Mallorca: Ende des Hypes? Zahlen verunsichern Geschäftsleute

Deutsche Touristen haben im vergangenen Jahr weniger als zuletzt auf Mallorca Urlaub gemacht.
Deutsche Touristen haben im vergangenen Jahr weniger als zuletzt auf Mallorca Urlaub gemacht.
Foto: dpa

Sind die fetten Jahre auf Mallorca vorbei? Darauf deuten zumindest die offiziellen Zahlen des Statistikinstituts INE hin.

Vor allem die Aufenthaltsdauer der Touristen auf Mallorca zeigt ein dramatischen Rückgang. Nach Angaben des Reisebranchenverbandes Exceltur sank die Zahl der Übernachtungen 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 21 Millionen. Das berichtet der Bonner Generalanzeiger.

Mallorca: Neue Zahlen deuten auf Ende des Hypes hin

Die Zahl der internationalen Feriengäste stieg 2018 nur um ein Prozent. Zum Vergleich: 2017 hatte es noch ein Wachstum von neun Prozent gegeben.

Während Spanien bei Touristen aus den USA, Russland und Italien Zugewinne verzeichnet, kamen weniger Touris aus den wichtigsten Besuchernationen Deutschland und Großbritannien. 11,4 Millionen Urlauber machten im letzten Jahr in Spanien Urlaub, das sind 4,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders drastisch waren die Einbrüche auch bei Schweizer Touristen. Sie verzeichneten einen Rückgang von 8,5 Prozent gegenüber 2017.

Der Trend macht den Reiseanbietern und Hoteliers Sorge. Besonders deutlich wird es auf den Baleraren-Inseln Mallorca oder Ibiza. Während von 2017 auf 2018 noch ein üppiges Plus von sechs Prozent zu Buche stand, gab es diesmal nur ein Plus von 0,5 Prozent.

Besonders den Deutschen scheint die Lust auf Mallorca vergangen zu sein. 2,7 Prozent weniger Deutsche wurden 2018 im „17 deutschen Bundesland“ gezählt.

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Noch deutlicher ist der Rückgang auf Ibiza, Formentera und Menorca - hier sind es rund 10 Prozent.

Brexit und wachsende Konkurrenz sind Gründe

Doch woran liegt die Stagnation? Zum einen hat sich die Konkurrenz erholt. Die Türkei, Tunesien und Ägypten waren wegen politischer Spannungen von vielen deutschen Touristen gemieden worden. Auch Griechenland sei wieder im Aufschwung, berichtet der Bonner General-Anzeiger.

Außerdem habe der Brexit Auswirkungen aufs Geschäft. Und zuletzt wehren sich immer mehr die Bürger selbst gegen den ausufernden Massentourismus. (ms)