Hermes: Zwei Mitarbeiter sterben auf rätselhafte Weise +++ Todesursache steht fest +++ Anwohner in Trauer

Hermes: In innerhalb von wenigen Stunden sind zwei Paketdienst-Mitarbeiter tot aufgefunden worden. Jetzt steht die Todesursache fest.
Hermes: In innerhalb von wenigen Stunden sind zwei Paketdienst-Mitarbeiter tot aufgefunden worden. Jetzt steht die Todesursache fest.
Foto: dpa
  • Ist es Zufall oder gibt es einen Zusammenhang?
  • Zwei Todesfälle in Sachsen-Anhalt geben der Polizei zunächst Rätsel auf.
  • Noch immer sind viele Details unklar.

Mysteriöse Todesfälle auf dem Gelände des Paketdienstes Hermes in Haldersleben, Sachsen-Anhalt: Am Dienstag sind dort zwei Mitarbeiter tot aufgefunden wurden. Ein Dritter war schwer verletzt. Der Tod gab zunächst Rätsel auf, doch nun steht die Todesursache fest: Die beiden Männer starben eines natürlichen Todes.

Die Untersuchungen in der Rechtsmedizin hätten keine Hinweise auf Vergiftungen ergeben, teilte die Polizei über die Todesfälle bei Hermes am Donnerstag mit. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Unterdessen ist der Betrieb in dem Hermes-Versandzentrum wieder angelaufen.

Hermes: Verdacht bestätigt sich nicht

Was war passiert? Innerhalb eines Tages starben in Haldensleben zwei Hermes-Mitarbeiter. Ein 58-Jähriger ist offenbar zusammengebrochen und vor Ort gestorben. Er wurde in der Nacht zu Dienstag auf dem Gelände des Paketdienstes entdeckt.

Am Nachmittag dann der zweite Todesfall: Ein 45-Jähriger saß tot auf dem Fahrersitz eines Transportfahrzeugs. Ebenfalls am Dienstag gab es den Fall eines dritten Mannes, der schwer verletzt auf dem Gelände gefunden wurde.

Mit dem Verdacht auf toxische Substanzen rückten zunächst in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch 120 Feuerwehrleute an dem Hermes-Gelände an. Sie untersuchten bis tief in die Nacht, ob auf dem Gelände giftige Gase ausgetreten sein könnten. Auch in dem Transporter des zweiten Toten suchten sie nach giftigen Schadstoffen.

+++ Familie beerdigt Opa – plötzlich hört sie Geräusche aus dem Sarg +++

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Das ist Hermes:

  • Hermes ist ein Paketdienst
  • er wurde 2009 gegründet
  • er hat seinen SItz in Hamburg

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Stoff versetzt Einsatzkräfte in Aufruhr

An einem Paket sei am Mittwochmorgen in geringster Menge ein Stoff gefunden worden, der die Einsatzkräfte in Aufruhr versetzt hatte. Der Polizei zufolge könnte er in großen Mengen gefährlich sein, berichtet die dpa.

Deshalb öffneten die Feuerwehrleute alle Pakete in dem Transportwagen, den der Tote zuvor gefahren hatte. Eine gesundheitsschädliche Menge des Stoffes fanden sie jedoch nicht.

Die Polizei gab somit Entwarnung: „Das sind ganz normale Zustellpakete gewesen mit handelsüblichem Inhalt.“ Weiterhin spricht sie bislang von einer unglücklichen Verkettung von Zufällen. Demnach sei der Schwerverletzte „ein ganz normaler medizinischer Notfall“.

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Die 3.000 Hermes-Mitarbeiter wurden sicherheitshalber vorübergehend freigestellt. So sei die Spätschicht früher entlassen worden und die Mitarbeiter der Nachtschicht hätten gar nicht erst begonnen.

Hermes rechnete mit Verzögerungen im Betrieb

Auch am Mittwochmorgen nahm Hermes seine Arbeit noch nicht wieder auf. Ein Hermes-Sprecher sagte, das Wichtigste sei, dass die Mitarbeiter nicht gefährdet seien. Seine Gedanken seien bei den Verstorbenen und ihren Familien. Weiterhin rechne er mit Verzögerungen in der Betriebsabwicklung. Mittlerweile ist der Betrieb wieder angelaufen. Durch die Stillegung seien rund 300.000 Sendungen liegengeblieben. Diesen Rückstau wolle der Paketdienst in den kommenden Tagen abbauen.

Anwohner gedenken der Opfer

Im Wohngebiet „Süplinger Berg“ haben Anwohner derweil der beiden Opfer gedacht. Dort, wo der Kurierfahrer in seinem Auslieferungswagen starb, zündeten Menschen Kerzen an und legten Rosen nieder.

Für eine Fremdeinwirkung auf die Toten gab es laut Polizei keine Hinweise. Vor ihrem Tod hätten die zwei toten Mitarbeiter völlig gesund gewirkt. Am Mittwoch wurden die beiden Toten also obduziert. Sie starben eines natürlichen Todes. (nk/dpa)