Fernsehserie

„Babylon Berlin“: Teuerste Serie deutscher TV-Historie geht an den Start

"Babylon Berlin" - Der Trailer zur neuen Tom-Tykwer-Serie

"Babylon Berlin" wird schon vor der Erstausstrahlung am 13. Oktober hochgelobt. Wir zeigen den ersten Trailer zur neuen TV-Serie von Star-Regisseur Tom Tykwer.

"Babylon Berlin" wird schon vor der Erstausstrahlung am 13. Oktober hochgelobt. Wir zeigen den ersten Trailer zur neuen TV-Serie von Star-Regisseur Tom Tykwer.

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Mitte Oktober startet mit „Babylon Berlin“ eines der ambitioniertesten Projekte der deutschen Film-Geschichte. Was darf man erwarten?

Berlin.  Für deutsche Serienfans klingt beinahe alles, was es an Nachrichten über „Babylon Berlin“ zu lesen gibt, wie ein großes Versprechen. Die Produktion werde die „Serienlandschaft auf dem TV-Markt verändern“, sie begeistere auf „höchstem internationalen Niveau“, versprechen etwa Sender-Chefs vom Pay-TV-Anbieter Sky. Dort feiert das neueste Werk von Star-Regisseur Tom Tykwer am 13. Oktober (20.15 Uhr) Premiere, bevor es 2018 in der ARD zu sehen ist. Wir zeigen, was die Zuschauer erwartet:

Um was geht es?

Die Szenerie ist düster und glamourös zugleich – Berlin im Jahr 1929. Kunst und Kultur feiern „Goldene Jahre“. Exzessive Partys gehören aber genauso zur Hauptstadt wie Armut und politische Unruhe. Die Weimarer Republik zerfällt allmählich, der Nationalsozialismus keimt auf. Vieles ist im Wandel, unruhig, unsicher.

Mitten in dieses spannungsgeladene Mischmasch kommt Gereon Rath (gespielt von Volker Bruch). Ein Kommissar, der auf den Spuren eines Erpressungsfalls von Köln nach Berlin findet. Mit Stenotypistin Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) und seinem Partner Bruno Wolter (Peter Kurth) kommt er einem Pornoring auf die Schliche. Alle glauben zunächst an eine rasche Lösung des Falls – und täuschen sich kolossal.

Die Ermittler bekommen es mit der Unterwelt und ihren Verstrickungen in die (scheinbar) gesetzestreue Gesellschaft zu tun. Korruption, Prostitution, Drogen- und Waffenhandel. Ein Blick in die Abgründe einer sündigen Metropole.

Erste Bilder der Serie „Babylon Berlin“

Welche Schauspieler sind dabei?

Volker Bruch (37) als Gereon Rath und Liv Lisa Fries (26) als Charlotte Ritter spielen die Hauptrollen. Bruch wirkte unter anderem in den deutschen wie Produktionen „Der Rote Baron“, „Der Baader Meinhof Komplex“ und „Der Vorleser“ mit, er war auch schon einige Male im „Tatort“ zu sehen.

Auch Fries war bereits in mehreren TV- und Kino-Produktionen zu sehen. Unter anderem wurde sie 2015 mit dem Preis der deutschen Filmkritik als beste Darstellerin (in „Staudamm“ und „Und morgen Mittag bin ich tot“) ausgezeichnet.

Zum weiteren Ensemble gehören unter anderem Matthias Brandt, Peter Kurth, Hannah Herzsprung, Benno Fürmann und Lars Eidinger.

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Wer sind die Macher der Serie?

Für Regie und Drehbuch sind Tom Tykwer, (52) Henk Handloegten (49) und Achim von Borries (48) verantwortlich. Für den mehrfach auszeichneten Tom Tykwer („Lola rennt“, „Das Parfüm“, „Cloud Atlas“) ist es das erste große Serienprojekt, nachdem er in der von den Wachowskis konzipierte Netflix-Serie „Sense 8“ zwischen 2015 und 2017 bei drei Folgen Regie führte.

Von Borries und Handloegten arbeiteten schön öfter zusammen an Drehbüchern – so zum Beispiel für den Kinofilm „Good Bye, Lenin!“ oder die TV-Produktion „Sechzehneichen“. Auch mehrere „Tatort“-Folgen gehen auf die beiden zurück.

