Ausbruch

Straftäter fliehen mithilfe von Bettlaken aus Psychiatrie

Durch dieses Loch an der Außenfassade sind die drei Straftäter ausgebrochen.
Durch dieses Loch an der Außenfassade sind die drei Straftäter ausgebrochen.
Foto: Thomas Warnack / dpa
  • In Baden-Württemberg sind drei Straftäter aus der Psychiatrie geflohen
  • Ihnen gelang die Flucht mithilfe eines selbstgebauten Rammbocks aus Bettenholz
  • Aus einem Loch im zweiten Stock seilten sich die Männer ab

Zwiefalten.  Die Kreativität dreier freiheitsliebender Straftäter im baden-württembergischen Zwiefalten kannte bei ihrem Ausbruch keine Grenzen: Mit verknoteten Bettlaken und einem selbstgebauten Rammbock aus Betten sind die Männer aus einer forensischen Psychiatrie geflohen.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, waren die Männer im Alter von 30, 32 und 38 Jahren am Samstagabend aus dem zweiten Stock der Anstalt in Zwiefalten in Baden-Württemberg ausgebrochen.

Straftäter vermutlich schon über alle Berge

Sie hatten sich aus Bettkastenholz einen Rammbock gezimmert und damit die alte Außenwand aus Ziegelsteinen durchbrochen. Anschließend seilten sie sich mit einer Kette aus verknoteten Bettlaken aus dem zweiten Stock ab. Wie „Bild.de“ berichtete, sei die Flucht nur durch Zufall bemerkt worden: Bei der Aktion sei es zu einem Schaden an der Heizung gekommen, woraufhin der Rauchmelder ausgelöst wurde.

„Die Flüchtigen haben kein Interesse, in der Bevölkerung aufzufallen und wollen weiterhin unerkannt flüchten“, vermutete ein Sprecher der Polizei. Die Männer hielten sich vermutlich schon nicht mehr im direkten Umfeld von Zwiefalten auf.

Noch in der Nacht eingeleitete Fahndungsmaßnahmen mit zahlreichen Streifenwagen, bei der auch Personenspürhunde und ein Polizeihubschrauber eingesetzt worden sind, verliefen bislang erfolglos. Die drei Flüchtigen hatten sich zur Behandlung ihrer Drogenabhängigkeit in der Klinik aufgehalten und zum Teil noch mehrjährige Haftstrafen wegen Raubdelikten abzusitzen. (dpa)