Rente, Whatsapp, Fahrverbote: Diese Änderungen gibt es ab 2019

Der 1. Januar 2019 bringt einige Veränderungen mit sich.
Der 1. Januar 2019 bringt einige Veränderungen mit sich.
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  • 2019 ändert sich für Vebraucher vieles
  • Ob Kindergeld, Rente oder Whatsapp-Werbung und Krankenversicherung
  • Das sind die wichtigsten Veränderungen, die 2019 auf dich zukommen

2019 ändert sich so einiges: Das neue Jahr steht vor der Tür, damit ändern sich auch viele Gesetze und andere Gewohnheiten für die Deutschen. Als Verbraucher kannst du dich auf einen höheren Mindestlohn, mehr Zeit für die Steuererklärung und eine höhere Rente freuen. Doch nicht alle Veränderungen dürften Verbraucher positiv auf den Jahreswechsel einstimmen.

Whatsapp Werbung

Unternehmen erhalten 2019 die Möglichkeit, Werbung bei Whatsapp auszuspielen. Die Werbung erscheint aber nur im Status-Bereich und nicht in den persönlichen Chats. Scheinbar soll es Unternehmen möglich gemacht werden, Werbung gezielt an Nutzer in bestimmten Regionen auszuspielen, das berichtet der Express.

Rente

Nach dem neuen Entwurf zum Rentenversicherungsbericht sollen ab dem 1. Juli 2019 die Renten in Deutschland steigen. Im Westen um 3,18 Prozent und im Osten um 3,91 Prozent. Altersrenten, Hinterbliebenenrente, Mütterrente und die gesetzliche Unfallrente. Die Renten-Erhöhung soll für alle Formen der Rente in Kraft treten.

Krankenversicherung

Geringverdienende Selbstständige müssen ab dem 1. Januar 2019 einen geringeren Beitrag in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen. Der Mindestbeitrag sinkt damit auf 171 Euro. Bisher mussten diese 340 Euro zahlen, da man bei Kleinselbstständigen von einem fiktiven monatlichen Gehalt von 2284 Euro ausgegangen ist. Nun liegt das fiktive Einkommen bei 1038,33 Euro.

Pflegeversicherung

Ab dem 1. Januar wird der Pflegeversicherungsbeitrag um 0,5 Prozentpunkte auf insgesamt 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens erhöht.

Arbeitslosenversicherung

Auch direkt zum 1. Januar 2019 wird der Beitrag für die Arbeitslosenversicherung von drei Prozent auf 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens gesenkt. Eine weitere Absenkung soll bis 2022 folgen.

Kindergeld

Ab dem 1. Juli bekommen Eltern monatlich 10 Euro mehr Kindergeld, pro Kind. Dann gibt es für das erste und zweite Kind jeweils 204 Euro und 194 Euro. Auch der Unterhalt für Trennungskinder wird erhöht. Ab Januar beträgt der Mindestunterhalt für Kinder bis sieben Jahre 354 Euro, statt 348 Euro pro Monat. Sieben- bis Zwölfjährige bekommen 406 Euro statt 399 Euro.

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Höherer Mindestlohn

Der gesetzliche Mindestlohn steigt von 8,84 Euro auf 9,19 Euro an. Bis 2020 soll es eine weitere Erhöhung geben.

Steuern

Für das Steuerjahr 2018 gilt eine längere Frist für die Abgabe der Steuer. Für alle Steuersätze steigen die Einkommensgrenzen im nächsten Jahr um 1,84 Prozent. Das kommt Steuerzahlern zugute. Die Inflationsrate aus diesem Jahr wird so in den Steuertarif eingerechnet. Damit soll vermieden werden, dass Lohn- und Gehaltssteigerungen in Verbindung mit der Inflation zu einer höheren Steuerbelastung führen.

Dieselfahrverbote

Im Laufe des Jahres 2019 treten mehrere Diesel-Fahrverbote in verschiedenen Städten in Kraft. Los geht es ab dem 1. Januar in Stuttgart.

Davon sind Fahrer von Diesel-Fahrzeugen mit Euro-4-Abgasnorm oder schlechteren betroffen. Allerdings gilt für Anwohner und Handwerksbetriebe eine Übergangsfrist, die soll bis zum 1. April 2019 andauern. Nicht unter das Verbot fallen Taxis, Reisebusse, Einsatz- und Hilfsfahrzeuge und Oldtimer mit entsprechendem Kennzeichen. Bei einem Verstoß gegen das Fahrverbot beträgt das Bußgeld 80 Euro.

In Frankfurt ist ab dem 1. Februar 2019 innerhalb der Umweltzone Schluss mit der Fahrt für Euro-4-Diesel und Benziner mit Euro 1 oder 2. Ab dem 1. September weitet Frankfurt das Diesel-Verbot dann auf Euro 5 aus.

Teile der A40 bei den Dieselfahrverboten betroffen

Danach folgen die Städte Köln und Bonn, sie sind ab dem 1. April von Fahrverboten betroffen. In Bonn gilt das Verbot auf zwei besonders belasteten Straßen für Diesel mit Euro-Norm 1 bis 4 und Benziner mit Euro Norm 1 und 2. Für die gleichen Fahrzeuge gilt in der gesamten Umweltzone von Köln das Fahrverbot. Auch hier wird dieses ab 1. September 2019 auch auf Euro 5 Diesel ausgeweitet.

In den Ruhrgebietsstädten Essen und Gelsenkirchen folgen am 1. Juli 2019 Fahrverbote. In Gelsenkirchen gilt das Fahrverbot direkt für Diesel-Fahrzeuge bis Abgasnorm Euro 5. Die aktuelle grüne Umweltzone, in der das Fahrverbot in Essen greifen wird, umfasst auch einen Abschnitt der A40.

In Berlin wird für spätestens Juni 2019 ein Fahrverbot für Diesel-Autos der Abgasnorm 1 bis 5 auf insgesamt acht Straßen in der Innenstadt erwartet. (mj)