„Tatort“ (ARD): Traurige Erinnerungen kommen hoch – hast du DIESES Detail bemerkt?

Tatort in der ARD: Thewes, gespielt von Milan Peschel, dreht durch.
Tatort in der ARD: Thewes, gespielt von Milan Peschel, dreht durch.
Foto: NDR/Christine Schroeder

Auf einem Autobahn-Rastplatz fallen Schüsse! Ein Lkw-Fahrer stirbt. So startete der „Tatort“ am Sonntagabend in der ARD.

Und im Unterschied zu sonstigen Tatort-Krimis steht der Mörder schon gleich zu Beginn fest. Der Scharfschütze wird von Milan Peschel gespielt.

„Tatort“ in der ARD: Comedian Serdar Somuncu twittert über Tatort

Das kommt den „Tatort“-Fans bekannt vor. Denn nicht zum ersten Mal spielt Milan Peschel den verzweifelten Täter im Tatort. Das bringt sogar Comedian Serdar Somuncu auf den Plan. Auf Twitter schreibt er: „Gibt es eigentlich noch jemand anderen als Milan Peschel, der im Tatort den Crazy Täter spielen kann?“ Verziert hat der Komiker seinen Tweet mit dem Hashtag „DankeMerkel“.

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Somuncu ist nicht der einzige, dem auffiel, dass Milan Peschel mal wieder den verzweifelten Täter spielt.

Erinnerungen kommen dabei an den Tatort „Weil sie böse sind“ auf. In dem Fernsehfilm des Hessischen Rundfunks, der 2010 zum besten seiner Art gewählt wurde, spielte Peschel an der Seite von Andrea Sawatzki und Matthias Schweighöfer den Vater Rolf Herken, der von seiner Abteilungsleiterin eine innovative Idee gestohlen bekommen hat. Mit deren Hilfe hatte sich Herken eine Gehaltserhöhung erhofft, um seinem autistischen Sohn eine Therapie zu ermöglichen. Für seine Schauspielleistung erhielt Peschel den Deutschen Fernsehkrimi-Preis.

„Tatort“: Fall erinnert an wahre Begebenheit

Und noch ein Detail scheint nicht ganz unbekannt zu sein. Schüsse auf Lkws und Autos? Da klingelt doch was. Richtig, 2014 wurde ein 58-jähriger Mann vor dem Landgericht Würzburg zu zwei Jahren Haft verurteilt. Er hatte aus Frust auf andere Verkehrsteilnehmer geschossen. Er wollte ihnen so einen „Denkzettel“ verpassen.

Bei der Anschlagsserie wurden drei Menschen verletzt. 2009 traf er sogar eine Fahrerin während der Fahrt in den Hals. Die Dame wurde lebensgefährlich verletzt.

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Das ist Milan Peschel:

  • Milan Peschel wurde 1968 in Ost-Berlin geboren
  • Peschel hat selbst einen Sohn und eine Tochter
  • Er spielte bei mehreren Tatort-Filmen mit
  • Weitere Filme: Stauffenberg, Rubbeldiekatz, TKKG

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Peschel spielt unberechenbaren Vater

Auch in „Querschläger“ spielt Peschel wieder einen Familienvater, der um seine kranke Tochter zu retten über alle Grenzen geht. Familienvater Thewes ist im Tatort unberechenbar. Das weiß auch Wotan Wilke Möhring, der seinen Gegenspieler, Kommissar Thorsten Falke, verkörpert. „Als Vater weiß er, dass es einen Punkt gibt, ab dem man rot sieht“, sagt Möhring im Interview über seinen Tatort-Charakter.

„Deshalb erkennt er in Thewes auch einen Gegner, der nicht einzuschätzen ist und dem alles zuzutrauen ist. Ich glaube, es gibt Situationen, die fordern uns so sehr heraus, bringen uns so in Versuchung, dass das Böse als das einzig Gute erscheint, als die einzige Lösung, die einzige Rettung. Hier ist es der nackte Überlebenswille, die Liebe zur Tochter, die stärker ist als alle gesellschaftlichen Regeln und alles, was er gelernt hat. Diese Situation hat etwas ganz Archaisches.“ (ms)