Bundestagswahl

So funktioniert die Bundestagswahl 2017: Das Überhangmandat

Wegen Corona: Die teuerste Bundestagswahl überhaupt

Wegen Corona: Die teuerste Bundestagswahl überhaupt

Die Kosten für eine Bundestagswahl knacken erstmals die 100-Millionen-Euro-Marke. Ein Grund für die Kosten sei vor allem, die vielen Briefwähler die erwartet werden - besonders wegen der Pandemie.

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Im September wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Wie viele Abgeordnete in diesen einziehen hängt auch von den Überhangmandaten ab.
Berlin. 
  • Bei der Bundestagswahl im September entscheiden die Wahlberechtigten in Deutschland über die Zusammensetzung des Bundestags
  • Dabei ziehen Abgeordnete ja nach Stimmenanteil ihrer Partei in das Parlament ein
  • Verkompliziert wird dieser Prozess durch sogenannte Überhangmandate – wir erklären, wie sie funktionieren

Rund um die Bundestagswahl ist alle vier Jahre aufs Neue die Rede von Überhangmandaten. Auch 2021 werden sie Einfluss auf die Sitzverteilung im Parlament haben – und so letzten Endes vielleicht Mehrheiten ermöglichen oder verhindern. Doch was genau sind Überhangmandate eigentlich?

Bundestagswahl 2021: Zwei Stimmen pro Wähler

Um das zu verstehen, ist zunächst ein Blick auf nötig. In dem hat jede Wählerin und jeder Wähler zwei Stimmen. wählt er oder sie einen Kandidaten oder eine Kandidatin, der oder die sich um ein Direktmandat für den Bundestag bewirbt. Wer innerhalb die meisten Stimmen erzielt, zieht für diesen Wahlkreis in das Parlament ein.

Die Zweitstimme wird dagegen an eine Partei vergeben. Je nach bundesweiter Verteilung der Zweitstimmen auf die Parteien erhalten diese Sitze im Parlament. Diese Sitze werden zunächst an die direkt gewählten Wahlkreiskandidaten vergeben und danach gegebenenfalls mit Listenkandidaten aufgefüllt.

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Überhangmandate für direkt gewählte Abgeordnete

Sollte eine Partei allerdings mehr Direktmandate erhalten, als ihr gemäß dem Verhältnis der Zweitstimmen Sitze im Bundestag zustehen würden, kommen die Überhangmandate ins Spiel. Denn jeder direkt gewählte Kandidat darf ins Parlament einziehen – falls nötig auch mehr als der Partei laut Zweitstimmen zustehen würden. Diese zusätzlichen Plätze im Bundestag bezeichnet man als Überhangmandate.

Damit die anderen Parteien durch diese nicht benachteiligt werden, erhalten sie ebenfalls mehr Plätze im Parlament, bis die Sitzverteilung dem Verhältnis der Zweitstimmen entspricht. Diese weiteren Plätze werden Ausgleichsmandate genannt.

Bundestagswahl 2021: Diese drei wollen ins Kanzleramt

  • Ministerpräsident aus NRW:
  • Aus der Opposition:
  • Finanzminister im Bund:

Überhangmandate vergrößern den Bundestag

Die zusätzlichen Sitze im Parlament führen dazu, dass der Bundestag immer weiter anwächst. Eigentlich besteht er aus 598 Abgeordneten. Doch durch die Ausgleichs- und Überhangmandate ist er in der aktuellen Wahlperiode auf 709 Sitze angewachsen. Um dem entgegenzuwirken, plant die Bundesregierung .