Politiker macht heimlich Bild von Frau auf Balkon – aus diesem Grund hat er jetzt Riesenärger

Ein SPD-Politiker hatte in München heimlich Fotos von einer CSU-Kandidatin gemacht. (Symbolbild)
Ein SPD-Politiker hatte in München heimlich Fotos von einer CSU-Kandidatin gemacht. (Symbolbild)

Wie lange hält wohl noch die GroKo durch? Viele Politiker sind sich da uneins. Neulich erst prognostizierte Friedrich Merz dem Bündnis, dass es den Jahreswechsel nicht überstehe >>>hier mehr dazu lesen, jetzt facht eine lokalpolitische Debatte in München die Diskussion zwischen SPD und CDU/CSU weiter an.

Der Münchener SPD-Funktionär und Parteivize Roland Fischer hat heimlich Fotos von der Kommunalreferentin und OB-Kandidatin Kristina Frank (CSU) gemacht. Die zeigen Frank dabei, wie sie Selfies auf dem Balkon des Partei-Gebäudes der CSU macht. Das SPD-Gebäude befindet sich direkt gegenüber.

SPD-Politiker macht heimlich Foto von einer CSU-Kandidatin - und erntet Kritik

Fischer postete die Bilder der posierenden Politikerin bei Facebook und schrieb dazu: „Jetzt weiß ich wenigstens, was die OB-Kandidatin der CSU in ihrem offenbar Teilzeitjob als Kommunalreferentin so an einem Freitagnachmittag während der Arbeitszeit macht. Kleiner Tipp: Vielleicht das Posen beim nächsten Mal nicht gegenüber der SPD-Zentrale üben ...“

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Darüber berichtet die tz. So hatte der SPD-Politiker einige Lacher auf seiner Seite, musste aber unter den Kommentaren auch Kritik aus den eigenen Reihen einstecken. „Das ist definitiv nicht die Ebene politischer Auseinandersetzung, die ich mir wünsche“, soll beispielsweise ein Nutzer geschrieben haben, der ebenfalls Mitglied der SPD ist.

Auch ein anderer schreibt: „Genossinnen und Genossen, tut mir leid, ich finde Häme kein politisches Mittel, mit dem man Zuspruch in der Bevölkerung zurück gewinnt.“

Und wie reagierte die CSU-Kandidatin selbst? „Das nächste Mal winke ich gerne. Übrigens: Das nennt sich social media, liebe SPD.“, soll sie lässig geantwortet haben.

„Gute Nacht politische Kultur“

Ihr Fraktionschef hingegen trat weniger gelassen auf. Manuel Pretzl sagte gegenüber der tz: „„Wenn es jetzt Schule machen sollte, mit heimlich geschossenen Fotos Wahlkampf zu machen, dann Gute Nacht politische Kultur. Ich bin fassungslos über diese Niveaulosigkeit ...Wenn Herr Fischer einen Rest von Anstand hat, entschuldigt er sich bei Frau Frank.“

Außerdem gab es noch einen Wink in Richtung moderner Technik: „Ganz abgesehen davon, dass die älteren Herren in der SPD nicht zu verstehen scheinen, dass das Handy heutzutage ein ganz normales Kommunikationsmittel ist.“ (js)