Landtagswahl Sachsen 2019: Spitzenpolitikerin probiert Wahlomat aus - dann wird es unangenehm

Landtagswahl in Sachsen: Seit Montag ist der Wahlomat der Bundeszentrale für politische Bildung online.
Landtagswahl in Sachsen: Seit Montag ist der Wahlomat der Bundeszentrale für politische Bildung online.
Foto: dpa

Die Landtagswahl in Sachsen steht kurz bevor, am 1. September wählen die Sachsen ihren neuen Landtag.

Seit Montag ist der Wahlomat zur Landtagswahl in Sachsen online.

Wahlomat zur Landtagswahl in Sachsen ist online

Meist vier Wochen vor größeren Wahlen können sich Wähler mithilfe des Programms über die Positionen der Parteien zu ausgewählten Themen informieren - und die eigenen Ansichten mit den Meinungen der Parteien vergleichen.

>>Hier geht es zum Wahlomat zur Landtagswahl in Sachsen<<

Am Montag testeten Vertreter der großen Parteien den Wahlomat. Bei einer Politikerin führte der Testlauf zu einem höchst überraschenden Ergebnis.

+++ Landtagswahl Sachsen 2019: Termin, Kandidaten – hier alle Infos +++

Während alle anderen Politiker am Ende des eindeutig am meisten mit der eigenen Partei übereinstimmten, landete bei der FDP-Politikerin Kristin Franke die CDU mit 71,4 Prozent auf Platz 1. Ihre eigene Partei folgte mit 70,2 Prozent.

Wahlomat-Ergebnis: „Ich bin keine Parteisoldatin“

„Ich bin halt keine Parteisoldatin. Vielleicht hätte ich die Fragen zu Cannabis und dem Wolf nicht mit 'neutral' beantworten sollen“, kommentierte Franke laut dem Portal „Tag24“. Kristin Franke steht auf Listenplatz 2 der FDP bei der Landtagswahl in Sachsen.

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CDU-Generalsekretär Alexander Dierks kam auf eine Zustimmung von 98,7 Prozent mit den Positionen der Union, bei Linke-Spitzenkandidat Rico Gebhardt waren es 97,4.

AfD-Parteichef Jörg Urban hatte sich nach eigenem Bekunden einmal verdrückt und landete so bei 98 Prozent. Katja Meier, Spitzenkandidatin der Grünen, schloss den Test mit einer hundertprozentigen Übereinstimmung ab. Bei Henning Homann, Generalsekretär der SPD, waren es 85,7 Prozent.

Wahlomat zur Landtagswahl in Sachsen

Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung ist seit 2002 im Einsatz, um vor allem junge Menschen zu informieren und zu mobilisieren.

Die Nutzer können herausfinden, welche der zur Wahl zugelassenen Parteien ihren Positionen am nächsten stehen. In Sachsen gibt es dieses Angebot zu einer Landtagswahl das dritte Mal.

2014 wurde er mehr als 282 000 Mal genutzt. Partner sind dabei die Landeszentrale für politische Bildung und diverse Medien. „Der Wahl-O-Mat hat sich inzwischen zu einer festen Größe für politische Information im Vorfeld von Wahlen etabliert“, erklärte Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.

Das sind die Ergebnisse der letzten Landtagswahl 2014 in Sachsen:

  • CDU: 39,0 Prozent (2009: 40,2 Prozent)
  • Die Linke: 18,9 Prozent (2009: 20,6 Prozent)
  • SPD: 12,4 Prozent (2009: 10,4 Prozent)
  • AfD: 9,7 Prozent (2009 nicht nicht gegründet)
  • Die Grünen: 5,7 Prozent (2009: 6,4 Prozent)
  • NPD: 4,9 Prozent (2009: 5,6 Prozent)
  • FDP: 3,8 Prozent (2009: 10,0 Prozent)
  • Die Tierschutzpartei: 1,1 Prozent (2009: 2,1 Prozent)
  • Piraten: 1,1 Prozent (2009: 1,9 Prozent)
  • Sonstige: 3,4 Prozent (2009: 2,8 Prozent)

(pen/dpa)