#MeToo

Staatsanwalt: Weinsteins Firma duldete sexuelle Übergriffe

Harvey Weinstein. Gegen seine Weinstein Company hat die Staatsanwaltschaft Klage eingereicht.
Harvey Weinstein. Gegen seine Weinstein Company hat die Staatsanwaltschaft Klage eingereicht.
Foto: Andrew Kelly / REUTERS
Die Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen die Weinstein Company. Die Führung habe von Harvey Weinsteins Verhalten gewusst.

New York.  Die mutmaßlichen sexuellen Übergriffe des US-Filmproduzenten Harvey Weinstein sind in seinem früheren Unternehmen nach Angaben der Staatsanwaltschaft über Jahre wissentlich hingenommen und in obersten Etagen unterstützt worden.

„Die Führung der Weinstein Company war mitschuldig am Verhalten Harvey Weinsteins. Sie wussten, was vor sich geht. Und sie wussten, wie verbreitet es war. Trotzdem taten sie nichts“, sagte der New Yorker Staatsanwalt Eric Schneiderman am Montag. Geschäftsführung und Vorstand seien nach Dutzenden von Vorwürfen rechtlich dazu verpflichtet gewesen, das Verhalten zu stoppen. Untersucht wurden die Vorwurfe ihm zufolge jedoch nie.

Weinstein Company soll verkauft werden

Schneiderman hatte am Sonntag Zivilklage gegen die Weinstein Company eingereicht

und einen bevorstehenden Verkauf der Firma an eine Investorengruppe in letzter Minute verhindert. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ wollte die Gruppe hinter Unternehmerin Maria Contreras-Sweet 500 Millionen Dollar (407 Mio Euro) zahlen.

Es habe bislang keinen Deal gegeben, der den rechtlichen Anforderungen genügt hätte, sagte Schneiderman. „Jeder Kauf von Unternehmensanteilen muss erst sicherstellen, dass Opfer angemessen entschädigt werden.“ Zudem müssten Mitarbeiter künftig vor vergleichbarem Verhalten geschützt werden. Das sei bei dem vorliegenden Angebot nicht der Fall gewesen.

Die Weinstein-Enthüllungen im vergangenen Herbst hatten die #MeToo-Lawine ins Rollen gebracht – eine weltweite Bewegung, bei der Hunderttausende Betroffene über eigene Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen berichten und Missbrauchsvorwürfe öffentlich machen. (dpa)

Sexismus-Debatte: Das sagen die deutschen Promis über ihre Branche

Harvey Weinstein, Kevin Spacey – ein Sexismus-Skandal erschüttert gerade die Entertainment-Branche in Hollywood. Doch wie sieht es in Deutschland aus? Redakteurin Johanna Rüdiger das deutsche Promis wie Rebecca Mir, Til Schweiger und Barbara Meier gefragt.
Sexismus-Debatte: Das sagen die deutschen Promis über ihre Branche


Jagd

Nähe Krüger-Nationalpark – Rudel Löwen frisst Wilderer auf

Körperteile von Löwen werden in Teilen Afrikas in der traditionellen Medizin verwendet.
Körperteile von Löwen werden in Teilen Afrikas in der traditionellen Medizin verwendet.
Foto: Mohamed Messara / dpa
In Südafrika wollte ein Mann anscheinend illegal auf Löwenjagd gehen. Er wurde von den Tieren zerfleischt – es blieb fast nichts übrig.
Mehr lesen