Weimar: Mann vergewaltigt 13-Jährige im Zug – jetzt ist das Urteil gefallen

In Weimar ist das Urteil zu einem Vergewaltigungsfall gesprochen worden. (Symbolfoto)
In Weimar ist das Urteil zu einem Vergewaltigungsfall gesprochen worden. (Symbolfoto)
Foto: IMAGO / U. J. Alexander

Weimar. Jetzt schmort er im Knast!

Ein brutaler Vergewaltigungsfall hatte im Februar 2020 bundesweit für Entsetzen gesorgt. Eine 13-Jährige wurde auf der Zugfahrt vom Berkaer Bahnhof nach Kranichfeld schwer missbraucht und vergewaltigt. Der Täter: Chris P. (33).

Das Amtsgericht Weimar hat ihn jetzt zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt.

Weimar: Mann vergewaltigt 13-Jährige im Zug – über drei Jahre Knast

Der schreckliche Fall hat sich am 15. Februar 2020 in einem Zug der Ilmtalbahn ereignet. Nach Ansicht des Gerichts hatte P. die Jugendliche sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt vergewaltigt.

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Kindesmissbrauch in Deutschland:

  • eine systematische Erfassung der Fälle ist nicht existent, die WHO schätzt für Deutschland eine Million Betroffene
  • laut Polizeistatistik findet sexueller Missbrauch zu 92 Prozent im Alter von 6 und 14 Jahren statt, die übrigen Opfer sind Kinder bis 6 Jahre
  • Von den Tatverdächtigen sind 8 Prozent Kinder und 21 Prozent Jugendliche
  • 2019 sind in Deutschland 15.701 Kinder als Opfer polizeilich erfasst worden
  • das Bundeskriminalamt schätzt, dass nur jeder 15. Missbrauch angezeigt, und davon wiederum nur jeder fünfte Fall verhandelt wird
  • Mädchen sind etwa drei- bis viermal häufiger betroffen als Jungen

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Laut den Ermittlungen der Polizei hatte sich der Horror 40 Minuten lang im hinteren Teil des Zuges ereignet – andere Fahrgäste und der Lokführer hatten nichts davon bemerkt.

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Weimar: Verurteilter war polizeilich bekannt

P. hatte u.a. auch wegen vorsätzlichem Fahren ohne Fahrerlaubnis im betrunkenen Zustand und eines verbotenen Fahrzeugrennens vor Gericht gestanden. Einige Anklagepunkte sind fallengelassen worden. Der Täter ist durch Zeugenaussagen identifiziert und im April 2021 festgenommen worden. Er hatte sich am Berkaer Bahnhof in einer als aggressiv beschriebenen Gruppe aufgehalten, ist bereits durch Diebstahl- und Drogendelikte polizeilich bekannt.

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Der Vergewaltigungsfall ist vor dem Jugendschöffengericht als Jugendschutzgericht verhandelt worden, weil das Opfer aussagen musste. P. hatte auch am selben Tag sein Glied in einem Bus entblößt und einen Zeugen, der ihn darauf angesprochen hatte, beleidigt und geschlagen. (mg)