Kettenbrief

„Martinelli-Virus“: WhatsApp-Kettenbrief ist wieder zurück

WhatsApp ist der am weitesten verbreitete Messenger in Deutschland. Die App bietet zahlreiche Funktionen. Wir stellen die sechs wichtigsten vor.

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WhatsApp-Nutzer sind erneut genervt von einem Kettenbrief. In ihm ist vom "Martinelli-Virus" die Rede. Doch den gibt es gar nicht.

Berlin.  Ein alter Bekannter macht mal wieder die Runde auf WhatsApp: „Martinelli“, ein angeblicher Virus, der Smartphones hacke. Schon wieder erhalten Nutzer Warnungen. Dabei gibt es gar keinen Grund zur Sorge.

Denn wie das Aufklärungsportal „Mimikama“ bereits mehrfach berichtete - zuletzt im Juni 2018, handele es sich keineswegs um einen Virus, sondern schlicht um einen nervigen Kettenbrief. Oder genauer: die Kombination aus zwei Kettenbriefen.

Darin heißt es: „Morgen soll ein Video auf WhatsApp kommen, genannt martinelli. Bitte nicht öffnen. Er hackt Dein Telefon und kann nicht mehr repariert werden. Auch WhatsApp Gold Updates nicht anklicken. Kam gerade in den Nachrichten und wird als sehr ernst eingeschätzt. Bitte weiterleiten.“

Doch laut „Mimikama“ gibt es weder einen Virus noch Updates zu WhatsApp Gold. Wer eine solche Warnung erhalte, solle die Nachricht nicht weiterleiten und den Absender darüber informieren, dass er einem Fake aufgesessen sei.

Die „Martinelli“-Falschmeldungen waren demnach im April 2018 zunächst millionenfach in Spanien, Italien und Großbritannien in Umlauf gebracht worden. Eine deutsche Übersetzung wurde dann auch hierzulande geteilt.

Noch älter ist sogar der Kettenbrief zum angeblichen WhatsApp-Gold-Update, wie ebenfalls „Mimikama“ berichtet. Zwar habe im Sommer 2015 tatsächlich die Gefahr einer Fake-Version von WhatsApp bestanden, die mit vermeintlichen Premium-Features wie Video-Chats oder selbst löschenden Nachrichten warb. Doch das sei nicht mehr aktuell. Stattdessen habe die Warnung ein Eigenleben als Kettenbrief entwickelt.

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(cho)