McDonalds: Revolution bei den Burgern – dieser Versuch könnte deinen Besuch grundlegend verändern

McDonalds will weniger Plastikverpackungen nutzen. Der Testlauf dafür findet in Berlin statt. (Symbolbild)
McDonalds will weniger Plastikverpackungen nutzen. Der Testlauf dafür findet in Berlin statt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Manfred Segerer

Berlin. Den veganen Burger gibt's schon bei McDonalds. Jetzt will der Fast-Food-Riese noch einen Schritt weiter gehen und auf Plastikverpackungen verzichten.

Wie das genau aussehen soll, testet McDonalds jetzt erstmal in der Filiale in der Mall of Berlin zwischen dem 17. und dem 26. Juni. Von dem Test erhofft sich McDonalds Erkenntnisse, die im Kampf gegen den Plastikmüll möglicherweise bald in jeder Filiale in Deutschland umgesetzt werden.

McDonalds testet neue Verpackungskonzepte

McDonalds Verpackungsmüll

Auf den Testlauf macht McDonalds mit einem neuen Video aufmerksam. „Wir probieren viel aus, aber nicht alles funktioniert“, heißt es dort. Scherzhaft serviert eine Mitarbeiterin dort den Ketchup für die Fritten direkt in die Hände des Kunden.

Richtige Lösungen für das Plastikproblem bietet die Fastfood-Kette in dem Video allerdings nicht an. Welche Möglichkeiten der Müllvermeidung in Frage kommen, wolle man durch den Test herausfinden, kommentierte ein McDonalds-Mitarbeiter unter dem Video.

Kunden sollen eine Stimme erhalten

Nur gemeinsam mit den Kunden könne ein zufriedenstellender Weg eingeschlagen werden. „Eine innovative Lösung funktioniert nur dann, wenn sie gleichermaßen zu unseren operativen Prozessen im Restaurant, zu Hygienevorgaben oder eben zum Geschmack unserer Gäste passt“, sagt Heike Bierweiler, Director Supply Chain von McDonald's Deutschland.

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Aus dem Grund können Kunden ihre Meinung zu den neuen Verpackungen direkt in der Filiale oder online kundtun. Nach dem 10-tägigen Testlauf in Berlin wertet McDonalds dann die Kundenreaktionen aus.

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Kritik von den Kunden zur Aktion

Bei den Kunden kommt diese Strategie bisher nicht gut an. „Greenwashing vom Feinsten“, kommentiert ein Nutzer unter dem Video. Auch andere Nutzer kritisieren, dass Umweltverschmutzung nicht bei der Vermeidung von Plastikmüll aufhöre.

„Müll & Plastik drastisch zu reduzieren sollte für einen Konzern mit so großer Verantwortung selbstverständlich sein. Das Traurige ist, dass McDonald's sich nur an den Kunden orientiert, denen ihre verursachte Umweltbelastung durch den Besuch bei McDonald's leider nicht bewusst zu sein scheint“, schreibt eine Kundin unter das Video.

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„Also wirklich. Schämt ihr euch nicht, Umweltschutz und Verpackungsfreiheit so ins Lächerliche zu ziehen? Mit dieser Werbung habt ihr mal wieder gezeigt, dass für Euch nur die kleinste Violine der Welt wichtig ist: das Geld. Anstatt eine seriöse Werbung zu gestalten, in der ihr euch konstruktiv mit der Thematik hättet befassen können, kommen hier nur billige Ausreden, wieso der Prozess so lange dauert“, beschwert sich ein Kunde.

Steigender Verpackungsverbrauch pro Kunde

McDonalds gibt in seinem Nachhaltigkeitsbericht an, bis zum Jahr 2025 alle Verpackungen aus „erneuerbaren, recycelten oder zertifizierten Quellen“ beziehen zu wollen.

Im Jahr 2017 produzierte McDonalds 47.300 Tonnen Verpackungsmaterial. Das waren 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Pro Kunde fallen etwa 97 Gramm Verpackungsmüll pro Besuch an. (vh)