München: Mutter (41) und Tochter (16) verschwunden – Polizei veröffentlicht grausames Detail

Maria Gertsuski (41) und ihre Tochter Tatiana (16) aus München sind spurlos verschwunden.
Maria Gertsuski (41) und ihre Tochter Tatiana (16) aus München sind spurlos verschwunden.
Foto: dpa, Polizei

München. Schlimmer Verdacht im Vermisstenfall einer Mutter und ihrer Tochter aus München.

Am Samstag, 13. Juli, hatten Maria Gertsuski (41) und ihre Tochter Tatiana (16) gemeinsam ihre Wohnung im Bereich der Ottobrunner Straße verlassen. Laut Polizei wollten sie in ein Shopping-Center fahren. Doch dort kamen die beiden nie an. Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass die beiden Frauen aus München tot sind. Und hat auch bereits einen Verdacht, wer ihnen das angetan haben könnte

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München: Mutter und Tochter verschwunden – grausames Detail

Jetzt hat die Polizei München neue Erkenntnisse in einer Pressekonferenz mitgeteilt.

Alle Infos zu dem Vermisstenfall aus München in unserem News-Blog:

Dienstag, 13. August:

13.46 Uhr: Die Polizei in München erklärte in einer Live-Pressekonferenz bei Twitter, dass der Tatverdächtige weiter schweigt. Der Mann der vermissten Maria Gertsuski sitzt seit dem 22. Juli in Untersuchungshaft.

Rund 100 Hinweise erreichten die Polizei aus der Öffentlichkeit, denen die Beamten alle nachgingen. Hier fokussierten die Ermittler sich vor allem auf den Truderinger Forst bei München. Die insgesamt 650 Einsatzkräfte konnten noch immer nicht das ganze Gebiet durchkämmen.

Doch am Dienstagnachmittag konnten die Ermittler erste Erfolge vermelden. Im Wald fanden zwei Gegenstände, die sie den Vermissten zuordnen konnten: Eine Schmutzfangmatte und ein Teppich. Grausam: die Gegenstände wiesen Blutspuren der beiden Vermissten auf. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurde der Teppich bei der Konferenz nicht gezeigt, damit Zeugen diesen noch beschreiben können.

„Wir sind guter Hoffnung, dass wir die Leichen finden werden“

„Aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse suchen wir nach Leichen. So hart das klingen mag. Das hat sich jetzt noch weiter erhärtet“, teilte Josef Wimmer, Leiter der Mordkommission mit.

Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich führte es, dass die Staatsanwaltschaft davon ausgeht, dass zunächst die Mutter und dann die Tochter getötet wurde. Gegen die Mutter wird wegen Totschlags ermittelt. Bei der Tochter vermutet die Staatsanwaltschaft eine Mordhandlung, um seine Tat zu vertuschen.

„Das macht die Ermittlungen nicht leichter“, sagte Heidenreich außerdem mit Blick auf den inhaftierten Ehemann und sein hartnäckiges Schweigen. „Wir haben die Leichen zwar noch nicht gefunden, sind aber guter Hoffnung, dass wir sie finden werden!“

Eine Bitte hat die Polizei noch: Wer etwas entdeckt, soll sich bitte bei der Polizei melden. Auch Zeugen, die am 13. Juli etwas gesehen haben oder Hinweise geben können, sollen bitte die Polizei kontaktieren.

Hier kannst du die Pressekonferenz sehen:

6.53 Uhr: Genau einen Monat ist es her, dass sich die Spur von Mutter Maria Gertsuski (41) und ihrer 16-jährigen Tochter Tatiana verliert. Wie ein Zeuge nach Informationen der tz behauptete, könnten die beiden Vermisstne im Truderinger Wald bei München vergraben worden sein. Die Polizei ging diesem Hinweis am Montag nach. Erneut durchsuchten 120 Polizeibeamte das Waldstück im Osten des Friedrich-Panzer-Weges - wieder ohne Erfolg.

