Berlin: Polizist fährt an Flüchtlingsheim vorbei – dann ruft er sofort Verstärkung

Ein SEK-Team stürmte am Mittwoch eine Flüchtlingsunterkunft in Berlin. (Symbolbild)
Ein SEK-Team stürmte am Mittwoch eine Flüchtlingsunterkunft in Berlin. (Symbolbild)
Foto: dpa

Berlin. In Berlin hat es am Mittwochabend einen SEK-Einsatz an einem Flüchtlingsheim gegeben. Auslöser war der Notruf eines Polizisten, der zu der Zeit eigentlich gar nicht im Dienst war. Doch was der Beamte in seiner Freizeit beobachtete, versetzte ihn in Alarmbereitschaft.

Durch ein Fenster in einem hell erleuchteten Zimmer einer Flüchtlingsunterkunft im Bezirk Marzahn-Hellersdorf sah er zwei Männer. Einer der beiden posierte mit einem Sturmgewehr! Der andere machte Fotos. Der Polizist außer Dienst rief sofort seine Kollegen in der zuständigen Dienststelle in Berlin an.

Berlin: SEK stürmt Flüchtlingsheim

Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen zur Unterkunft an der Brodauer Straße aus. Einsatzkräfte einer Hundertschaft sicherten zunächst die Umgebung ab. Auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) rückte an.

Ein Richter erteilte den Durchsuchungsbeschluss für das betreffende Zimmer. Daraufhin brach das SEK-Team die Tür auf und stürmte den Raum.

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Das fand die Polizei bei den verdächtigen Männern

Darin trafen die Einsatzkräfte auf die beiden verdächtigen Männer (27 und 29). Außerdem fanden die Beamten die Waffe, die der Kollege als Sturmgewehr identifiziert hatte.

Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um eine Softairwaffe. Diese kassierten die Einsatzkräfte gemeinsam mit der Munition ein.

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Das droht den Männern jetzt

Auch die beiden jungen Männer nahmen die Beamten mit auf die Wache.

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Sie kamen nach ihrer Befragung auf freien Fuß. Allerdings droht ihnen nun Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Wie sie an die Waffe gekommen sind, ist noch völlig unklar. (ak)