Rebecca Reusch (15) vermisst: Suche nach mysteriösem Hinweis +++ Zweiter Fall um vermisste 15-Jährige sorgt für Aufsehen

Der Fall Rebecca: Eine Chronologie

Rebecca Reusch (15) aus Berlin wird seit dem 18. Februar vermisst. Als Hauptverdächtiger gilt Florian R. (27), der Schwager der 15-Jährigen.

Rebecca Reusch (15) aus Berlin wird seit dem 18. Februar vermisst. Als Hauptverdächtiger gilt Florian R. (27), der Schwager der 15-Jährigen.

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  • Rebecca Reusch aus Berlin-Neukölln wird seit dem 18. Februar vermisst
  • Die Ermittler gehen davon aus, dass die Schülerin tot ist
  • Schwager saß wochenlang als Hauptverdächtiger in U-Haft - seine Anwältin erhebt schwere Vorwürfe
  • Zeugin will die Vermisste am Tag ihres Verschwindens noch gesehen haben
  • Eine weitere 15-Jährige wird ebenfalls seit über einem Monat vermisst

Berlin. Rebecca Reusch (15) aus Berlin wird seit dem 18. Februar vermisst. Ihr Schwager steht unter Verdacht, sie getötet zu haben. Bis Freitag saß er in Untersuchungshaft, dann wurde der Haftbefehl gegen den 27-Jährigen aufgehoben.

Seit dem 4. März saß er in Untersuchungshaft in Berlin-Moabit. Gegen den Schwager bestand zunächst der dringende Verdacht, etwas mit dem Verschwinden von Rebecca Reusch zu tun zu haben. Die Polizei hält ihn weiterhin für verdächtig.

Voraussetzung für einen dringenden Tatverdacht, der zur U-Haft führen kann, sind etwa Flucht- oder Verdunklungsgefahr. Ein Richter hat sich in diesem Fall entschieden, den Haftbefehl aufzuheben. Die Anwältin von Florian R. erhebt schwere Vorwürfe gegen die ermittelnden Behörden.

Rebecca Reusch vermisst: Zeugin macht heftige Beobachtung

Die Ermittler gehen davon aus, dass Rebecca Reusch tot ist und das Haus ihrer Schwester, in dem sie zuletzt lebend gesehen wurde, nie lebend verlassen hat. Seit Tagen rücken Beamte aus und suchen in Waldgebieten und Gewässern in Brandenburg. Am Wochenende suchte ein ehemaliger Mitschüler von Rebecca in Henningsdorf - ohne Erfolg.

In einer RTL-Doku zum Fall Rebecca behauptet eine Zeugin, das Mädchen noch am Tag ihres Verschwindens gesehen zu haben.

Rebecca Reusch (15) aus Berlin-Neukölln: Polizei sucht weiter nach dem Mädchen

Am Montag will die Polizei über das weitere Vorgehen beraten.

Alle aktuellen Ereignisse rund um den Kriminalfall Rebecca kannst du in unserem Newsblog lesen.

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Montag, 25. März

14.27 Uhr: Die Polizei sucht jetzt mit einem Boot und mithilfe von Echolot den Herzberger See ab. Auch ein Taucher war am Ufer und im Wasser zu sehen. Eine Polizeisprecherin bestätigte nur, das dort Kriminalpolizisten mit Spürhunden und Unterstützung vom Technischen Hilfswerk (THW) unterwegs seien. Die Polizei hatte den Zugang zum See zum Teil abgesperrt.

Der Herzberger See liegt östlich des Scharmützelsees. Hier sucht die Polizei Er ist etwa einen Kilometer lang und sehr schmal. In der dortigen Umgebung hatte die Polizei bereits in der vergangenen Woche mit Spürhunden gesucht. Auch an einer Landstraße am Scharmützelsee wurde gesucht. Zuvor hatte die Polizei Waldgebiete bei Storkow durchkämmt. Am Wolziger See war sie mit Leichenspürhunden und Tauchern im Einsatz, gefunden wurde nichts.

Die Gegend südöstlich von Berlin ist unter anderem deswegen so im Fokus der Polizei, weil der verdächtige Schwager von Rebecca auf der dort verlaufenden Autobahn A12 Berlin-Frankfurt am Tag des Verschwindens und dem Abend danach unterwegs gewesen sein soll.

13.11 Uhr: Die Suche nach der vermissten Rebecca Reusch aus Berlin ist am Montag an einem kleinen See in Ost-Brandenburg fortgesetzt worden.

Die Kriminalpolizei sei mit Spürhunden und Unterstützung vom Technischen Hilfswerk (THW) am Herzberger See unterwegs, sagte eine Polizeisprecherin. Laut der „B.Z.“ sollen auch Taucher dabei sein. Das bestätigte die Polizei nicht.

Der Herzberger See liegt östlich des Scharmützelsees. Er ist etwa einen Kilometer lang und sehr schmal. In der dortigen Umgebung hatte die Polizei bereits in der vergangenen Woche mit Spürhunden gesucht.

Rebecca Reusch wird seit genau fünf Wochen vermisst.

7.17 Uhr: Seit dem 18. Februar wird die 15 Jahre alte Rebecca Reusch aus Berlin vermisst. Mehrere große Suchaktionen blieben bislang erfolglos.

Unterdessen sorgt ein zweiter Vermissten-Fall für Aufsehen: Auch die 15-jährige Katharina aus Langwedel (Kreis Verden) ist verschwunden.

Die Suche der Polizei nach dem Mädchen hat bislang kein Ergebnis gebracht. „Wir haben weiter keinen Kontakt zu ihr“, sagte ein Polizeisprecher in Verden am Donnerstag auf Anfrage. „Es gibt keinen Hinweis auf ihren Aufenthaltsort.“

Seit dem 12. Februar ist die Jugendliche verschwunden. Am vergangenen Donnerstag bat die Polizei die Öffentlichkeit um Mithilfe. Eine Straftat könne auch in diesem Fall nicht mehr ausgeschlossen werden, hieß es.

