Weltmeisterschaft

WM 2018: Zwei Todesfälle bei Siegesfeiern in Frankreich

Auf den Champs-Élysées liefen die Feiern nach Frankreich WM-Sieg aus dem Ruder.
Auf den Champs-Élysées liefen die Feiern nach Frankreich WM-Sieg aus dem Ruder.
Foto: Thibault Camus / dpa
Frankreich hat das WM-Finale gewonnen, aber einige Fans haben daraufhin wohl die Nerven verloren. In Paris gab es Ausschreitungen.

Paris.  Nach dem gewonnen WM-Endspiel gegen Kroatien (4:2) haben die Franzosen allen Grund zum Feiern. Doch die Feiern nach dem Finalsieg produzierten auch negative Schlagzeilen. Zwei Fans kamen ums Leben

Im südöstlichen Annecy brach sich ein 50-jähriger Mann nach Polizeiangaben das Genick, als er nach dem Schlusspfiff von Moskau in einen flachen Kanal sprang. In Saint-Felix in Nordfrankreich feierte ein Mann in den Dreißigern in seinem Auto hinterm Steuer und raste kurz nach dem 4:2 gegen Kroatien in einen Baum.

Ausschreitungen in Paris und Marseille

Auf den Champs-Élysées in Paris haben es allerdings einige Fans übertrieben; Die Polizei musste einschreiten.

Nach Zusammenstößen einzelner Fans mit der Polizei reagierten die Beamten mit Tränengasbeschuss und räumten den Pariser Prachtboulevard. Zuvor war dort Unruhe aufgekommen.

Steine und andere Geschosse wurden auf Sicherheitskräfte geschleudert, Geschäfte wurden beschädigt. Dem Sender BFM TV zufolge wurden auch in Lyon geringere Ausschreitungen gemeldet.

Emmanuel Macron jubelte im WM-Finale

Nach dem 4:2-Sieg der Franzosen gegen Kroatien in Moskau versammelten sich Tausende Menschen auf den Champs-Élysées. Im ganzen Land waren aus Anlass des Nationalfeiertags am Samstag und des WM-Finales am Sonntag rund 110.000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

Frankreichs Präsident Macron zeigte im Stadion in Russland im übrigen, wie man den WM-Sieg ausgelassen feiern kann, ohne jemanden zu verletzen oder einen Polizeieinsatz zu provozieren. Emmanuel Macron war noch während des Spiels auf der Tribüne aufgesprungen und hatte die Arme in die Luft gerissen. Ein Foto seines Jubels ist seitdem zu einem viralen Thema im Internet geworden. (rtr/SID)