Diesen Bereich haben die Beamten schon etwa 14 Tage im Blick. Doch die Leichen bleiben verschwunden. Der neue Ehemann (44) der Mutter sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Er steht unter dringendem Tatverdacht und hat bisher noch kein Wort über eine mögliche Tat verloren.

Dienstag, 30. Juli:

16.10 Uhr: Die Polizei nahm am Dienstag erneut ihre Suche nach der vermissten Mutter und ihrer Tochter auf. Rund 100 Beamte sind nach Polizeiangaben erneut im Wald im Südosten von München unterwegs. Dort suchen sich auch mit Spürhunden, Stöcken und Schaufeln nach den beiden Vermissten.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Vermissten im Alter von 41 und 16 Jahren vom neuen Ehemann der Mutter getötet wurden. Welche Hinweise die Polizei hat, dass in dem Waldstück die Leichen der Vermissten versteckt sein könnten, blieb am Dienstag weiter unklar.

Freitag, 26. Juli

19.37 Uhr: Die Suche nach den vermissten Frauen aus München wurde beendet. Es seien keine Leichen und keine Gegenstände gefunden worden, die in Zusammenhang mit dem Fall stünden, teilte die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt am Freitag mit. „Ob weitere Absuchen stattfinden, wird noch geklärt“, sagte eine Sprecherin.

Rund 150 Beamte waren im Einsatz und hatten unter anderem mit Alu-Stöcken und Schaufeln den Waldboden abgesucht. Mutter und Tochter gelten seit rund zwei Wochen als verschollen. Der 44-jährige Ehemann der Frau sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

9 Uhr:

Wie die Münchner „tz“ berichtet, durchkämmt die Polizei aktuell ein Waldstück bei München. „Die zwei Leichen der vermissten Frauen können dort unter Umständen vermutet werden“, teilte ein Sprecher der Polizei der „tz“ mit.

Mittwoch, 24. Juli, 22.30 Uhr:

Neue Erkenntnisse in den Ermittlungen zeigen, Roman H. soll zuerst die Mutter und dann ihre Tochter Tatiana getötet haben. Er soll die 16-Jährige womöglich ermordet haben, weil sie die Tötung ihrer Mutter mitgekriegt hat.

Allerdings gehen die Ermittler nicht von einem geplanten Mord aus niederen Beweggründen aus. Für wahrscheinlicher halten sie, dass der Mann aus Affekt heraus gehandelt haben könnte. „Wir ermitteln nach wie vor in alle Richtungen, sowohl belastend als auch entlastend für den Verdächtigen“, äußerte die Oberstaatsanwältin Anne Leiding gegenüber Merkur.

Roman H. hat sich bis jetzt seit seiner Festnahme noch nicht geäußert. Ebenfalls stellte er noch keinen Antrag auf einen Haftprüfungstermin.

Dienstag, 23. Juli, 11.38 Uhr:

Ein Bekannter der beiden Vermissten meldet sich nun zu Wort. Gegenüber „Focus Online“ berichtet er, er versuche sich seit der Festnahme des Ehemannes abzulenken.

Denn einige Tage vor dem mysteriösen Verschwinden der zwei Frauen hätte er noch zusammen mit allen Beteiligten zusammen abgehangen. „Denn wenn das alles stimmt, was da jetzt rauskommt, dann saß ich vor zwei, drei Wochen mit einem Mörder an einem Tisch im Biergarten.“

Dabei sei er verwundert gewesen über das Treffen, da er Marias Ehemann zuvor nur fünf Mal gesehen hätte. Maria selbst kennt der Bekannte allerdings schon seit 19 Jahren.

Bei einer vorherigen Zusammenkunft zeichnete sich nach Aussagen des Bekannten deutlich ab, dass das Verhältnis zwischen Tatiana und Stiefvater eher schwierig gewesen sei.

„Am Abend des 30. Dezember 2017 waren wir bei Roman und Maria. Tatiana ist ihrem Stiefvater mehrmals frech ins Wort gefallen. Man hat an dem Abend gespürt, dass es ein angespanntes Verhältnis zwischen den beiden gibt“, so der Bekannte weiter.

