Datenskandal

Facebook-Chef ist wohl bereit, im EU-Parlament auszusagen

Mark Zuckerberg bei seinem Auftritt vor dem US-Kongress am 10. April.
Mark Zuckerberg bei seinem Auftritt vor dem US-Kongress am 10. April.
Foto: Aaron Bernstein / REUTERS
Mark Zuckerberg hat sich mehr oder weniger ausführlich im US-Kongress erklärt. Nun soll er zum Datenskandal auch in Brüssel aussagen.

Brüssel.  Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich wohl bereit erklärt, im Datenskandal um die Firma Cambridge Analytica persönlich im EU-Parlament auszusagen. EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani sagte, dass der Termin möglicherweise schon in der kommenden Woche in Brüssel stattfinden könnte.

„Unsere Bürger verdienen eine volle und detaillierte Erklärung“, teilte Tajani auf Twitter mit. Zuckerberg solle unter anderem Vorsitzende der EU-Parlamentsfraktionen treffen. Das Europaparlament hatte wochenlang versucht, Zuckerberg zu einer Aussage zu bewegen.

Mark Zuckerberg hat bereits in US-Kongress ausgesagt

Zuckerberg hatte demnach zunächst versucht, seinen Vize-Chef für Öffentlichkeitsarbeit, Joel Kaplan, vorzuschicken. Tajani betonte, das Parlament vertrete mehr als 500 Millionen Bürger und sei bei der Gesetzgebung im weltweit stärksten Wirtschaftsraum ein Hauptentscheidungsträger. Im US-Kongress hatte Zuckerberg bereits ausgesagt .

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Im Skandal um Facebook und Cambridge Analytica könnten nach Einschätzung von Facebook die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit betroffen sein – unter ihnen sollen auch 2,7 Millionen EU-Bürger sein. Ob auch Ihre Daten an Cambridge Analytica geflossen sind, können Sie unter diesem Link testen .

Der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber (CSU), begrüßte Zuckerbergs Zusage und führte sie darauf zurück, „dass viele Europapolitiker sie geschlossen eingefordert hätten. „Wir werden Klartext reden, weil Facebook in Europa mehr Konsumenten hat als in den Vereinigten Staaten von Amerika und wir werden klar einfordern, dass die Regeln, die wir jetzt aktuell in Europa umsetzen, die Datenschutzvorgaben, auch von Facebook zu 100 Prozent angewandt werden“, sagte Weber der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Sofia. „Darauf brauchen wir klare Antworten von Zuckerberg.“ (dpa)

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