Ostsee: Seeadler aus Schlamm gerettet

Ein Mann rettet einen Seeadler, der im Schlamm feststeckt, in der Nähe des Naturreservats Karsiborskie Ferns auf Usedom Swinemünde. Der Retter hatte auch mit dem Schlamm zu kämpfen.
Ein Mann rettet einen Seeadler, der im Schlamm feststeckt, in der Nähe des Naturreservats Karsiborskie Ferns auf Usedom Swinemünde. Der Retter hatte auch mit dem Schlamm zu kämpfen.
Foto: dpa

Tierschützer haben in einer langwierigen Aktion an der polnischen Ostsee einen Seeadler aus dem Schlamm gerettet. Der Greifvogel war in der Nähe der Stadt Swinoujscie (Swinemünde) steckengeblieben und aus eigener Kraft nicht mehr freigekommen, wie der Rundfunksender Radio Szczecin am Mittwoch berichtete. Die Helfer brauchten demnach mehrere Anläufe, um durch den dichten Matsch zu dem Vogel vorzudringen. Schließlich zog einer der Retter das Tier fest umklammert an Land. Dabei sei er mit einem Seil gesichert worden. Bei der Befreiungsaktion sei der Mann von dem verschreckten Seeadler leicht an Hand und Fuß verletzt worden.

Das verklebte Gefieder des Seeadlers wurde anschließend mit Wasser sauber gewaschen. Der Vogel werde in einem nahegelegenen Nationalpark freigelassen.

Der Seeadler gilt als größter Greifvogel Mitteleuropas. Er erreicht eine Flügelspannweite von 2,00 bis 2,45 Metern und kann bis zu 92 Zentimeter lang werden. Die Vögel fressen vor allem in der Brutzeit am liebsten Fisch, außerdem Wasservögel und kleine Säugetiere. Ihr Hauptverbreitungsgebiet in Mitteleuropa ist Nordostdeutschland und Polen.