den Kopf gestellt worden.
Foto: Julia Hartmann

Weimar. Es ist eine herzzerreißende Wendung des Schicksals, das Familie Hartmann gerade durchlebt. Freud und Leid liegen in der vergangenen Zeit nah beieinander.

Vergangenes Jahr im August erfüllt sich die kleine Familie den Eigenheim-Wunsch in Weimar.

Dann folgt die tragische Wendung: „Nur 2 Wochen nach dem Einzug erhielt mein Mann die niederschmetternde Diagnose Hirntumor“, berichtet Julia Hartmann. „Unsere Welt liegt seitdem in Scherben.“

Weimar: Diagnose Gehirntumor – Familie kämpft mit dem Schicksal

Die 32-Jährige schildert: „Der Tumor war sehr groß und konnte nur teilweise entfernt werden, sodass sich ein Großteil des Tumors noch in seinem Kopf befindet. Er leidet an epileptischen Anfällen und durch Chemotherapie und Bestrahlung konnte sein Zustand nicht wirklich verbessert werden.“

Zuvor war ihr gleichaltriger Ehemann Robert Ziege als Handwerker tätig. Er wollte das kleine Häuschen in Weimar selbst ausbauen – dies ist nun nicht mehr möglich. „Mein Mann wird nun EU-Rentner“, stellt sie resigniert fest.

„Unsere Tochter hat kein eigenes Kinderzimmer und wir auch kein eigenes Schlafzimmer. Wir schlafen gemeinsam im Dachgeschoss des 83 Quadratmeter großen Hauses“, schildert Julia.Tochter Ruby ist gerade einmal vier Jahre alt, sie braucht ihr eigenes Reich, um sich zu entfalten.

Und auch Robert braucht Ruhe, um sich von der erschöpfenden Behandlung zu erholen.

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Welle der Solidarität für die Familie

An einen Umbau war vorerst nicht zu denken: „Mit unseren beiden Gehältern, wäre es uns möglich gewesen etwas anzusparen. Doch seines bricht uns nun weg und ich kann es allein einfach nicht stemmen.“ Bis jetzt.

Denn Julia startete eine Spendenaktion für ihre eigenen Familie. „Ich bitte sie alle um Hilfe, hoffe auf gute Seelen, die uns unterstützen können. Ich bin für jeden Cent, der uns zugute kommen könnte, dankbar“, schreibt sie auf der Spenden-Plattform. „Damit wir die Zeit, die uns mit unserem lieben Mann und Vater noch bleibt, genießen können.“

Ihrem Hilferuf folgen hunderte Menschen. Bisher sind über 17.000 Euro zusammengekommen. 30.000 Euro braucht die Familie, damit der Architekt Ende Oktober einen Bauauftrag stellen kann.

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