„Hartz 4“: Nach Gerichtsbeschluss – Arbeitsloser provoziert Steuerzahler mit DIESER dreisten Aussage

Hartz 4 statt Vollzeitjob: Markus M. provoziert mit steiler These. (Symbolbild)
Hartz 4 statt Vollzeitjob: Markus M. provoziert mit steiler These. (Symbolbild)
Foto: imago images/Ikon Images

„Es ist so leicht, den Staat zu bescheißen.“

Mit diesen Worten provozierte Hartz 4-Empfänger Markus M. vor einigen Jahren den deutschen Steuerzahler. Nun geht er in der „Bild“-Zeitung noch einen Schritt weiter. Anlass ist das aktuelle Urteil zu den Hartz 4-Sanktionen.

Wer Hartz 4 empfängt, ist definitiv nicht zu beneiden. Die Grundsicherung vom Staat bewahrt Menschen vor dem finanziellen Ruin. Hinter den meisten Empfängern von Hartz 4 stecken bewegende Schicksale: Familien, die jeden Cent umdrehen müssen. Kinder, denen vieles verwehrt bleibt, weil die Eltern keine Arbeit finden.

+++ Mehr zu dem Hartz-4-Urteil kannst du HIER lesen +++

Doch es gibt auch schwarze Schafe – und genau so eines ist Markus M. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zeigte der Faulpelz der arbeitenden Bevölkerung erneut den verbalen Stinkefinger.

„Hartz 4“: „Für Mindestlohn rühre ich nicht mal den kleinen Finger“

Das Gericht hatte entschieden, dass Leistungskürzungen, mit denen Jobcenter unkooperative Hartz 4-Bezieher sanktionieren, teilweise verfassungswidrig sind.

Das ist Hartz IV
Das ist Hartz IV

M. lacht sich öffentlich ins Fäustchen: „Jetzt können alle Hartz 4-Empfänger das Geld auf dem Silbertablett abholen“, sagt Markus M..

----------------------

Das ist „Hartz 4“:

  • „Hartz 4“ heißt eigentlich Arbeitslosengeld II
  • Es wurde zum 1. Januar 2005 eingeführt
  • Es ist die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch
  • Es soll Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht
  • Allerdings kann es durch zulässige Sanktionen gekürzt oder ganz gestrichen werden
  • Die gesetzliche Grundlage für das ALG II bildet das Zweite Buch Sozialgesetzbuch

--------------------

Aus seiner Bequemlichkeit, die er sich aus der öffentlichen Hand bezahlen lässt, macht er auch elf Jahre nach seiner Provokation keinen Hehl. „Seitdem es Hartz IV gibt, bin ich dabei“, erklärt er. „Ich bin Facharbeiter. Für Mindestlohn rühre ich nicht mal den kleinen Finger.“

Seine Miete, rund 330 Euro für 35 Quadratmeter, wird aus öffentlichen Geldern bezahlt. Dazu bekommt er 424 Euro Hartz 4. Ab 2020 werden acht Euro draufgelegt. Ganz untätig ist er allerdings nicht: 100 Euro verdient er sich als Mini-Jobber hinzu. Mehr will er allerdings auch nicht tun.

------------------------------------

• Mehr Themen:

„Hartz 4“-Empfänger kommt aus dem Knast: Was er dann sagt, ist schockierend

Hartz 4“-Empfänger (20) genießt sein Leben: Unfassbar, womit er sich die Zeit vertreibt

„Hartz 4“-Mutter lebt mit ihren Kindern in einer Wohnung – dann muss sie eine schreckliche Entscheidung treffen

„Hartz 4“-Empfängerin packt aus: „Du kriegst dein Kind, wenn du wieder Arbeit hast“

-------------------------------------

„Urteil erleichtert mir mein zukünftiges Leben“

„Unterm Strich würde ich mit Vollzeitarbeit auch nicht mehr bekommen, da kann ich mir die Schufterei zum Mindestlohn sparen“, sagt M.

Sanktionen fürchtet er nicht mehr. Die bisher möglichen Abzüge bei Verletzung der Mitwirkungspflicht um 60 oder sogar 100 Prozent wurden als verfassungswidrig erklärt. Höchstens 30 Prozent dürfen gestrichen werden.

„Früher gab es schon sofort Sanktionen für Nichtigkeiten, etwa wenn ich einen Job ablehnte. Das aktuelle Urteil erleichtert mir mein zukünftiges Leben sehr!“, erklärt M. der „Bild“.

Wie einst Arno Dübel

Die prekären Aussagen des Hartz-4-Empfängers erinnern an Arno Dübel. Der damals 53-Jährige wurde bekannt, weil er offen damit umging, lieber Hartz 4 zu beziehen, als einen Finger krumm zu machen.

2010 saß er in der Talkshow uns sorgte mit Sprüchen wie „Die Dummen stehen morgens auf und arbeiten schön für mich“ und „Ich krieg doch vom Amt... das läuft“ Entsetzen. (jg)