Familie Ritter aus „Stern TV“: Überraschende Entwicklung bei Karin Ritter – „Hier geht es um eine alte Frau“

Stern TV: Moderator Steffen Hallaschka zeigte in der Sendung einen Beitrag zur Neonazi-Familie Ritter aus Köthen.
Stern TV: Moderator Steffen Hallaschka zeigte in der Sendung einen Beitrag zur Neonazi-Familie Ritter aus Köthen.
Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius / i&u TV

Köthen. Neue Entwicklung bei der aus „Stern TV“ bekannten Familie Ritter aus Köthen. Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet, hat Familien-Oberhaupt Karin Ritter (63) wieder eine eigene Wohnung.

Bei „Stern TV“ war im August im Rahmen einer langen Dokumentation zu sehen, dass Karin Ritter mittlerweile auf der Straße lebt und die Nächte in einer Obdachlosenunterkunft verbrachte. An ihrem Couchtisch saß sie an der Straße und wartete auf das Ende des Tages. Zuvor hatte sie ihre eigene Wohnung verlassen müssen.

Familie Ritter aus Köthen: Wohnungauflösung mit großem Polizei-Aufgebot

Polizisten rückten seinerzeit mit einem ganzen Dutzend Beamten an, um alles zu räumen. „Die schmeißen uns raus und nehmen uns die Möbel weg“, pestete Ritter gegen die Beamten. Aus diesem Grund hatte sie die Möbel besser selbst demoliert und aus dem Fenster geworfen: „Meine Küche hab ich weggeschmissen. Die bereichern sich nicht an meinem Zeug.“

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Nun bekommt Karin Ritter also eine neue Unterkunft, der Mietvertrag für die 63-Jährige gilt ab Oktober. Vermittelt wurde die Wohnung durch die Stadt Köthen. Doch auch diese Wohnung ist laut der „Mitteldeutschen Zeitung“ nur eine Übergangslösung. Eine besonders überraschende Entwicklung steht erst noch an. Denn ein privater Vermieter will Ritter trotz aller Skandale der vergangenen Jahrzehnte eine Wohnung anbieten.

Verein möchte Karin Ritter helfen

Der Verein „Neue Wege“ möchte Karin Ritter dabei helfen, wieder ein normales Leben zu führen. „Wir haben uns unterhalten und sie hat mir Kooperationsbereitschaft signalisiert“, heißt es von der Vorsitzenden. So soll Karin Ritter Hilfe bei Behördengängen und anderen Terminen bekommen.

Karin Ritter sitzt auf der Straße

Die Kritik an der Hilfe für die wohl berüchtigste Bewohnerin Köthens nimmt der Verein nicht an: „Hier geht es um eine alte Frau, die Hilfe braucht. Da ist es egal, ob sie Ritter oder Schulze heißt.“

Die Familie wird seit mittlerweile 25 Jahren von „Stern TV“ begleitet. In dieser Zeit fielen diverse Mitglieder der Familie Ritter immer wieder durch Gewaltverbrechen und rechtsextreme Ausfälle auf.

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Das ist Familie Ritter:

  • Seit 1994 begleitet „Stern TV“ die Problemfamilie aus Köthen in Sachsen-Anhalt
  • In dieser Zeit machte die Familie immer wieder durch Verbrechen und rassistische Ausfälle auf sich aufmerksam
  • Die Brüder René, Andy, Christopher und Norman waren schon früh auffällig, verwüsteten etwa als Kinder die Wohnung der Nachbarn
  • Karin Ritter selbst wurde bereits wegen Volksverhetzung verurteilt

Schon 2018 hatte die Stadt der Familie eine neue Unterkunft versprochen, nachdem sie zuvor jahrelang in Obdachlosenunterkünften gewohnt hatte.

Versuche, die Unterkunft zu renovieren scheiterten. Bauarbeiter waren von den Ritter-Söhnen so heftig bedroht worden, dass die Arbeiten gestoppt wurden. „Die Problematik hat verursacht, dass die Bauarbeiten gestoppt werden mussten“, so der Köthener Stadtrat Georg Heeg seinerzeit bei „stern tv. (fel)