Sonntag, 24. März

17.35 Uhr: Am Nachmittag suchten ein gutes Dutzend Freunde von Rebecca in Henningsdorf nach dem Mädchen. Der 18 Jahre alte Justin G. hatte zu der Suche aufgerufen. G. sei ein ehemaliger Schulkamerad von Rebecca Reusch, habe aber seit einem Jahr keinen Kontakt mehr zu ihr gehabt.

Den Tipp, in dem Waldgebiet zu suchen, habe er von Rebeccas Schwester via Instagram bekommen. Die private Suche brachte keinen Erfolg. Die Gruppe durchkämmte verlassene Lauben, suchten in einem Waldstück neben dem Friedhof. Gegen 17.15 Uhr wurde die Suche abgebrochen.

„Wir sehen keine Anhaltspunkte, dass sich Rebecca hier aufhält oder festgehalten wird. Der Hinweis war für uns wertlos“, so der 18-jährige Initiator der Suche gegenüber „MAZ“.

17.05 Uhr: Die Mordkommission im Fall Rebecca will am Montag über das weitere Vorgehen beraten. Am Wochenende hat die Berliner Polizei ihre Suche nach der vermissten Schülerin nicht fortgesetzt. Die 15-Jährige wird am Montag seit fünf Wochen vermisst. Seit dem Morgen des 18. Februar gibt es keine Spur von ihr. Polizei und Staatsanwaltschaft nehmen an, dass Rebecca getötet wurde.

14.17 Uhr: Rebecca Reusch ist seit über einem Monat verschwunden. Bislang fehlt jede Spur von der aufgeweckten Schülerin. Wie viele Jugendliche in ihrem Alter war auch die 15-Jährige aktiv in den Sozialen Netzwerken - auf Instagram teilte sie Bilder von sich selbst. Auch das Fahndungsbild stammt von ihrem Instagram-Account. Die Polizei suchte es gemeinsam mit der Familie aus, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Rebecca teilte das Bild am 8. Januar 2019. Schrieb dazu: „Dear cupid, next time hit us both“ (auf Deutsch: „Lieber Amor, bitte treffe beim nächsten Mal beide von uns“).

Das letzte Bild, das die Schülerin vor ihrem Verschwinden auf der Foto-Plattform teilte, stammt vom 26. Januar. Es zeigt eine Polaroid-Aufnahme von Rebecca, damals hatte die blonde Schülerin noch rosarote Haare. Sie trägt ein weißes Shirt, schwarze Hosenträger und blickt auf den Boden. Diesmal teilt sie keine Nachricht zu dem Bild - lediglich eine herausgestreckte Zunge.

Zwei Wochen nach der Aufnahme ist das Mädchen verschwunden.

10.52 Uhr: Führt eine Spur nun nach Oberhavel? Laut lr-online.de soll ein Freund der Vermissten zu einer Suche in Henningsdorf aufgerufen haben. Um 15.30 Uhr soll die Suchaktion starten. Der junge Mann (18) behauptet, neue Hinweise seien der Grund für die Suche. Rebeccas Schwester Vivien soll sie erhalten haben. Die Polizei soll von den Hinweisen bislang nichts gehört haben, wie ein Sprecher lr-online sagt.

9.47 Uhr: Die Anwältin von Florian R., Petra Klein, erhebt im rbb schwere Vorwürfe gegen die Behörden. Sie spricht von einer Jagd auf ihren Mandanten: „Der Umgang mit meinem Mandanten hat dazu geführt, (...) dass dort vielerorts spekuliert wurde und praktisch zur Jagd auf meinen Mandanten aufgerufen wurde.“

7.14 Uhr: In einer RTL-Doku, die sich mit dem Fall Rebecca beschäftigt, kommt auch eine Zeugin zu Wort. Sie behauptet, das Mädchen noch am Tag ihres Verschwindens, dem 18. Februar, an einer Bushaltestelle gesehen zu haben. RTL sagte sie: „Die stand da ganz normal, ganz okay, hatte aber mit jemandem telefoniert gehabt“, berichtet die Schülerin in der Doku. „Ich wusste halt nicht, mit wem. 15 Minuten später sind wir in den Bus eingestiegen. Sie (Anm. d. Redaktion: Rebecca) stand immer noch an der Bushaltestelle.“ Sollte diese Aussage stimmen, hätte Rebecca am Abend des 18. Februar noch gelebt.

Samstag, 23. März

19.16 Uhr: Strafrechtler Adam Achmed erhebt bei RTL schwere Vorwürfe gegen das Vorgehen der Justiz. Rebeccas Schwager werde als sicherer Tatverdächtiger präsentiert, die Unschuldsvermutung werde außer Acht gelassen. „Der ist verbrannt“, sagt Achmed. „Die ganze Bundesrepublik kennt ihn mittlerweile.“

Ein Sprecher der Gewerkschaft der Polizei verteidigte das Vorgehen gegenüber RTL. „Diese Gradwanderung haben Sie immer, wenn Sie mit Bildmaterial an die Öffentlichkeit gehen“, erklärte Benjamin Jendro dem Sender. Die Sicherheitsbehörden hätten Interesse Verbrechen aufzuklären und in diesem Fall eine 15-Jährige nach Hause zu bringen.

14.21 Uhr: Die Berliner Polizei hat ihre Suche nach der vermissten Schülerin Rebecca am Samstag nicht wieder aufgenommen. Auch für Sonntag sei bisher keine offizielle Suchaktion geplant, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Dass zwei Tage lang nicht mehr gesucht wird, spricht für eine gewisse Ratlosigkeit bei den Ermittlern. Es gibt offenbar keine neue Spur.

13.37 Uhr: Die „Berliner Zeitung“ berichtet, dass Florian R. von seiner Mutter aus der Haftanstalt abgeholt wurde. Beide fuhren laut dem Bericht anschließend zur Wohnung der Mutter in Neukölln. Das heißt, dass der von der Polizei verdächtigte Schwager nicht zurück in das Haus zog, in dem er mit seiner Frau Jessica lebt. Hier war Rebecca das letzte Mal am 18. Februar gesehen worden.

