Dating-Plattform für Muslime in Deutschland: SPD-Politikerin äußert sich deutlich

SPD-Politikerin Sawsan Chebli sieht die Dating-Plattform nur für Muslime in Deutschland kritisch. (Symbolbild)
SPD-Politikerin Sawsan Chebli sieht die Dating-Plattform nur für Muslime in Deutschland kritisch. (Symbolbild)

„In der heutigen Zeit ist es schwierig geworden, den passenden Lebenspartner auf eine Weise kennenzulernen, die islamischen Werten entspricht“: Mit dieser Zeile wirbt ein Team aus Muslimen für eine Kuppelveranstaltung in München, bei der ausschließlich nur muslimische Singles verkuppelt werden sollen.

Ein Rückschlag für den Integrationsgedanken? SPD-Politikerin und Muslimin Sawsan Chebli kritisiert das Modell der Single-Plattform.

Kuppel-Event für Muslime: Sawsan Chebli ist kritisch

Was steckt dahinter? „Muslime in Deutschland kommen aus allen Ecken der Welt und kennen sich auch untereinander wenig“, heißt es auf der Website des Datingevents. Das erschwere Muslimen, Partner zu treffen oder ihnen von den Eltern vorgestellt zu werden.

„Die früheren Familienverbände haben sich weitgehend aufgelöst“, so die Veranstalter auf der Website heiratsevent.com. Das Single-Treffen findet am 28. April in München statt.

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„Voll die Integration“

Sawsan Chebli schreibt dazu kritisch ironisch auf Twitter: „Wie witzig. Eine Dating-Plattform für Muslime. Voll die Integration.“

Viele Nutzer – auch diejenigen, die die Ironie hinter ihrem Post nicht verstanden haben – stimmen ihr zu, dass eine solche Plattform wenig mit dem Integrationsgedanken zu tun hat.

Andere halten das Modell der Community-Verkupplung für wenig verwerflich: „Wo ist hier ein Problem? So viele Partnerbörsen beziehen sich auf communities: Akademiker, Ü60, sogar Schwaben ... warum also nicht Religionsgemeinschaften?“, schreibt ein Nutzer. (jg)