Augmented Reality: Snapchat veröffentlicht neue 3D-Filter

Snapchat hat sein neues Feature „New World Lenses“ am Dienstag veröffentlicht.
Snapchat hat sein neues Feature „New World Lenses“ am Dienstag veröffentlicht.
Foto: Patrick Seeger/dpa
  • Snapchat stelltt Augmented-Reality-Funktion „New World Lenses“ vor
  • Nutzer können 3D-Objekte in reale Welt holen
  • Auch Konkurrent Facebook testet die Funktion

Hasenohren oder Blumenkränze – mit „Snapchat-Lenses“ können Nutzer bereits seit fast zwei Jahren ihre Umgebung verändern. Nun hat Snapchat ein neues Update bereitgestellt, das 3D-Objekte in die reale Welt holt.

Das US-Unternehmen stellte die Augmented-Reality-Funktion „New World Lenses“ am Dienstag vor. Mit den verschiedenen Filtern können User 3D-Objekte wie Regenbogen, Wolken oder Figuren in ihren Fotos oder Videos platzieren und um sie herumgehen. So verschmelzen Realität und virtuelle Welt.

Wahl zwischen verschiedenen Avataren

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Um einen 3D-Filter zu aktivieren, muss der Nutzer auf den Screen der Hauptkamera tippen. Das 3D-Objekt kann durch Drücken und Halten je nach Wunsch im Raum platziert werden. Tippt der User das Objekt an, kann er auch andere Avatare auswählen.

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Facebook testet auch Augmented Reality

Die Veröffentlichung des neuen Snapchat-Updates am Dienstagabend war kein Zufall. So gab zeitgleich Konkurrent Facebook seine Augmented-Reality-Pläne auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz F8 bekannt. Das Unternehmen plant eine Plattform, mit der auf einem Smartphone-Bildschirm virtuelle Objekte in die Darstellung realer Umgebungen integriert werden können.

Der Konkurrenzkampf spitzt sich zu – und für Snapchat wird es immer enger. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Stories-Funktion von Instagram mehr tägliche Nutzer als Snapchat hat. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte sich bei dem Feature klar bei Snapchat inspirieren lassen.

Snapchat-Gründer im Shitstorm

Aber Snapchat-Gründer Evan Spiegel hat nicht nur mit der Konkurrenz zu tun. Der Unternehmer kämpft auch mit großen Image-Problemen. So soll sich Spiegel abfällig über ärmere Länder geäußert und in einer Besprechung gesagt haben: „Diese App ist nur etwas für reiche Leute. Ich will nicht in arme Ländern wie Indien und Spanien expandieren.“ Die Bemerkung kam nun in Folge eines Rechtsstreits mit einem ehemaligen Manager an die Öffentlichkeit, wie das US-Magazin „Variety“ zuerst berichtete.

Evan Spiegel weist die Vorwürfe zurück. Trotzdem sammelt die App vor allem in Indien nun unzählige negative Bemerkungen im App-Store. Auf Twitter gibt es unter den Hashtags #UninstallSnapchat und #BoycottSnapchat böse Kommentare.

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