10.32 Uhr: Bekommt Florian R. für seine Zeit im Gefängnis jetzt Haftentschädigung? Wohl eher nicht, mutmaßt die „Bild“. „Die Ermittlungen laufen noch“, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es kann also nach wie vor zu einer Anklage kommen. Sollte er nach Abschluss der Ermittlungen unschuldig sein, kann er aber Haftentschädigung bekommen.

7.55 Uhr: Rebeccas Schwager Florian R. ist wieder frei, bleibt aber weiterhin verdächtig. Warum wurde er freigelassen? Der Berliner Rechtsanwalt Dr. Andreas Fricke (43) sagte gegenüber „Bild“: „Es gibt drei unterschiedliche Verdachtsstufen: den Anfangsverdacht, den hinreichenden Tatverdacht sowie den dringenden Tatverdacht.“

Beim hinreichenden Tatverdacht sei die Wahrscheinlichkeit größer als 50 Prozent, bei einem dringenden Tatverdacht 90 Prozent, dass der Beschuldigte aufgrund der Ermittlungen als Täter in Frage kommt.

„Vermutlich ist in diesem Fall der Verdachtsgrad nicht hoch genug. Es gibt anscheinend nichts Belastbares, was eine weitere Untersuchungshaft rechtfertigt“, so Rechtsanwalt Fricke.

7.01 Uhr: Für das Wochenende habe die Mordkommission zunächst keine weitere Suchaktion geplant, sagte eine Polizeisprecherin. Das könne sich aber im Fall konkreter Hinweise ändern. Bis jetzt gingen etwa 2000 Hinweise bei der Kriminalpolizei ein.

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Rebecca Reusch in Berlin vermisst: Die kurze Chronologie der Suche

  • 18. Februar: Rebecca Reusch (15) aus Berlin verschwindet spurlos. Sie hatte bei ihrer älteren Schwester und deren Familie im Stadtteil Britz übernachtet. In der Schule kam sie morgens nie an.
  • 21. Februar: Die Polizei geht mit der Suche an die Öffentlichkeit. Ihre Schwester wendet sich im Internet an die Bevölkerung und bittet um Hilfe
  • 23. Februar: Die Polizei veröffentlicht Fotos und Infos über die Kleidung. Eine Gewalttat gegen die Jugendliche wird nicht mehr ausgeschlossen. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.
  • 26. Februar: Mit Flugblätter suchen Schwester und Freunde im Stadtteil Rudow.
  • 28. Februar: Der 27-jährige Schwager von Rebecca wird von der Polizei als Verdächtiger festgenommen.
  • 1. März: Die Spurensicherung durchsucht das Haus der Schwester. Der Schwager kommt wieder frei. Ein Tatverdacht besteht nach Ansicht des Richters nicht.
  • 4. März: Der Schwager wird nun doch verhaftet. Ein Haftbefehl liegt wegen des dringenden Verdachts des Totschlags vor. Der 27-Jährige kommt in Untersuchungshaft.
  • 6. März: Die Polizei veröffentlich Fotos des Schwagers und seines Autos. Der Wagen wurde nach dem Verschwinden von Rebecca und am Abend des nächsten Tages auf der Autobahn A 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) von Kameras erfasst. Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ befasst sich mit dem Fall.
  • 7.-9. März: Die Polizei durchkämmt mit einer Hundertschaft und Hunden ein Waldgebiet nahe dem Ort Kummersdorf südöstlich von Berlin. Auch Leichenspürhunde und Suchhunde für lebende Menschen sind im Einsatz.
  • 12./13. März: Bei dem Ort Rieplos nahe der Autobahn suchen Kriminaltechniker mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW). Sie vergleichen Reifenspuren.
  • 16. März: Die Polizei sucht mit Hunden entlang der Autobahn zwischen Berlin und der Grenze zu Polen.
  • 18./19. März: Die Mordkommission nimmt sich den Wolziger See südlich der Autobahn vor. Hundeführer aus Nordrhein-Westfalen fahren mit Leichenspürhunden auf einem Boot über den See. Die Hunde können Leichen durch aufsteigende Verwesungsgase riechen.
  • 20. März: Die Polizei sucht den Grund des Sees mit einem Echolot von einem Boot aus ab. Taucher steigen ins Wasser.
  • 21. März: Erneut werden Spürhunde an der Autobahn eingesetzt.
  • 22. März: Der Schwager von Rebecca kommt wieder frei. Der Haftbefehl wurde aufgehoben.
  • 23. März: Die Polizei stoppt erneut ihre Suche.

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Samstag, 21. März

7.14 Uhr: In der neuen RTL Doku, die sich mit dem Fall Rebecca beschäftigt, meldet sich auch eine Zeugin zu Wort: Sie will Rebecca noch am Tag ihres Verschwindens an einer Bushaltestelle gesehen haben. „Die stand da ganz normal, ganz okay, hatte aber mit jemandem telefoniert gehabt“, berichtet die Schülerin in der Doku. „Ich wusste halt nicht, mit wem. 15 Minuten später sind wir in den Bus eingestiegen. Sie (Anm. d. Redaktion: Rebecca) stand immer noch an der Bushaltestelle.“ Sollte diese Aussage stimmen, hätte Rebecca am Abend des 18. Februar noch gelebt.

Freitag, 22. März:

18.16 Uhr: Die Berliner Polizei hat ihre Suchaktion im Fall Rebecca Reusch am Freitagnachmittag vorerst wieder eingestellt. Ob der Einsatz mit Spürhunden im Bereich des Scharmützelsees in Brandenburg neue Ansatzpunkte brachte, konnte eine Polizeisprecherin zunächst nicht sagen. Für das Wochenende habe die Mordkommission keine weitere Aktionen geplant - das könne sich aber ändern, falls es konkrete Hinweise gebe, hieß es weiter. Andernfalls werde am Montagmorgen über das weitere Vorgehen entschieden.

