Amazon sucht neue Mitarbeiter – und hat ausgerechnet diese Zielgruppe im Auge

Amazon sucht ganz besondere Mitarbeiter.
Amazon sucht ganz besondere Mitarbeiter.
Foto: dpa

Amazon sucht neues Personal für Logistik-Zentren in ganz Deutschland. Der Handelsriese hat dafür eine spezielle Zielgruppe ins Auge gefasst:

Ehemalige Soldaten sollen Führungsposten der Team-, Bereichs- oder Schichtleiter an den unterschiedlichen Amazon-Standorten besetzen. Auch in Essen, Unna und Hannover. Dafür gibt es Kritik.

Explizit sucht das Unternehmen nach Fachkräften mit militärischem Hintergrund. „Die Einstellung von Personal aus dem Militär ist ein entscheidender Bestandteil unseres unternehmensweiten Business-Plans, die Führungskräfte der Zukunft zu finden“, heißt es etwa in einer Stellenausschreibung für den Standort in Essen.

Warum müssen es unbedingt Ex-Soldaten sein? Geht es darum, einen Drill in die Arbeitsabläufe zu bringen?

Amazon will Ex-Soldaten einstellen: Was steckt dahinter?

Nein, sagt ein Amazon-Sprecher auf Nachfrage von DERWESTEN. Ein „Kasernenton“ solle nicht eingeführt werden, vielmehr will der Handelsriese auf die Führungsqualitäten der Ex-Soldaten bauen. „Es geht darum, Fachkräfte zu finden, die in der Lage sind, schnelle und agile Teams zu führen und motivieren zu können“, erklärt Eichenseher.

------------------------------------

• Mehr Themen zu Amazon:

Amazon Alexa: Unfassbarer Vorfall – Swat-Team muss anrücken!

Amazon: Wenn du diese Mail bekommst, solltest du sofort handeln

Amazon bringt kostenlosen Streaming-Dienst nach Deutschland

-------------------------------------

„Soldaten der Bundeswehr haben damit über Jahre gute Erfahrung gemacht.“ Gleichzeitig hätten Mitarbeiter von Amazon positive Rückmeldungen über die Arbeit mit ehemaligen Bundeswehr-Soldaten gegeben, so der Amazon-Sprecher.

Amazon wird von Gewerkschaft kritisiert

Bei der Gewerkschaft Verdi sieht man die Einstellung von Ex-Militärs kriitsch. Ein Verdi-Sprecher aus Hannover sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, klare und unmissverständliche Ansagen ehemaliger Soldaten würden zum Betrieb passen. „Leistungsdruck durch Tempo-Steuerung per Computer, Überwachung per Kamera und die Vorgesetztem bei jedem Arbeitsschritt“, heißt es von Verdi.

Amazon lasse seine Maske fallen.