Hurrikan „Dorian“ erreicht Deutschland – darauf musst du dich einstellen!

Das Bild des Hurrikan Dorian wurde aufgenommen von der ISS. Es zeigt die enormen Ausmaße des Sturms.
Das Bild des Hurrikan Dorian wurde aufgenommen von der ISS. Es zeigt die enormen Ausmaße des Sturms.
Foto: imago images / ZUMA Press
  • Das Ausmaß der Katastrophe durch Hurrikan „Dorian“ auf den Bahamas wird immer deutlicher.
  • Die Zahl der Toten steigt, die Überlebenden brauchen Hilfe.
  • Die UN haben Tausende Mahlzeiten angeliefert.
  • Jetzt steuert der Ex-Hurrikan auf Europa zu.
  • Was bedeutet das für Deutschland?

Hurrikan „Dorian“ war der verheerendste Sturm, den es jemals auf den Bahamas (Karibik) gab. Und als einer der stärksten im Atlantik seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Hurrikan „Dorian“ hat in den vergangenen Tagen für Zerstörung und Verwüstung an der Ostküste der USA und Kanada sowie auf den Bahamas gesorgt. Und jetzt rast er geradewegs auf Europa zu.

Hurrikan kommt nach Europa: Was bedeutet es für Deutschland?

Die gute Nachricht ist jedoch: Wenn „Dorian“ hier ankommt, wird er seine tropischen Eigenschaften und zerstörerischen Kräfte längst verloren haben. Das Wetterportal „Wetter.de“ spricht von einem „Ex-Hurrikan“.

Ex-Hurrikan bringt Regen nach Deutschland

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bleibt es vorerst warm. Am Mittwoch sind Temperaturen von bis zu 24 Grad möglich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch auf seiner Internetseite mitteilte. In höheren Lagen - etwa auf dem Brocken - kann es aber auch zu stürmischen Böen kommen.

Kachelmann Wetter Dorian

Erst am Abend können Ausläufer des Ex-Hurrikans „Dorian“ das Hochdruckgebiet stören und ortsweise leichten Regen bringen. Am Donnerstag bleiben die Höchsttemperaturen wie am Vortag. Einige Wolkenbänder können kurze Schauer bringen. Es bleibt überwiegend aber trocken.

Besuch von „Dorian“ könnte sogar erfreulich sein

Als gewöhnliches Tief könnte seine Ankunft für uns sogar erfreulich sein. Sein Besuch wird vermutlich einen kleinen Wärmeschub in Deutschland mit sich bringen.

Lange Kette von Zusammenhängen mit weiten Auswirkungen

Doch wieso könnte uns „Ex-Dorian“ ein Sommer-Comeback bringen? Egal wie groß und mächtig ein Sturm ist, so ist er doch immer von den Winden in der höheren Atmosphäre abhängig. Und hier beginnt eine wichtige Kette von Zusammenhängen.

„Dorian“ zieht nach Nordnordwest

Durch die Höhenwinde angetrieben zieht „Dorian“ in Richtung Nordnordwest. Je weiter er nach Norden kommt, desto schneller bewegt er sich auch voran. Auf seinem Weg nähert er sich einem weltumspannenden Jetstream, der maßgeblich an der Entstehung normaler Tiefdruckgebiete beteiligt ist und sie gleichzeitig über den Atlantik von West nach Ost trägt.

Reste von „Dorian“ ziehen nach Skandinavien

Wie die Computerprognosen zeigen, wird „Dorian“ genau dieses Förderband nutzen. Nachdem er seine Eigenschaften als zerstörerischer Tropensturm verloren hat, geht es südlich an Island vorbei Richtung Europa.

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Es wird erwartet, dass die Überreste von „Dorian“ im Laufe der nächsten Woche über Skandinavien ankommen werden. Wie „Wetter.de“ berichtet, könnte genau das der Grund für uns sein, auf gutes Wetter zu hoffen.

Es könnte noch einmal warm werden

Durch den kühlen und windigen Aufenthalt der Sturmüberreste im Norden öffnet sich eine Tür für das „Azorenhoch“. Das dehnt sich aus und sorgt im Süden Deutschlands für mehr Sonne und warme Temperaturen.

Wie sich Dorian auswirkt, weiß man nächste Woche

Wie sich die Ankunft von „Ex-Dorian“ tatsächlich auswirkt, wird sich im Laufe der kommenden Woche zeigen. Verfolgen kannst du den Verlauf des Wirbelsturms >> hier

„Dorian“: Hurrikan in abgeschwächter Version auf dem Weg nach Deutschland

Mehr als eine Woche nach Ankunft von Hurrikan „Dorian“ auf den Bahamas steigt die Zahl der Todesopfer dort weiter. Sie lag am Montagabend (Ortszeit) bei 50, wie die Polizei mitteilte. Es werde davon ausgegangen, dass bei den Such- und Bergungseinsätzen weitere Tote entdeckt würden. Zahlreiche Menschen würden noch vermisst.

