„Fridays for Future“: ZDF-Moderatorin stellt Luisa Neubauer DIESE Frage – und macht sie fassungslos

„Fridays for Future“-Aktivistin Luisa Neubauer: Eine Interviewfrage machte sie sichtlich fassungslos.
„Fridays for Future“-Aktivistin Luisa Neubauer: Eine Interviewfrage machte sie sichtlich fassungslos.
Foto: ZDF

Luisa Neubauer kann es nicht fassen. Ihr Gesichtsausdruck spricht Bände.

Die deutsche „Fridays for Future“-Organisatorin gab in der ZDF-Nachrichtensendung „heute plus“ ein Interview, war live ins Studio zugeschaltet. Eine Frage von Moderatorin Hanna Zimmermann machte Neubauer erst sprachlos, dann entglitten ihr die Gesichtszüge.

„Fridays for Future“: Frage irritiert Luisa Neubauer

Zimmermann fragte die „Fridays for Future“-Aktivistin: „Nun ist das Klimapaket aber doch eigentlich für 'Fridays for Future' ein richtiger Schritt in die richtige Richtung, oder?“

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Luisa Neubauer schaute konsterniert in die Kamera, sagt nach kurzer Pause: „Ne. Das ist ein Paket, mit dem Deutschland das Paris-Abkommen nicht einhalten können wird. Und das ist das, was wir fordern.“Twitter-Fridays-Future

Luisa Neubauer: „Ein bisschen Klimaschutz bringt nichts“

Dann redete sich Luisa Neubauer in Rage. „Ein bisschen Klimaschutz“ bringe nichts. „Wenn man das ernst meint, wenn man die Klimakrise als die existenzielle Krise anerkennt, die sie ist, dann muss man sich an Zielvorgaben halten, die international abgestimmt werden. Da kannste nicht mit nem halbgaren Paket kommen und sagen: Wir haben uns Mühe gegeben.“

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„Fridays for Future“: Das ist Luisa Neubauer

  • 1996 in Hamburg geboren
  • 2015: Beginn eines Geographie-Studiums in Göttingen
  • Luisa Neubauer ist eine der Hauptorganisatorinnen der „Fridays for Future“-Bewegung in Deutschland

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In dem Gespräch beim ZDF ging es auch um das Verhältnis von „Fridays for Future“ zu den Klimaaktivisten von „Extinction Rebellion“.

„Fridays for Future“ und „Extinction Rebellion“

Die Bewegung ist deutlich radikaler als „Fridays for Future“. Am Montag hatten Aktivisten Plätze und Straßen unter anderem in Berlin blockiert.

Das ist Greta Thunberg
Das ist Greta Thunberg

Dass Anhänger der „Fridays for Future“-Bewegung sich mit „Extinction Rebellion“ solidarisieren, wird von vielen kritisch gesehen. So nannte die Ex-Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth die „Extinction Rebellion“-Aktivisten gar eine „religiöse-gewaltfreie esoterische Sekte“.

Hanna Zimmermann fragte: „Es gibt die Meinung, dass die Bewegung das, was 'Fridays for Future' geschafft hat, kaputt machen kann. Warum so radikal? Sehen Sie da eine Gefahr?“

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„Extinction Rebellion“

  • Die Bewegung von Klimaaktivisten entwickelte sich 2018 in Großbritannien
  • Abgekürzt wird sie meist "XR" genannt
  • Mit „Mitteln des zivilen Ungehorsams“ wollen sie gegen ein Aussterben von Menschen und Tieren durch den Klimawandel kämpfen
  • Kritiker empfinden die Bewegung als zu radikal
  • „Extinction Rebellion“ ist bislang in Deutschland noch nicht sehr aktiv in Erscheinung getreten

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Offenbar nicht, wie Luisa Neubauer klar machte: „Ich glaub, es hat an dem Punkt negative Effekte, dass wir es nicht schaffen, von der Frage wegzukommen: Wie kann Protest aussehen?“ Die eigentliche Frage müsse nämlich lauten: „Warum protestieren wir eigentlich? Egal in welcher Form.“

„Klimapaket hat Namen nicht verdient“

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Rhetorisch fragte sie: „Wie kann es sein, dass wir jetzt vor einem Klimapaket stehen, das den Namen nicht verdient? Wie kann es sein, dass so viele Menschen auf die Straße für eine Sache gehen, die eigentlich dem Staat obliegt, der seiner Verantwortung nicht gerecht wird?“

Zuletzt gab es aber immer wieder heftige Angriffe gegen „Fridays for Future“, etwa von Kabarettist Dieter Nuhr. Der legte, nachdem er für seine ersten Kommentare gegen die Bewegung einen Shitstorm kassiert hatte, noch einmal nach. (pen)