17.06 Uhr: Auf der Pressekonferenz äußerte die Staatsanwaltschaft einen tragischen Verdacht über das Schicksal von Rebecca Reusch: Alle Indizien weisen darauf hin, dass Rebecca das Haus ihres Schwagers nicht lebend verlassen hat. Deshalb geht man, trotz der Entlassung von Florian R. aus der U-Haft, weiter von einem Tötungsdelikt aus.

16.43 Uhr: Gegen den Schwager könnte erneut ein Haftbefehl erlassen werden, wenn die Staatsanwaltschaft erneut Beschwerde einlegt. Die Staatsanwaltschaft nannte die Entscheidung des Gerichts allerdings vertretbar.

14.20 Uhr: Der Haftbefehl wurde jetzt aufgehoben, weil die Rechtsanwältin des Schwagers eine sogenannte Haftbeschwerde einlegte. Die Staatsanwaltschaft erklärte, es gehe dabei auch immer um die Verhältnismäßigkeit zwischen der Schwere der Tat, der Dauer der Untersuchungshaft und der Beweislage. In diesem Fall habe sich die Beweislage in den vergangenen Wochen eben nicht geändert.

Das heißt, es kamen trotz der intensiven Ermittlungen der Polizei und der Suche nach Rebeccas Leiche keine neuen Indizien oder Beweise gegen den Mann hinzu. Weil das Einsperren eines Menschen aber einen starken Eingriff in sein Grundrecht bedeute, sei das in diesem Fall angesichts der stagnierenden Ermittlungen „irgendwann nicht mehr vertretbar“, so die Sprecherin.

Auflagen gegen den Mann - dass er Berlin nicht verlassen darf oder sich täglich melden muss - wurden nicht verhängt. Das ist nur möglich, wenn ein Haftbefehl bestehen bleibt, es aber eine sogenannte Haftverschonung gibt.

13.54 Uhr: Wie kann es sein, dass Florian R. zwar weiterhin Beschuldigter des Verfahrens ist, aber trotzdem frei? Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft, erklärt: „Entscheidender Punkt ist: Wir haben Rebecca bislang nicht gefunden.“ Die Staatsanwaltschaft habe keine Beweise, nichts in der Hand, um den Tatverdacht zu erhärten.

Solange keine Beweise vorlägen, sei die Entscheidung des Richters „vertretbar“, so Steltner. Die Fakten deuteten aber weiter darauf hin, dass Rebecca das Haus des Schwagers nicht lebend verlassen habe. „Wir hoffen, dass wir die Tat zeitnah aufklären können.“

13.18 Uhr: Die Staatsanwaltschaft ist weiter davon überzeugt, dass Rebecca das Haus am Morgen des 18. Februar nicht lebend verlassen hat.

12.29 Uhr: Rebeccas Mutter Brigitte Reusch wirkte erleichtert über die Aufhebung des Haftbefehls gegen ihren Schwiegersohn. „Wir sind noch sehr überrascht“, sagt sie gegenüber RTL. Vor allem ihr Enkelkind und ihre Tochter, die Frau des Beschuldigten, würden besonders froh über die Freilassung sein.

Die Familie war von Beginn an von der Unschuld von Florian R. überzeugt. „Er wird sich jetzt erstmal ausruhen wollen“, sagt Rebeccas Mutter.

12.25 Uhr: „Der Mann ist frei“, sagt Martin Steltner in einer Erklärung vor der Presse.

12.20 Uhr: Staatsanwalt Martin Steltner sagt: „Es hat sich nichts geändert. Der Beschuldigte ist der Schwager von Rebecca.“ Das Gesamtbild der Ermittlungen reiche im Moment nicht aus, um einen dringenden Tatverdacht zu begründen. „Wir müssen uns an die Fakten halten.“

11.41 Uhr: Florian R. kommt zwar auf freien Fuß, jedoch gilt er weiter als Beschuldigter. Daran habe sich nichts geändert, sagten Vertreter der Staatsanwaltschaft verschiedenen Medien. Die Ermittlungen laufen weiter.

10.54 Uhr: Der Haftbefehl gegen den Schwager Florian R. ist aufgehoben worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Berlin mit. Es gebe nach derzeitigem Ermittlungsstand Zweifel am dringenden Tatverdacht.

Per Twitter teilte die Staatsanwaltschaft mit: Auf die Haftbeschwerde habe der Ermittlungsrichter den Haftbefehl aufgehoben. „Die Entscheidung des Ermittlungsrichters ist im Hinblick auf die gegenwärtig bestehende Beweislage vertretbar“. Die Staatsanwaltschaft werde keine Beschwerde dagegen einlegen.

Die Ermittlungen würden mit „unverändertem Aufwand“ andauern. Neue Erkenntnisse gebe es aber nicht.

10.11 Uhr: Die Familie von Rebecca leidet enorm unter dem Verschwinden der 15-Jährige. Am Freitag postete Schwester Vivien erneut den emotionalen Aufruf, Hinweise zu geben. Rebeccas Mutter erzählte dazu gegenüber RTL, dass die Familie wüst beschimpft wird, „dass ich lautstark angesprochen wurde, dass ich mein Kind selbst suchen soll und nicht die Steuergelder aus dem Fenster werfen soll.

Menschen würden das Haus der Familie beobachten oder mit dem Auto langsam vorbeifahren.

8.34 Uhr: Die Mordkommission entscheidet am Freitag, wo die Suche nach der verschwundenen Rebecca (15) weiter geht. „Etwas Genaues können wir dazu noch nicht sagen“, erklärte ein Sprecher der Polizei am Morgen.

Mit Spürhunden hatten die Beamten am Donnerstag an der Autobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) und an Landstraßen nach Spuren gesucht. Am Scharmützelsee in Brandenburg durchkämmten Polizisten mit Spürhunden das Gelände - jedoch ohne Erfolg.

Donnerstag, 21. März:

19.17 Uhr: Die Suche nach der vermissten Rebecca musste am Donnerstagabend erneut erfolglos beendet werden. Immer noch gibt es keine Spur zu der 15-Jährigen. Während ganz Deutschland nach der Jugendlichen sucht, verwirrte die Familie mit einer Wohnungsanzeige.

