Polizei: Beamter muss Strafe zahlen – weil ihn Anwohner DABEI erwischen

In Berlin muss ein Beamter der Polizei ein Ordnungsgeld zahlen. Sein Fahrverhalten wurde ihm zum Verhängnis. (Symbolbild)
In Berlin muss ein Beamter der Polizei ein Ordnungsgeld zahlen. Sein Fahrverhalten wurde ihm zum Verhängnis. (Symbolbild)
Foto: imago images / snapshot

Berlin. Sein Fahrmanöver hat einem Beamten der Polizei in Berlin ein Verwarngeld eingebracht. Denn mit einem Dienstwagen hatte der Mann sich in eine Kurve auf den Gehweg gestellt und damit unter anderem Fußgängern und Rollstuhlfahrern den Weg über die Straße versperrt.

Das Problem: Der Beamte der Berliner Polizei und seine Kollegen, die mit im Wagen saßen, waren nicht für einen Einsatz unterwegs.

Polizei: Beamter muss Strafe zahlen

Ein Mann sieht einen Streifenwagen und ist sauer. Denn die Insassen des Wagens sind nicht etwa gerade unterwegs, um jemandem in Not zu helfen. Sie holen sich lediglich eine Pizza in der Pizzeria um die Ecke. Als er die Polizisten nach einem Dienstausweis fragt, seien diese perplex gewesen.

Der Mann macht ein Foto vom Wagen, lädt es auf Twitter hoch. Er schreibt: „Polizisten sollten Vorbilder sein und den Rollstuhlfahrern und Blinden nicht den Weg versperren.“ Und schickt eine Dienstaufsichtsbeschwerde an die Polizei Berlin.

Vergehen

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Die Nutzer sind sich uneins, was sie vom Verhalten der Polizisten halten sollen. Ein Nutzer findet, dass man auch bedenken sollte, dass es für die Beamten jederzeit zu einem Einsatz kommen kann. Und dann zähle eben jede Sekunde, die man früher dort ankomme.

Fingerspitzengefühl

„Das geht gar nicht“

Unter dem Post finden sich aber auch deutlich kritischere Kommentare. So meint ein Nutzer: „Also wenn es nicht im Einsatz ist, dann geht das gar nicht.“

Unter dem Post finden sich auch weitere Vergehen, die Nutzern beobachtet haben sollen, laden zum Teil sogar Bilder davon hoch. So auch ein Nutzer, der ein Bild aus Mannheim hochlädt. Er schreibt: „In Mannheim stellen sie sich ins absolute Halteverbot, wenn sie Bock auf Pizza haben.“

Mannheim

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Beamter muss Verwarngeld zahlen

Auch die Polizei hat inzwischen auf den Post reagiert. In einer Antwort auf den Tweet gibt sie an, dass es sich tatsächlich nicht um einen Einsatz gehandelt habe. Die Behörde schreibt weiter: „Die Vorgesetzten haben es mit dem Kollegen ausführlich ausgewertet. Er zeigte sich einsichtig und bezahlte das für diese Ordnungswidrigkeit vorgesehene Verwarnungsgeld.“

Einsicht

Am Ende dürfte seine Pizza den Fahrer des Streifenwagens also einen recht stattlichen Preis gekostet haben. (dav)