Montag, 22. Juli, 15.45 Uhr:

Die Hoffnung, dass die beiden Frauen noch lebend gefunden werden können, sind offenbar gering. Laut Bild sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins: „Wir gehen davon aus, dass Mutter und Tochter tot sind.“

Montag, 22. Juli, 15.31 Uhr:

„Aufgrund der aktuell laufenden Ermittlungen können momentan keine weiteren Angaben zu einem möglichen Tatablauf und zum genauen Ermittlungsstand gemacht werden. Hierzu bitten wir um Verständnis“, teilte die Polizei in einem Statement mit.

Stattdessen erhofft sich die Polizei mit einer Erweiterung der Öffentlichkeitsfahndung weitere Hinweise.

Dazu hat sie Bilder des Tatverdächtigen und der beiden Autos der Familie veröffentlicht.

Die Polizei bittet Personen, die Beobachtungen zum Tatverdächtigen und der beiden Autos von Freitag, 12. Juli bis Sonntag, 14. Juli, im Bereich der Ottobrunner Straße 31 oder auch an jeder anderen Örtlichkeit gemacht haben, sich umgehend mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder auch mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Montag, 22. Juli, 15.13 Uhr:

Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Polizei München von einem Tötungsdelikt aus. Am Vorabend sei daher gegen 18.45 Uhr der Ehemann der 41-jährigen Maria Gertsuski und Stiefvater der ebenfalls vermissten Tatiana festgenommen worden.

Der Haftbefehl gegen ihn lautet Mord. Der Tatverdächtige werde daher noch im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Sonntag, 21 Juli, 20.50 Uhr:

Die Polizei München hat mitgeteilt, dass die Mordkommission einen Haftbefehl gegen den Ehemann der Mutter und Vater der Tochter erwirkt hat. Der Mann wurde bereits festgenommen. Er stehe unter dringendem Tatverdacht.

Freitag, 19. Juli, 18.39 Uhr:

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand gab es seit dem Tag ihres Verschwindens keinerlei Hinweise darauf, dass die beiden von jemanden gesehen wurden. Mittlerweile ermittelt die Polizei wegen des Verdachts eines Gewaltdeliktes.

Die Ermittlungen wurden diesbezüglich nun vom Kommissariat 11 des Polizeipräsidiums München übernommen. Dort wurde eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen „EG Duo“ eingerichtet.

Maria Gertsuski und ihre Tochter Tatiana hatten am Samstag, 13. Juli, gegen 14 Uhr ihre Wohnung in der Ottobrunner Straße verlasen, um gemeinsam in Neuperlach shoppen zu gehen. Nach Bild-Informationen soll der Ehemann Marias die beiden zuerst als vermisst gemeldet haben. Auch Marias Ex-Mann soll das Verschwinden gemeldet haben.

Die Vermissten gelten als zuverlässig. Deshalb sahen die Angehörigen in dem plötzlichen Verschwinden ein untypisches Verhalten, und meldeten Mutter und Tochter als vermisst.

Vermissten-Fall in München: Tatiana erschien nicht in der Schule, ihre Mutter nicht auf der Arbeit

„Tatiana hat mir um diese Uhrzeit ihre letzte Nachricht auf WhatsApp geschrieben. Später habe ich erfahren, dass sie anderen Freunden etwa zur gleichen Zeit schrieb, dass sie mit ihrer Mutter zum Einkaufscenter in den Bezirk Neuperlach fahren will, um sich dort etwas zum Anziehen zu kaufen für eine Party“, berichtet eine Freundin gegenüber Focus Online. Immer wieder habe sie versucht Tochter und Mutter zu erreichen, doch ihre Handys waren ausgeschaltet.

Tatiana ging montags nicht zur Schule, auch ihre Mutter erschien nicht auf der Arbeit. Da die Polizei Reisepässe in der Wohnung fand, schließt sie eine Reise der beiden, etwa nach Russland, aus.

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Die Polizei bittet nun Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich beim Polizeipräsidium München, Kommissariat 14, unter 089/2910-0 zu melden. (ms)