Darin wurde ein Nachmieter für ein WG-Zimmer gesucht, rund zwölf Quadratmeter wurden angepriesen, 400 Euro Miete soll das Zimmer kosten. Als Kontakt wurde die Mutter angegeben. Die Wohnungsanzeige ist mittlerweile wieder gelöscht.

Schwester Vivien hat bei Instagram Stellung dazu bezogen, nachdem sie von vielen verwirrten Usern wegen der Anzeige angeschrieben wurde. „Ja, meine Eltern vermieten eine 4-Zimmer-Wohnung. Klar haben wir zur Zeit andere Probleme, aber diese Einkünfte sind für meine Familie wichtig.“

16.00 Uhr: Die Polizei sucht am Donnerstag intensiv an der Autobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt. An der Ausfahrt Fürstenwalde West waren die Beamten mit Suchhunden unterwegs. Die Autobahn wurde dafür teilweise gesperrt.

Bis zum späten Nachmittag brachte die Suche keine Ergebnisse ein, teilte die Polizei mit.

12.12 Uhr: Hält sich Rebecca in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern auf? Dieser Spur geht Mutter Brigitte Reusch nun nach. Sie erhielt einen Hinweis von einer Frau aus Lelkendorf. Anita N. will die vermisste Rebecca oft dort gesehen haben - nach ihrem Verschwinden! Der Mutter schreibt sie: „Rebecca Reusch befindet sich bei ihren Freund Maximilian, er ist 22 Jahre alt aber leider kenne ich ihn nicht so richtig. Ich sehe Rebecca Reusch jeden Tag, sie tut mir sehr leid.“ Das geht aus einem aktuellen Bericht auf rtl.de hervor.

Brigitte Reusch macht sich sofort auf den Weg in das kleine Dorf, hofft, ihre Tochter dort endlich wieder in die Arme schließen zu können. Doch die Spur führt ins nichts. Anita N. behauptet, Rebeccas Cousine aus Münster hätte das Mädchen abgeholt. Das beweist, dass der Hinweis nur ein Fake war. Rebecca Reusch hat keine Cousine in Münster. Die Mutter gibt die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrer geliebten Rebecca dennoch nicht auf.

11.24 Uhr: In den vergangenen Tagen hat die Polizei mit vereinten Kräften am Wolziger See in Brandenburg nach Rebecca gesucht. Am Donnerstag haben die Beamten ihre Arbeit dort noch nicht fortgesetzt. Worauf sich die Beamten heute konzentrieren, ist weiter unklar.

09.33 Uhr: Ingesamt sind bei der Polizei bislang 1.800 Hinweise eingegangen. Die Masse an Zeugenaussagen müsse „nach und nach ausgewertet werden“, sagte ein Sprecher der Polizei der dpa.

Noch immer fehlt den Ermittlern die ganz heiße Spur. Wann und wo die Suche nach Rebecca am Donnerstag fortgesetzt wird, hat die Polizei noch nicht bekanntgegeben.

Mittwoch, 20.März:

19.30 Uhr: Bei der Suche der Polizei sind auch Spürhunde aus NRW im Einsatz. Diese wurden speziell ausgebildet und die Boote für sie umgebaut. Wie sie trainiert werden und welcher Spur sie folgen, liest du HIER.

Die Polizei war außerdem auch mit Sonar auf dem Wasser unterwegs. Zwei Boote waren vor Ort. Es war vom Ufer auch zu erkennen, wie die Polizei mit einem Echolot suchte. Damit lässt sich man die Tiefe von Gewässern untersuchen. Die Einsatzkräfte hatten auch eine gelbe Trage mit an Bord genommen.

17 Uhr: Der Polizeieinsatz wurde beendet. Die erstmals eingesetzten Taucher konnten im Wolziger See nichts finden. Die Ermittler machen keine Angaben zu den Tauchgängen. Auch wann und wo die Suche fortgesetzt wird, wollten sie nicht verraten.

14 Uhr: Gibt es endlich den entscheidenden Hinweis im Fall Rebecca? Die Polizei setzt am Mittwoch zum ersten Mal Taucher ein, die im Wolziger See nach der vermissten Schülerin suchen. Bislang waren Boote und Leichenspürhunde auf dem Gewässer unterwegs.

Die Polizei Berlin twittert hierzu:

10 Uhr: „Sie würde auch nicht wegrennen, das würde sie uns nicht antun.“ Das sagt Rebeccas Mutter, Brigitte Reusch, in eine RTL-Kamera. Für die neue Doku über den Vermisstenfall Rebecca, die seit Dienstag auf TV Now verfügbar ist. Brigitte Reusch glaubt fest daran, dass ihr Kind noch lebt - und stellt sich hinter Florian R., Rebeccas Schwager, der hauptverdächtig ist, etwas mit dem Verschwinden den Mädchens zutun zu haben. „Die haben sich so gut verstanden, rumgeblödelt, rumgealbert“, sagt Rebeccas Vater Bernd.

Laut Kriminalpsychologin Lydia Benecke ist es nicht unwahrscheinlich, dass Florian R. etwas mit dem Fall zutun hat.

Rebecca Reusch: Kriminalpsychologin erklärt das Verhalten der Eltern

„Auf mich wirkt der Vater wie ein authentisch, sehr belasteter, sehr sehr emotional berührter Mensch. Das Wichtigste für mich in dieser Geschichte ist, dass sich niemand vorstellen kann, wie es für eine Familie sein muss, in einer solchen Situation zu stecken“, sagt sie in der Doku bei TV Now. Für Lydia Benecke steht fest: Es ist völlig normal, dass die Familie an die Unschuld von Florian R. glaubt. Und weiter: „Das ist die normalste Reaktion der Welt, die zeigen Angehörige in solchen Situationen eigentlich immer.“ „Leider ist es statistisch gesehen häufiger so, dass Menschen von Menschen verletzt werden, die ihnen nahestehen. Das ist natürlich nicht schön und entgegen dem eigenen Gefühl. Aber wir wissen einfach aus allen Statistiken, die sich mit Kriminalität beschäftigen, dass sich Täter und Opfer meist vorher näher gekannt haben.“

Brigitte Reusch berichtet gegenüber TV Now auch von dem Moment, in dem sie merkte, dass etwas nicht stimme. Am Nachmittag des 18. Februar, Rebecca sollte schon aus der Schule zuhause sein, bekommt Brigitte Reusch einen Anruf ihrer ältesten Tochter Jessica. Sie wunderte sich, wieso Rebecca ihre Sachen nicht - wie vereinbart - nach der Schule abholte. Wollte von der Mutter wissen, ob Becci, wie sie von allen genannt wird, schon zuhause ist. „Ist die Becci jetzt bei dir? Weil sie wollte ja ihre Schlafsachen und ihren Laptop abholen“, fragte Jessica ihre Mutter.

