Edeka sorgt für Kundenwut: „Mein Kind hat Alpträume – verstörend!“

Ein Detail aus der neuen Edeka-Werbung sorgt für besonders viel Aufregung.
Ein Detail aus der neuen Edeka-Werbung sorgt für besonders viel Aufregung.
Foto: dpa & Screenshot Edeka-Spot

Edeka hat mit seinem neuesten Werbespot mal wieder für reichlich Zündstoff gesorgt. Im Video wirbt der Supermarktkette für seinen Beitrag zum Umweltschutz.

Dafür erntet Edeka von vielen Kunden Lob. Doch der Inhalt Inhalt des Werbeclips kommt nicht bei jedem so gut an.

Edeka-Kundin rastet wegen Werbung aus: „Verstörend“

Hochemotional geht es zu im neuen Edeka-Spot. Die Hauptrolle spielt ein junges Paar auf dem Weg in den Kreißsaal. Mit vollem Einsatz bringt die Mutter ihr Baby zur Welt.

Als sie es endlich geschafft hat, macht die frischgebackene Mama große Augen. Denn der Gynäkologe überreicht ihr das Neugeborene völlig sinnfrei in einer Plastikfolie. Doch dann stellt sich heraus: Alles nur ein Alptraum. Die Frau war auf dem Sofa mit ihrem Baby auf dem Bauch eingenickt. Laut knisterndes Plastik verpackter Paprika hatte sie aufgeweckt.

Die Szene aus dem Kreißsaal sorgte bei einer Kundin allerdings nicht wegen der Plastikfolie für Unverständnis: „Mein Kind hat Alpträume von dieser eingewickelten Puppe. Verstörend!“, meckert sie auf der Facebook-Seite des Lebensmittel-Riesens:

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Shitstorm wäre bei dieser Variante noch schlimmer

Tatsächlich dürfte es sich bei dem dargestellten Baby um eine Puppe oder eine Animation handeln. Kaum auszudenken, welcher Shitstorm über Edeka hereingebrochen wäre, wenn ein echtes Neugeborenes in Folie eingewickelt worden wäre.

So konzentrierten sich die meisten Kunden auf den Slogan des Werbespots, „Natur kommt unverpackt“. Und mancher ließ auch da kein gutes Haar an Edeka.

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Kunde poltert: „Das ist viel zu wenig“

„Wir bieten bereits über die Hälfte unseres Obst- und Gemüsesortiments ohne Plastikverpackung an“, heißt es in der Werbung der Supermarktkette.

„Gute Nachricht, aber die Hälfte ist zu wenig“, kritisiert daraufhin ein Kunde. Edeka entgegnet: „Deshalb wollen wir den Weg auch konsequent weiter gehen.“

Verbraucherzentrale klagt an: „Spiegelt nicht die Realität wieder“

Das Bemühen lobt neben vielen Kunden auch die Verbraucherzentrale Hamburg. Beim Marktcheck des Hamburger Verbraucherschutzes hatte Edeka beim Thema Obst- und Gemüse in Plastikverpackungen von allen getesteten Supermärkten am besten abgeschnitten.

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Doch es hagelt auch Kritik: „Doch so redlich eure Anstrengungen auch sind, die aktuelle Werbekampagne spiegelt die Realität leider nicht wieder“, betont die Verbraucherzentrale Hamburg auf der Facebook-Seite von Edeka. Zu viele Produkte, vor allem im To-Go-Bereich, würden weiterhin unnötig verpackt. „Wir wünschen uns hier etwas mehr Realitätssinn und weniger Schönfärberei!“, so der Verbraucherschutz.

Edeka gibt sich selbstkritisch

Das hat gesessen. „Natürlich wissen wir auch, dass wir noch nicht perfekt sind“, gibt Edeka zu. Man werde weiter daran arbeiten, Plastikverpackungen zu vermeiden.

In der Zukunft sollen weitere Mehrweglösungen und Recycling-Rohstoffe zum Einsatz kommen, um den Plastikanteil zu verringern. Zuletzt hatte Edeka mit Werbespots zum Mutter- und Vatertag für Aufregung gesorgt. Mehr dazu liest du hier >>>