Warum sind die Erwartungen an die Serie zu hoch?

Schon vor der TV-Premiere konnten die Macher die erste Auszeichnung für die Serie entgegennehmen: Anfang April räumte „Babylon Berlin“ auf der MIPTV (Marché International des Programmes de Television) in Cannes, einer der wichtigsten TV-Messen der Welt, den Grand Jury Prize in der Kategorie „Work in Progress“ ab.

Ebenso spricht das rege Interesse aus dem Ausland für die Qualität der Serie: Netflix hat sich die Rechte an der Serie für die Ausstrahlung in den USA gesichert. Außerdem gab es Käufer aus Spanien, Belgien, Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island. In Großbritannien und Italien wird die Serie ebenfalls von Sky gezeigt.

Außerdem sollen die ersten zwei Staffeln – so der Mediendienst „dwdl.de“ – bis zu 40 Millionen Euro gekostet haben – für deutsche Verhältnisse ein riesiges Budget.

Was erwartet Kenner der Roman-Vorlage?

„Babylon Berlin“ basiert auf der Geschichte des Romans „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher (54). Das Buch erschien im Jahr 2008, für spätere Teile der folgenden Krimi-Reihe wurde Kutscher mehrfach ausgezeichnet.

Tom Tykwer sagt über die Romanvorlage: „Ich habe mich noch nie einem Roman so verpflichtet gefühlt und habe ihn gleichzeitig so hinter mir gelassen.“ Bedeutet: Kutschers Buch wurde laut Tykwer immer als „Basis-Matrix“ herangezogen, aber auch weiter gedacht.

Ursprünglich sollte die Roman-Serie 1936 enden, mit einem Kriminalfall vor dem Hintergrund der Olympischen Spiele in Berlin. Inzwischen will Kutscher aber weitergehen: „Weil das ein zu harmloses Jahr wäre, um aus der Serie auszusteigen.“ Protagonist Gereon Rath werde 1936 aber den Polizeidienst verlassen, weil die Arbeit der Kriminalpolizei immer stärker von Himmlers SS kontrolliert wird. Angedacht ist, dass Rath im Jahr 1938 noch einen Fall als Privatmann löst. Danach ist Schluss. „Da werde ich auch nicht mit mir reden lassen“, so Kutscher.

So oder so: Für weitere Staffeln „Babylon Berlin“ bliebe also noch Stoff in Hülle und Fülle. Schließlich sind schon jetzt sechs Romane mit Gereon Rath erschienen – und als Vorlage für die ersten zwei Staffeln diente nur der erste.

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Was sagt der Schöpfer der Geschichte zur Verfilmung?

Volker Kutscher zeigte sich nach einem ersten Blick in die fertige Produktion durchaus angetan von der Verfilmung seiner Arbeit. „Die Serie zieht einen total in diese Welt hinein. Man hat das Gefühl, im alten Berlin auf der Straße zu sein, man hört den Verkehr und spürt die Atmosphäre. Wirklich toll“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Auch die zusätzlichen, von seiner Vorlage unabhängigen Handlungsstränge kann er gut akzeptieren. „Es sind zwar nicht mehr ganz meine Figuren, aber es ist alles plausibel.“

Wo wurde gedreht?

An den 180 Drehtagen wurde an 300 verschiedenen Drehorten gefilmt. Neben Originalschauplätzen wie dem Alexanderplatz, dem Roten Rathaus, dem Rathaus Schöneberg und der U-Bahn in Berlin diente auch eine extra dafür gebaute, neue Außenkulisse im Studio Babelsberg als Kulisse – die „Neue Berliner Straße“.

70 Leute kümmerten sich um Szenenbild, Ausstattung und Requisite – bei einem normalen „Tatort“ sind es drei.

Wann und wo kann man die Serie sehen?

Die Erstausstrahlung ist am Freitag, 13. Oktober, auf Sky1. Die Folgen sind zeitgleich auch auf den Online-Angeboten von Sky (Sky Ticket, Sky Go und Sky On Demand) auf Abruf zu sehen. Im Herbst 2018 läuft die Serie in der ARD an. Zunächst wurden zwei Staffeln mit je acht Folgen gedreht. Eine Folge wird 45 Minuten dauern.

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