Hund: Damit traumatisierst du dein Tier – ohne, dass du es ahnst

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen. Doch wie verhält man sich ihm gegenüber am besten?
Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen. Doch wie verhält man sich ihm gegenüber am besten?
Foto: imago images / Paul Marriott

Hunde sind wunderbare Gefährten. Sie stehen loyal zu Herrchen und Frauchen, auch dann, wenn sich andere Personen längst von einem abgewandt haben. Der Hund ist für den Menschen da – und im Idealfall auch der Mensch für den Hund. Aber klar ist: Es gibt auch Momente, die relativ schwierig zu meistern sind.

Und in diesen Momenten reagiert man mal unpassend, man wird laut, neigt dazu, das Tier zu bestrafen. Wie reagiert man also richtig als Hundebesitzer, wenn der eigene Hund nicht hört?

Hund: Aversive Erziehungsmethoden sind schädlich

Eine neue Studie zeigt: Aversive Methoden sind in der Erziehung von Hunden schädlich. Dieses Ergebnis haben Forscher auf dem Portal „bioRvix“ veröffentlicht.

Für ihre Studie beobachteten die Wissenschaftler insgesamt 92 Vierbeiner. 42 davon kamen aus Hundeschulen, die in der Erziehung vermehrt auf Lob setzen. Die restlichen 50 Hunde waren aus Schulen, die die Tiere anschreien und körperlich bestrafen.

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Das sind die beliebtesten Hunde Deutschlands*:

  • Labrador
  • Französische Bulldogge
  • Chihuahua
  • Jack Russel Terrier
  • Golden Retriever
  • Deutscher Schäferhund
  • Australian Shepherd
  • Yorkshire Terrier
  • Bolonka Zwetna
  • Dackel

*Das Vergleichsportal „Check24“ hat die Werte anhand der abgeschlossenen Hundehaftpflichtversicherungen ermittelt.

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Forscher analysieren Verhalten der Hunde

Die Forscher analysierten das Verhalten der Hunde während verschiedener Trainingseinheiten. Außerdem wurden den Tieren Speichelproben entnommen, um das Level des Stresshormons Cortisol zu messen.

Das Ergebnis: Die Hunde, die regelmäßig angeschrien und bestraft wurden, waren deutlich gestresster. Dazu kam, dass sich diese Tiere häufiger die Nase leckten und gähnten. Beides Verhalten, mit denen die Tiere versuchen sich beruhigen.

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Positiv erzogene Hunde sind entspannter

Die Hunde, die positiv erzogen wurden, waren dagegen deutlich entspannter. Auch der Hormonspiegel der Tiere war unauffällig.

Einen Monat später wiesen die Forscher nach, dass aversive Methoden den Hunden auch langfristig schaden können. Es zeigt sich also wieder einmal: Hunde sind weitaus sensibler als einige Tierbesitzer es vielleicht vermuten. (nr)