Hurrikan „Dorian“: Auf einer Fähre kommt es zum Drama

Allerdings mussten am Sonntag 119 Menschen eine Fähre in den US-Bundesstaat Florida wegen fehlender US-Visa in der bahamaischen Stadt Freeport wieder verlassen. Bürger der Bahamas dürfen ohne Visum in die USA einreisen, wenn sie einen Reisepass und ein polizeiliches Führungszeugnis vorzeigen. Freeport, die größte Stadt der Insel Grand Bahama, liegt nur etwa 90 Kilometer von der Küste Floridas entfernt.

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Das ist Hurrikan „Dorian“:

  • Hurrikan Dorian war ein tropischer Wirbelsturm
  • Er war zweite Hurrikan der atlantischen Hurrikansaison 2019
  • Dorian bildete sich im August 2019
  • Er zog als Tropensturm über einige Inseln der Karibik
  • In den USA richtete er gewaltige Schäden an
  • Die Polizei spricht aktuell von 50 Toten durch den Hurrikan.
  • Sie geht aber davon aus, dass die Zahl bei Weitem noch höher ist.
  • Zahlreiche Menschen werden noch vermisst
  • Dorian“ hatte am 1. September die Abaco-Inseln als Hurrikan der höchsten Kategorie getroffen.
  • Er war später über Grand Bahama beinahe zum Stillstand gekommen.

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„Dorian“: UN-Hilfe kommt

Die Zahl der Toten steigt, die Überlebenden brauchen Hilfe. Die UN haben Tausende Mahlzeiten angeliefert. Nach Angaben des UN-Welternährungsprogramms (WFP) hat die Regierung mit Militär- und Zivilflugzeugen sowie Schiffen etwa 5000 Menschen von den am schlimmsten betroffenen Inseln im Norden des Karibikstaates umgesiedelt. Auf den Abaco-Inseln seien 90 Prozent der Häuser und Infrastruktur beschädigt oder zerstört, die meisten Häuser hätten keinen Strom.

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Wirbelsturm Dorian zog komplett über den Karibikstaat hinweg

„Dorian“ hatte die nördlichen Inseln der Bahamas am vergangenen Sonntag als Hurrikan der kraftvollsten Kategorie getroffen und war erst am Mittwoch komplett über den Karibikstaat hinweggezogen. Er hinterließ eine Schneise der Verwüstung auf der Inselgruppe.

Gesundheitsminister: Zahl der Todesopfer werde „überwältigend“ sein

Der bahamaische Gesundheitsminister Duane Sands sagte im Rundfunk, er glaube, die endgültige Zahl der Todesopfer werde „überwältigend“ sein. Angesichts der Zerstörung konnten Helfer nur nach und nach in die betroffenen Gebiete vorrücken.

„Dorian“ kam am Freitag in den USA an

Nach der Verwüstung auf den Bahamas war „Dorian“ am Freitag - deutlich schwächer als zuvor - über einen küstennahen Teil des US-Bundesstaats North Carolina hinweggezogen. Der Hurrikan hatte dort Überschwemmungen, Schäden und Stromausfälle verursacht.

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Dorian erreichte die Ostküste Kanadas

Am Samstagabend (Ortszeit) erreichte er schließlich die Ostküste Kanadas. Als sogenannter posttropischer Zyklon traf „Dorian“ dort nahe Halifax in der Provinz Nova Scotia mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 Kilometern pro Stunde auf Land, wie die kanadische Wetterbehörde mitteilte. Die Winde entwurzelten Bäume und knickten Strommasten um.

400.000 Menschen vom Stromnetz abgeschnitten

Rund 400.000 Kunden des Stromversorgers Nova Scotia Power waren vom Stromnetz abgeschnitten, wie der TV-Sender Global News meldete. Auch in New Brunswick, der Nachbarprovinz von Nova Scotia, lagen demnach 64.000 Haushalte im Dunkeln.

Am Dienstag sollen niederländische und deutsche Marinesoldaten ihren Hilfseinsatz nach den tödlichen Verwüstungen auf den Bahamas beginnen.

Das niederländische Docklandungsschiff „Johan de Witt“, ein Hubschrauberträger, fahre seit Sonntag mit Kurs auf das Katastrophengebiet, hieß es am Montag aus dem Verteidigungsministerium. An Bord des Schiffes sind auch 66 deutsche Marinesoldaten.

Deutsche und niederländische Soldaten zum Einsatz auf Bahamas

Es ist uns ein Anliegen, die Menschen vor Ort bei der Bewältigung der Hurrikanschäden bestmöglich zu unterstützen. Deshalb versorgen die Einsatzkräfte die Bevölkerung mit dringend benötigten Nahrungsmitteln und Trinkwasser“, erklärte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Henning Otte.

„Sie erstellen auch ein Lagebild von den entstandenen Schäden.“ Der Einsatz werde in enger Zusammenarbeit mit den niederländischen Streitkräften durchgeführt.

Der Einsatz soll nach Angaben des Verteidigungsministeriums bis zum 18. September dauern. Das Schiff hatte im Hafen von Philipsburg der Karibikinsel St. Martin gelegen und hatte dort Ladung und Material erhalten.

Schiff und Mannschaft waren eigentlich für eine Zertifizierungsübung in dem Gebiet. Die „Jan de Witt“ ist ein Multifunktionsschiff, das auch als Transporter und mobile Arbeitsplattform dienen kann.(db mit dpa)