Greta Thunberg: Brutales Bild aus Italien aufgetaucht

Die 16-jährige Greta Thunberg: Für viele ist sie eine Heldin - andere bedrohen sie.
Die 16-jährige Greta Thunberg: Für viele ist sie eine Heldin - andere bedrohen sie.
Foto: dpa

Es ist an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten: Unbekannte haben in Italien eine Puppe an einer Brücke aufgehängt, die Szene erinnert an Lynchjustiz. Ein Bild davon kursierte in den sozialen Medien.

Die Puppe hat zwei geflochtene Zöpfe - das Markenzeichen der 16-jährigen Klimaaktivistin Greta Thunberg. Daneben hängt ein Schild mit der Aufschrift: „Greta is your god“ (Greta ist euer Gott). Entstanden ist das Bild in Rom. Tgvvv

Greta Thunberg: Makabre Drohung gegen Klimaaktivistin

Roms Bürgermeisterin reagierte auf die widerliche Drohung. Bei Twitter schrieb sie: „Meine Solidarität und die aller Römer gilt ihr und ihrer Familie. Unser Klimaengagement werden wir nicht stoppen.“

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Das ist Greta Thunberg:

  • Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg wurde geboren am 3. Januar 2003 in Stockholm
  • Die Jugendliche ist derzeit die bekannteste Klimaschützerin der Welt
  • Sie lebt vegan und reist nicht mehr mit dem Flugzeug
  • Auf sich aufmerksam machte sie im Hitzesommer 2018 mit ihren „Schulstreiks fürs Klima“ („Skolstreijk för klimatet“) - jeden Freitag ging Greta nicht in die Schule und positionierte sich vor dem schwedischen Reichstag in Stockholm
  • Über verschiedene Medien und soziale Medien inspirierte sie immer mehr vor allem junge Menschen
  • An der Bewegung „Fridays for Future“ (FFF) nahmen am 15. März 2019 weltweit fast 1,8 Millionen Menschen teil
  • Greta Thunberg nahm teil an der UN-Klimakonferenz in Katowice 2018 und am Weltwirtschaftsforum in Davos 2019
  • Sie sprach vor dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss in Brüssel und dem Parlament des Vereinigten Königreichs
  • Auch der Papst gewährte ihr eine Audienz

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Greta Thunberg gilt vielen Menschen als Heldin, andere hingegen lehnen sie ab - für manche ist Greta Thunberg gar eine regelrechte Hassfigur. In Deutschland musste erst kürzlich die Facebook-Gruppe „Fridays for Hubraum“, die eine Gegenbewegung zu den Umweltaktivisten sein wollte, vorübergehend offline gehen: Auf der Seite waren Morddrohungen gegen Greta Thunberg gepostet worden.

Morddrohungen gegen Greta Thunberg

Es gebe eine immer breiter werdende Widerstandsbewegung gegen 'Fridays for Future', sagte Medienpsychologe Tobias Rothmund im Gespräch mit DER WESTEN.

Es gehe dabei nicht nur um die Hasskommentare im Internet, sondern auch um Äußerungen von öffentlichen Personen wie Politikern oder Journalisten, die sich gegen Greta Thunberg positionieren. „Dahinter steckt Widerstand gegen Veränderungen“, erklärt der Psychologe. „Die 'Fridays-for-Future'-Bewegung erinnert uns daran, dass das, was wir für das Klima tun, nicht ausreicht und fordert schnellere, radikalere Veränderungen.“

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„Fridays for Future“: Angst vor Veränderung

Das mache vielen Angst: „Radikale schnelle Veränderungen sind für viele Menschen bedrohlich. Es ist kein Wunder, dass die Politik sich in der Klimapolitik schwer tut mit radikalen Schritten.“

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Gerade eher konservative Menschen hätten Schwierigkeiten mit der Vorstellung, dass sich am Bestehenden etwas ändert.

Wie mehrere italienische Medien berichten, ermittelt die Staatsanwaltschaft in Rom nun nach der makabren Drohung. (pen)