Am dritten Tag nach Rebeccas Verschwinden schaltet sich die Polizei ein, veröffentlicht die Kleidung, die Rebecca am Tag ihres Verschwindens trug. Die Theorie der Polizei: Rebecca hat das Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers nie verlassen.

Rebeccas Mutter appelliert an die Bevölkerung

Brigitte Reusch appelliert an die Bevölkerung: „Ich möchte darum bitten, dass alle in ihre Lauben, Keller, Räume, die selten benutzt werden, reinschauen. Ob da jemand festgehalten wird.“

8.19 Uhr: Bei der Suche nach Rebecca werden mittlerweile absurde Maßnahmen ergriffen. Wie der „Berliner Kurier“ berichtet, gibt es sogar Hinweise von Hellsehern. Deren „Erkenntnisse“ werden sogar tatsächlich von der Polizei bearbeitet. Man könne „nie ganz ausschließen, dass ein angeblicher Seher aus ganz irdischen Gründen tatsächlich etwas weiß“, so die Polizei gegenüber der Zeitung.

6.46 Uhr: Liegt die Lösung des Rätsels um Rebeccas Verschwinden wirklich in einem Brandenburger Waldstück? Sei Tagen sucht die Polizei im Bereich rund um den Wolziger See nach Rebeccas Leichnam. Bisher ohne Erfolg. Dabei setzte die Polizei neben Hubschraubern auch spezielle Leichenspürhunde aus NRW ein. Ein Durchbruch bleibt aber aus. trotzdem will die Polizei auch in den kommenden Tagen weiter nach Rebecca suchen.

Diese entscheidenden Fragen sind noch immer offen:

  • Lebt Rebecca noch? Nach über einem Monat gibt es jedenfalls kaum noch Hoffnung. Die Polizei geht schon seit Wochen von einem Tötungsdelikt aus. Die Familie hingegen hofft weiter auf ein Wunder. Dass Rebecca noch lebt, ist allerdings unwahrscheinlich
  • Wie geht es mit Rebeccas Schwager weiter? Der 27-Jährige sitzt noch immer in U-Haft. Er hat sich bei den Vernehmungen durch die Polizei offenbar in Widersprüche verstrickt und geriet dadurch ins Visier der Ermittler - und er war der letzte Mensch, der Rebecca vor ihrem Verschwinden gesehen hat. Allerdings konnte die Polizei den Verdacht gegen den jungen Mann bisher kaum erhärten. Es gilt als wahrscheinlich, dass er bald freikommt
  • Was hat es mit Rebeccas angeblicher Internet-Bekanntschaft auf sich? Die Mutter des vermissten Mädchens brachte nach wochenlanger Suche in einem „Bunte“-Interview auf einmal eine neue Spur ins Spiel. Rebecca habe eine Internet-Bekanntschaft namens Maxi gehabt. Die Polizei wollte diese Meldung allerdings nicht öffentlich kommentieren. Ein weiteres Mysterium.

Dienstag, 19. März

Suche nach Rebecca am Dienstag abgebrochen

18.06 Uhr: Die Suche nach Rebecca ging am Dienstag weiter. Und es herrscht weiter Ernüchterung. Die Polizei musste ihre Arbeit am Nachmittag erneut ergebnislos abbrechen. Weder die Leichenspürhunde auf dem Wolziger See in Brandenburg noch die Mantrailer-Hunde an der A12 haben eine Spur gewittert. Die Mordkommission entscheidet nun, ob die Suche an beiden Orten fortgesetzt wird. Infos darüber soll es am Mittwochmorgen geben.

15.11 Uhr: Vivien, die Schwester der vermissten Rebecca Reusch, gibt die Hoffnung nicht auf. Immer wieder teilt sie auf Instagram Bilder, die sie und ihre kleine Schwester strahlend, lachend, glücklich zeigen. Auch am Dienstagnachmittag macht sie erneut deutlich, was sie von der Arbeit der Polizei hält. „Es wird nach deiner Leiche gesucht... aber ich spüre, dass du LEBST“, schreibt die Berlinerin.

14.08 Uhr: Die Berliner Polizei setzt die Suche nach der verschwundenen Rebecca am Dienstag in Brandenburg fort. Erneut suchen Polizisten aus Nordrhein-Westfalen mit einem Boot auf dem Wolziger See nach der Leiche der Schülerin.

