Michael Jackson: Umstrittene Doku „Leaving Neverland“ – diese Szenen schockieren die Zuschauer

Am Samstag zeigt ProSieben um 20.15 Uhr  „Leaving Neverland.“ Gegen die kontrovers diskutierte Doku hatte es bereits Proteste gegeben.
Am Samstag zeigt ProSieben um 20.15 Uhr „Leaving Neverland.“ Gegen die kontrovers diskutierte Doku hatte es bereits Proteste gegeben.
Foto: dpa

Die Michael-Jackson-Doku „Leaving Neverland“ ist momentan wohl der Dokumentarfilm, über den die ganze Welt spricht. In „Leaving Neverland“ erzählen die beiden Männer James Safechuck (40) und Wade Robsen (37) in parallelen, aber auch voneinander abhängigen Geschichten von ihren persönlichen Erfahrungen mit Michael Jackson. Sie beschreiben dabei auch, wie der Sänger sie als Kinder missbraucht haben soll.

Doku über Michael Jackson: „Leaving Neverland“

„Er war einer der gütigsten, sanftesten, liebevollsten Menschen, die ich kannte“, so spricht Wade Robsen in der Doku trotzdem über den King of Pop. Gleichzeitig sagt Wade Robsen aber auch: „Und er hat mich über sieben Jahre sexuell missbraucht.“

Fans von Michael Jackson diskutieren seit Wochen über die Inhalte der Doku. Immer im Fokus der Debatte bleibt, dass Michael Jackson sich nach seinem Tod nicht mehr zu den harten Vorwürfen äußern kann.

Diskussionen auf Twitter

Während Doku läuft, diskutieren die Zuschauer auf Twitter. Viele zeigen sich schockiert und kritisieren unter anderem das Verhalten der Mütter der beiden „Protagonisten“.

Der Film spaltet auf jeden Fall die Meinungen. Und er regt, bei vielen zumindest, zum Nachdenken an.

Auch ProSieben hat sich zu den Vorwürfen der Vorverurteilung von Michael Jackson geäußert.

ProSieben: „Leaving Neverland ist kein Gerichtssaal. Und auch keine Doku über Michael Jackson“

„Leaving Neverland ist kein Gerichtssaal. Und auch keine Doku über Michael Jackson. In Leaving Neverland sprechen zwei Männer darüber, wie sie sexuell misbraucht wurden“, so der der Sender über seinen Twitter-Account.

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Sender zeigt Spezial über Superstar Michael Jackson

Vor der Ausstrahlung der kontrovers diskutieren Dokumentation soll es auch ein ProSieben-Spezial geben. „In unserem ProSieben-Spezial stellen wir Fragen, die die Doku nicht stellt und setzen uns mit den bedeutendsten Momenten im Leben des Superstars auseinander“, so Chefredakteur Stefan Vaupel.

„Leaving Neverland“: Fans protestieren gegen Ausstrahlung der Doku

Im Vorfeld hatte es mehrfach Fan-Proteste gegen die Ausstrahlung von „Leaving Neverland“ gegeben. Die Justiz, so betonen Fans, habe Jackson freigesprochen. Einige Dutzend Michael-Jackson-Fans haben am Samstag in München gegen die Deutschland-Ausstrahlung der umstrittenen Dokumentation protestiert.

Für die demonstrierenden Jackson-Fans sind die Anschuldigungen alles Lügen. Mit Plakatsprüchen wie „Facts don't lie - people do“, oder „MJ innocent“ postierten sie sich am Samstagmittag zunächst am Münchner Stadtrand in Unterföhring. „Hier hat der Sender ProSieben seinen Sitz und zeigt den Film abends erstmals in Deutschland“, erklärte die Demonstrantin Jennifer Fuhrman die Standortwahl. Sie hatte gemeinsam mit Mitstreitern die Kundgebung über Facebook organisiert - nach ihren Angaben kamen rund 70 Fans.

Demo vor ProSieben-Zentrale

Nach ihrem Protest vor dem Sender zogen rund 30 Anhänger in die Münchner Innenstadt vor das inoffizielle Michael-Jackson-Denkmal. Dass die Demonstration die Ausstrahlung des Filmes nicht verhindern wird, ist Fuhrmann bewusst: „Uns geht es vor allem darum, dass anders als im Film auch eine andere Seite gehört wird - eine, die sicher ist, dass Michael Jackson unschuldig ist.“

Die Michael-Jackson-Doku „Leaving Neverland“ läuft am Samstag um 20.15 Uhr auf ProSieben.