Bande schlägt Frau zusammen und rasiert ihr den Schädel – aus diesem abscheulichen Grund

Shakeela während einer Pressekonferenz über den Vorfall.
Shakeela während einer Pressekonferenz über den Vorfall.
Foto: imago images / ZUMA Press

In Pakistan musste ein 27-jährige Frau etwas Furchtbares durchmachen: Sie soll erst entführt, mehrere Stunden gegen ihren Willen festgehalten worden sein und vor ihrer Freilassung den Kopf rasiert bekommen haben.

Der Grund für diese Tat? Sie ist eine Transfrau. In Pakistan haben Transgender seit 2018 ihr subjektiv empfundenes Geschlecht anzugeben. Im Alltag erfahren sie noch immer eine starke Diskriminierung.

Pakistan: Frau wird brutal entführt

Wie die britische „Metro“ berichtet, soll Shakeela (27) am ersten Tag des islamischen Opferfestes „Eid ul-Adha“ entführt worden sein. Erst nach drei Stunden und nachdem man ihr den Kopf rasiert hatte, wurde sie freigelassen.

Ihre Entführer sollen ihr Gewalt angedroht haben, wenn sie das geforderte Lösegeld von 1.000.000 Pakistanische Rupien, umgerechnet etwa 5.800 Euro, nicht zahlen sollte.

Gesetzeslage hat sich bereits geändert

Gemeinsam mit Unterstützung der „Trans Action Pakistan“, einer Gruppe die sich für die Rechte und Gleichstellung von Transgendern und anderen Menschen, die sich nicht mit der ihr zugeteilten Sexualität identifizieren können, einsetzt, übt sie nun druck auf die örtlichen Behörden aus, dem Fall nachzugehen.

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Gewalt gegen Transgender ist enorm

Farzana Jan, Vorsitzende von „Trans Action Pakistan“ hat dem britischen Portal gegenüber berichtet, dass seit 2015 64 Transgender aufgrund ihrer Sexualität ermordet und über 600 gefoltert worden sind.

„Die kriminellen Banden suchen sich gezielt Leute aus der Transgender-Gemeinschaft, weil sie leicht zu verletzende Ziele sind“, erzählt sie der Metro.

Schutzgeldzahlungen – keine Neuigkeit in der Provinz

Shakeela arbeitet als Tänzerin in Mardan und soll der Bande bereits Geld gezahlt haben. Erst 40.000, später 50.000 Pakistanische Rupie, was einem Wert von etwa 230 Euro beziehungsweise 290 Euro entspricht.

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Der Vorsitzenden von Trans Action zufolge ist das quasi Schutzgeld: Entweder du zahlst und kannst in der Stadt als Tänzerin auftreten oder du zahlst nicht – was schlimme Folgen mit sich bringt.

Solche Vorfälle sind laut Farzana nicht neu. Immer wieder soll es in Khyber Pakhtunkhwa zu Entführungen, Erpressungen und auch Gewalttaten gegenüber Transgendern kommen. (db)