Rebecca Reusch: So positionieren sich ihre Angehörigen

  • Rebeccas Vater Bernd (55): Der Berliner Familienvater trat mittlerweile häufiger vor die Kameras und äußerte sich zum Verschwinden seiner Tochter. Er glaubt weiterhin an die Unschuld seines Schwiegersohns und äußerte sich nebulös. Die These der Ermittler: Florian R. war mit dem himbeerroten Twingo von seiner Frau Jessica unterwegs, um möglicherweise die Leiche von Rebecca zu entsorgen. Dafür gibt es Beweise. Kameras nahmen das Fahrzeug auf, im Auto wurden Spuren von Rebecca gefunden. Doch der Vater glaubt nicht daran. Angeblich gab es andere Gründe für die Fahrten des 27-jährigen Kochs mit dem Auto. „Die ganze Nummer hängt mit einer anderen Sache zusammen, die ich aber nicht sagen darf“, sagte er RTL. In den letzten Tagen hat er seine Meinung aber noch mal geändert. Nun appellierte er an seinen Schwiegersohn, sie endlich zu erklären, damit die Suche in die "richtige Richtung" laufen könne.
  • Rebeccas Mutter: Sie muss momentan durch die Hölle gehen. Auch sie hat sich mittlerweile öffentlich zu dem Fall geäußert, sagte zum Beispiel gegenüber Bild: „Dass frische Haare in dem Auto sind, ist logisch, weil Jessicas Tochter noch am Vortag mit Rebecca im Auto spielen wollte, als sie vom Spielplatz kam.“ Sie findet die Argumentation ihres Schwiegersohns schlüssig.
  • Schwester Vivian (23): Vivian hat das Verschwinden ihrer kleinen Schwester massiv publik gemacht. Sie postet verzweifelte Hilfe-Ersuchen bei Instagram, organisierte Suchtrupps, äußert sich immer wieder zu dem Fall. Aber: Auch sie hält weiter zu ihrem verdächtigen Schwager. „Es ist noch nichts bewiesen“, sagte Rebeccas Schwester gegenüber der Berliner Zeitung. Für den 27-Jährigen gelte weiterhin „die Unschuldsvermutung".
  • Die älteste Schwester Jessica (27): Sie ist mit dem Hauptverdächtigen verheiratet, hat eine kleine Tochter. Die Nacht ihres Verschwindens verbrachte ihre kleine Schwester in ihrem Haus in Neukölln. Sie brachte die Tochter zur Kita, in der Zeit waren ihr Mann Florian R. und Rebecca allein im Haus. Sie ist die einzige, die sich bisher nicht öffentlich zu dem Fall geäußert hat.
  • Schwager Florian R. (27): Er gilt als tatverdächtig, sitzt in Haft. Während der Ermittlungen verstrickte er sich in Widersprüche – zu den heftigen Vorwürfen schweigt er aber. Dafür gibt es mehrere mögliche Gründe: Der 27-Jährige könnte der Täter sein und will sich selbst nicht belasten – oder er hat sich einer anderen Straftat schuldig gemacht. Dies könnte erklären, warum Vater Bernd „von einer anderen Sache“ sprach.

Dabei setzen sie auch Leichenspürhunde ein. Der Einsatz laufe ähnlich wie am Montag ab, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Gleichzeitig sind Berliner Hundeführer mit sogenannten Mantrailern, speziell ausgebildeten Suchhunden, auf der Autobahn 12 Berlin-Frankfurt (Oder) unterwegs.

10.30 Uhr: Warum erhält der Fall der vermissten Rebecca so viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit? „T-Online“ hat dazu mit einem Medienexperten gesprochen. Christian Schicha, Professor für Medienethik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, sieht die mediale Berichterstattung kritisch: „Es kann auch passieren, dass der potenzielle Täter die Berichterstattung für sich nutzen kann, um Spuren zu verwischen.“

Einerseits könnte die mediale Dauerpräsenz unter Umständen sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung bringen, auf der anderen Seite könnten so auch Spekulationen, Gerüchte und falsche Spuren gelegt werden. Dass die Familie von Rebecca desöfteren mit Medien spricht, findet bei ihm Verständnis: „Vielleicht erhofft sie sich, dass die Polizei aufgrund der hohen öffentlichen Aufmerksamkeit die Ermittlungen verstärkt.“ Ob das Verhalten gut oder schlecht sei, werde erst der Ausgang des Falls zeigen.

Einen großen Ausschlag für die mediale Präsenz habe auch das Fahndungsfoto Rebeccas. „Es zeigt eine sehr attraktive junge Frau, die wie ein Fotomodel gestylt ist. Dieses Bild ist ein Schlüsselbild, das die öffentliche Aufmerksamkeit noch erhöht.“

9.54 Uhr: Rebeccas Schwester Vivien gibt die Hoffnung nicht auf, dass ihr kleine Schwester auch vier Wochen nach ihrem Verschwinden wieder wohlbehalten zurückkehrt. Auf Instagram postete sie:

„Heute ist wieder ein Tag an dem ich einfach nur schreien könnte. Du fehlst mir so! Jeder Gedanke an dich schmerzt so unfassbar... Seien es unsere alltäglichen Dialoge oder das 'beieinander übernachten' wenn ein Feiertag ansteht...Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es dir gerade geht kleine Maus...aber du kommst zurück und bist bald wieder bei uns! Da bin ich mir sicher. #findbecci“

8.45 Uhr: Rebeccas zweite Schwester Jessica ist nach der Verhaftung ihres Mannes Florian R., der im Zusammenhang mit Rebeccas Verschwinden von der Polizei verdächtigt wird, mit ihrem kleinen Kind wieder zu ihren Eltern gezogen. So wolle sie dem Medienrummel ausweichen, berichtet die Bunte.

7.05 Uhr: Die Mordkommission will am Dienstag entscheiden, wann und wie die Suche weiter geht. „Zur Stunde können wir dazu noch nichts sagen“, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Morgen.

Montag, 18. März

21.39 Uhr: Die Familie hat die Hoffnung noch immer nicht aufgegeben, die 15-Jährige lebend weiderzufinden.

Am Abend meldet sich Rebeccas Schwester zu Wort – mit emotionalen Worten. „Ufff Becci, du bist heute 1 Monat weg. Wir alle haben lange nichts mehr von dir gehört, wir hoffen, dass es dir gut geht und dass du weiterhin stark bleibst. We find you“, schreibt sie in einer Instagram-Story und weiter: „Vier Wochen...Ein ganzer Monat. Bitte Gott, bring unsere Becci wieder heim.“

20.06 Uhr: Den Einsatz von Polizeihunden auf dem Wolziger See in Brandenburg kritisiert die Mantrailer-Expertin hingegen nicht. Dort wurden am Montag Leichenspürhunde eingesetzt. Dabei handelt es sich um speziell trainierte Hunde, die Leichen in Gewässern aufspüren können.

