Eklat um SED-Hymne bei Grünen-Wahlparty: Das steckt wirklich dahinter

Katja Meier und Wolfram Günther, Spitzenkandidaten der Grünen in Sachsen. Auf der Wahlparty ertönte plötzlich eine alte DDR-Meleodie - dahinter steckte die Satire-Partei "Die Partei".
Katja Meier und Wolfram Günther, Spitzenkandidaten der Grünen in Sachsen. Auf der Wahlparty ertönte plötzlich eine alte DDR-Meleodie - dahinter steckte die Satire-Partei "Die Partei".
Foto: dpa

Die Grünen hatten Grund zum Feiern.

Zwar blieb die Partei am Ende unter den Erwartungen - dennoch konnten die Grünen ihr Ergebnis am Sonntag gegenüber der Landtagswahl 2014 deutlich verbessern.

Wirbel um SED-Lied bei den Grünen

Auf der Wahlparty der Grünen in Dresden passierte dann etwas sehr Merkwürdiges, wie viele TV-Zuschauer live miterleben konnten: Während eine ARD-Reporterin Grünen-Polikerin Katrin Göring-Eckardt interviewte, ertönte laut und deutlich im Hintergrund die Hymne der DDR-Partei SED: „Die Partei, die Partei, die Partei“.

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Das sorgte zunächst für Irritation: Warum feiern die Grünen ein altes DDR-Organ? Schnell war klar: Dahinter steckte die Satire-Partei „Die Partei“. Der sächsische Spitzenkandidat der Partei, Tom Rodig, hatte sich unter die Partygäste gemischt und das DDR-Lied angestimmt. Twitter

Rechte Blogs: „SED-Hymne entlarvt die Grünen als Kommunisten“

Die Aktion hat nun für Ärger gesorgt. Denn viele rechte Blogs und Portale haben die Geschichte nun zum Anlass genommen, um Fake News zu verbreiten mit Überschriften wie „SED-Hymne entlarvt die Grünen als Kommunisten“.

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Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt hat nun ihren Unmut darüber via Twitter kundgetan. Sie schreibt - adressiert an die Partei: „Hallo Die Partei, gab es schon Dankschreiben der Hetzblogger (s. Screenshots)? Gehe davon aus, dass das nicht die Absicht hinter der Aktion auf unserer Wahlparty war, oder?“

„Politisch destruktive Kraft“

Das sorgt nun für Diskussionen. Ein Nutzer etwa kommentiert: „Ich sag mal ganz leise was. So hinter vorgehaltener Hand. Trotz Sympathien für einige Aktionen und der Überzeugung, dass Satire alles darf, halte ich die Partei für eine politisch destruktive Kraft.“ (pen)