Sie suchen nach Geruchspartikeln, die bei der Verwesung von Leichen an die Wasseroberfläche gelangen. „Das funktioniert sehr, sehr zuverlässig. Ähnlich wie die Suche in einer Lawine“, sagt Mantrailer-Ausbilderin Karina Kalks.

Die Suche wurde am Montag jedoch erfolglos abgebrochen.

Expertin kritisiert Polizeiarbeit

17.19 Uhr: Immer wieder sucht die Polizei mit Spürhunden nach der vermissten Rebecca. Bestimmte Einsätze so genannter Mantrailer-Hunde kann Karina Kalks nicht verstehen. Im Interview mit der dpa sagte die Mantrailer-Ausbilderin aus Österreich: „Die Suche entlang der Autobahn sehe ich sehr, sehr kritisch und ich traile jetzt seit 20 Jahren.“

Ermittler haben am Samstag Spürhunde an der Autobahn A12 südöslich von Berlin eingesetzt.

Nach Ansicht der Expertin sei es allerdings sehr unwahrscheinlich, dass Mantrailer-Hunde Spuren nach Autofahrten wittern können. Vor allem nicht Wochen nach einem Ereignis. Mantrailer würden Fußgänger und Radfahrer äußerst zuverlässig aufspüren können.

Aber: „Was soll aus einem geschlossenen Fahrzeug durch die Lüftung nach außen dringen? Dazu kommen noch der Fahrtwind auf der Autobahn und die Verwirbelungen. Über welche Zahl von Geruchspartikeln sprechen wir, die ein Hund noch aufnehmen soll? Ich bin überzeugt von der Hundenase, aber ich glaube nicht, dass sie zaubern können“, so die Mantrailer-Expertin.

15.12 Uhr: Die Polizei hat die Suche nach Rebecca auf dem Wolziger See in Brandenburg am Montagnachmittag für beendet erklärt – ergebnislos. Wie es weitergeht, steht noch nicht fest.

13.56 Uhr: Fahnder der Mordkommission und Diensthundeführer mit zwei Hunden seien auf dem Wolziger See auf einem Boot unterwegs, sagte eine Polizeisprecherin am Montag in Berlin. Auf Fotos vom Montag war ein kleines Boot mit Polizisten auf einem Kanal zum See und auf dem See selbst zu sehen. Die Unterstützung kam offenbar aus Nordrhein-Westfalen, wie Aufschriften auf dem Boot zeigten. Laut „Bild“ sollen drei Spürhunde aus NRW zum Einsatz kommen.

Bei der Polizei und bei Hilfsorganisationen gibt es Personenspürhunde unterschiedlicher Art. Sogenannte Mantrailer suchen nur nach lebenden Menschen. Leichenspürhunde können Tote riechen. Dann gibt es noch spezielle Wasserortungshunde. So bildete etwa die Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Kreisverband Märkisch-Oderland-Ost, vor zwei Jahren einen Hund entsprechend aus. Diese Hunde können vom Boot aus Ertrunkene wittern. Aufsteigende Verwesungsgase sind dabei ein Hilfsmittel für den Hund.

12.01 Uhr: Die Suche nach der vermissten Rebecca wird fortgesetzt. Am Montag suchen die Ermittler am Wolziger See nach der 15-Jährigen. Ermittler der Mordkommission und Diensthundeführer mit zwei Hunden seien dort auf einem Boot unterwegs, sagte eine Polizeisprecherin am Montagvormittag in Berlin.

Taucher würden vorerst nicht eingesetzt. In Waldstücken nahe dem Wolziger See hatte die Polizei bereits nach der vermissten 15-Jährigen gesucht. Das Gewässer liegt in der Nähe der Autobahn 12 Berlin-Frankfurt (Oder). Dort war das Auto des tatverdächtigen Schwagers von Rebecca am Morgen von deren Verschwinden sowie am Folgeabend erfasst worden war.

10.06 Uhr: Rebeccas Schwester Vivien hat auch Instagram den Fahndungsaufruf von Rebecca gepostet. Dazu schrieb sie die Zeilen: „Vier Wochen...Ein ganzer Monat. Bitte Gott, bring uns unsere Becci wieder heim.“

9.22 Uhr: Nun wird Rebecca bereits seit einem Monat vermisst, doch eine richtige Spur hat die Polizei, zumindest offiziell, noch immer nicht.

9.09 Uhr: Ob eine Suchaktion mit Spürhunden zu Wochenbeginn fortgesetzt wird, ist noch unklar. Am Samstagabend war der Einsatz an der Autobahn 12 in Brandenburg vorerst eingestellt worden. Womöglich nahmen die Hunde aber eine Spur auf einer Landstraße Richtung Scharmützelsee auf, wie die Polizei mitteilte.

Die Ermittler versuchten mit den Hunden offenbar zu klären, wohin der tatverdächtige Schwager Rebeccas am Morgen ihres Verschwindens sowie am darauffolgenden Abend fuhr. Das Auto der Familie war zu den Zeiten auf der Autobahn 12 registriert worden. Dies hatte den Verdacht gegen den 27-jährigen Schwager erhärtet.

06.51 Uhr: Das Verschwinden von Rebecca liegt nun auf den Tag genau vier Wochen zurück - und das Schicksal der 15-jährigen Schülerin gibt der Berliner Polizei immer noch Rätsel auf. Ermittler einer Mordkommission arbeiten rund 1500 Hinweise ab, die bislang aus der Bevölkerung eingingen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Rebecca hatte sich am 18. Februar zuletzt im Haus ihrer Schwester und ihres 27 Jahre alten Schwagers im Berliner Ortsteil Britz aufgehalten. Sie kam an dem Morgen nicht zur Schule. Die Ermittler nehmen an, dass die Jugendliche das Haus nicht lebend verließ. Sie verdächtigen den Schwager, sie getötet zu haben. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Polizei hat bereits mehrfach Wälder in Brandenburg durchkämmt und mit Spezialgerät untersucht - ohne Erfolg.

Was vor dem 17. März passierte, kannst du hier nachlesen.

(ms/bs/ak/pen/mj/cs/mb/lin/db/ses/dpa)